Ein besserer Job, eine schönere Wohnung, ein neues Auto, mehr Geld, mehr Freizeit, oder einfach mal wieder Urlaub machen... Es gibt unzählige Dinge, von denen man sich mehr Glück verspricht und für eine Zeit funktionieren die meisten davon. Doch irgendwann kommen die gleichen Gedanken erneut auf und das gefundene Glück scheint vergessen zu sein. Dies liegt daran, dass Glück nicht endgültig erreicht werden kann. Vielmehr ist das Glücklichsein ein Prozess aus fünf verschiedenen Phasen, die sich immer wieder wiederholen können...

5 Phasen Gluecklichsein Happyness

Glück ist nicht einfach nur ein Zustand

Oft wird Glück als Zustand definiert, den es zu erreichen gilt. Zum Teil mag das auch stimmen, doch greift eine solche Auffassung in den meisten Fällen zu kurz. Statt nur den Zustand zu sehen, sollte man das Glücklichsein lieber als einen Prozess verstehen, den jeder durchläuft - zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und immer auch mit einem anderen und vor allem individuellen Ergebnis.

Wir stellen die fünf Phasen des Glücklichseins vor:

  1. Die Suche

    Am Anfang steht - wie könnte es auch anders sein - die Suche. Kaum jemand kann von sich behaupten, die Weisheit über das persönliche Glück für sich gepachtet zu haben und von Anfang an genau gewusst zu haben, wohin die Reise führen soll. Klassisch ist diese Phase vor allem bei Teenagern und jungen Erwachsenen, die auf der Suche nach dem eigenen Weg sind, herausfinden wollen, was sie glücklich macht und dabei nicht selten zunächst den ein oder anderen Umweg machen.

    Doch auch in anderen Lebensphasen kennt wohl jeder die gefühlte Ziellosigkeit und den Wunsch, endlich etwas zu finden, das wirklich zu den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen passt. Die Suche wird von den meisten als sehr anstrengende Phase der Unsicherheit wahrgenommen, an deren Ende aber im besten Fall ein klares Ziel steht.

  2. Das Streben

    Genau dieses Ziel gilt es in der zweiten Phase zu erreichen. Man hat für sich selbst etwas ausgemacht, das es nun umzusetzen gilt. Für manch einen ist das selbst gesetzte Ziel eine große Herausforderung, benötigt einige Zeit und kann durchaus mit einigen Rückschlägen verbunden sein. Andere Ziele sind deutlich kleiner oder schneller zu erreichen - was sie aber nicht weniger wichtig macht. Sie alle haben gemeinsam, dass sie für die jeweilige Person wichtig sind und dem Handeln eine Bedeutung geben.

    Wie genau dieses Streben aussieht, kann sehr verschieden sein und hängt in hohem Maße auch vom jeweiligen Ziel ab. Es kann das Wunschstudium sein, um berufliche Erfüllung zu finden oder auch die Suche nach dem richtigen Partner, um den langersehnten Wunsch nach einer Familie zu erfüllen.

  3. Das Gleichgewicht

    In der dritten Phase des Glücklichseins ändert sich für viele der Fokus. Es geht nicht mehr darum, immer mehr zu erreichen, sondern ein Gleichgewicht zu schaffen und sich möglichst langfristig an dem zu erfreuen, was man sich durch die teils anstrengende Zeit des Strebens erarbeitet hat.

    Ein wichtiger Aspekt ist der Erhalt des eigenen Glücks, das oft schnelllebig sein kann. Aus diesem Grund versucht man sich abzusichern und schmiedet Pläne, die das Gleichgewicht erhalten sollen.

  4. Die Bedeutung

    Schafft man es, ein Gleichgewicht herzustellen, ist der nächste Schritt, eine wirkliche Bedeutung in dem zu finden, was man tut. Stellen Sie sich vor, Sie wollten immer Führungskraft in einem großen Unternehmen werden, haben darauf hingearbeitet, die Position erreicht und in der dritten Phase daran gearbeitet, ein stabiles Gleichgewicht zu erzeugen. Nun geht es darum, die tiefere Bedeutung zu erkennen.

    Kann man mit dem, was man erreicht hat, etwas bewegen und Menschen helfen? Oder kann man beispielsweise den eigenen Job nutzen, um sich und der Familie alles bieten zu können, was man schon immer wollte? Je mehr Bedeutung man in seinen Handlungen und Entscheidungen sieht, desto größer wird das empfundene Glück.

  5. Die Freude

    Sind die ersten Phasen abgeschlossen, kann man sich endlich der angenehmsten Phase zuwenden: Der reinen Freude. Man hat die selbst gesteckten Ziele erreicht, dafür gesorgt, dass die positive Situation möglichst langfristig erhalten bleibt und eine Bedeutung darin gefunden. Nun hat man es verdient, dies auszukosten, sich zurückzulehnen und das Glück zu genießen.

    Die schlechte Nachricht: Das hier empfundene Glück ist nur in den seltensten Fällen ein anhaltender Dauerzustand. Selbst wenn die letzte Phase erreicht wird, beginnt der Kreislauf meist irgendwann wieder von vorne und man beginnt, nach etwas Neuem zu suchen, das glücklich macht.

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