Es ist ein zugegebenermaßen nicht ganz neues Problem: Wer wie ich ein MacBook Pro, ein iPhone und ein iPad besitzt, möchte ab und an mal Fotos und auch Videos zwischen den drei Geräten austauschen – etwa um sie auf dem jeweils anderen zu bearbeiten oder um einfach seine Archive zu synchronisieren. Im Netz gibt es dazu inzwischen unzählige Empfehlungen, Anleitungen, Tipps. Ich habs aber gerne einfach – und inzwischen meine Lösung gefunden, die ich an der Stelle gerne weitergeben: PhotoSync – eine App aus Appstore.

PhotoSync kostet 1,59 Euro. Aber dafür bietet die App wirklich einiges: nämlich das kabellose Austauschen von Fotos und Videos in diverse Richtungen und zu allen Geräten, die die App aktiviert haben. Also im Zweifel via Bluetooth auch zu Geräten von Bekannten.

Für iPhone und iPad ist die Installation leicht: App im Appstore einmal (!) bezahlen und dann auf alle Endgeräte laden und installieren. Für seinen Mac, das MacBook (oder den PC) muss allerdings noch zusätzlich das kostenlose Zusatzprogramm (Companion) heruntergeladen, installiert und aktiviert werden (dass das der Fall ist, sieht man am roten Empfangssymbol oben wie in der Abbildung), damit die Bilder auch vom iPhone beziehungsweise iPad zum Mac oder umgekehrt transferiert werden können. Danach

Danach können Sie Ihre Videos und Bilder nach herzenslust und zu allen erdenklichen Orten kabellos transferieren beziehungsweise synchronisieren – und zwar:

  • Von iPhone zu iPad
  • Von iPad zu iPhone
  • Von iPhone/iPad zu Mac/PC
  • Von Mac/PC zu iPhone/iPad
  • Von iPhone/iPad zu Flickr
  • Von iPhone/iPad zu Dropbox
  • Von iPhone/iPad zu einem FTP-Server
  • Selbst das Websharing ist damit möglich

Zur Übertragung wählt die App in der Regel das WiFi, in dem sich die Geräte gemeinsam befinden, das geht schneller. Sollte das aber gerade nicht der Fall sein – etwa im Urlaub – wird auch eine Bluetooth-Verbindung aufgebaut. Die Übertragung dauert dann nur freilich länger.

Und so geht’s

Was mich an der App am Ende überzeugt hat: Das Synchronisieren der Bilder und Videos ist damit wirklich kinderleicht. Exemplarisch sei das hier kurz mit drei Screenshots vom iPad erklärt:

Zunächst wählt man den Fotoordner (Symbol oben links) aus, von dem die Bilder transferiert werden sollen. Durch einfaches Antippen der Bilder werden diese markiert (rotes Häkchen rechts unten). Wer den gesamten Ordnerinhalt synchronisieren will, kann diesen Schritt auch überspringen. Anschließend tippt man auf den roten Doppelpfeil oben rechts…

Nun muss man sich entscheiden, ob man alle Fotos (Zahl in Klammern) oder eben nur die ausgewählten synchronisieren will. In diesem Beispiel nehme ich nur die ausgewählten. Anschließend öffnet sich ein neues Menü und fragt nach dem Zielort. Also wohin die ausgewählten Fotos kopiert werden sollen – iPhone, iPad, Computer (Mac/PC), Dropbox, …

Wählt man nun beispielsweise den Computer aus, öffnet sich ein drittes Fenster und zeigt alle Geräte an, die im Netzwerk erkannt wurden. Wichtig ist spätestens jetzt, dass die Apps in den Empfangsgeräten aktiviert sind beziehungsweise der Companion im Computer aktiviert wurde und auf Empfang ist. Danach tippt man nur noch das Zielgerät an und der Transfer beginnt.

Wer indes von seinem Mac oder PC Bilder auf sein Tablet oder iPhone schicken will, klickt entsprechend oben auf das rote Empfangsymbol, wählt die Einstellung “Fotos/Videos senden” und wählt diese dann aus dem entsprechenden Ordner aus. Danach folgt dieselbe Prozedur aus Zielort und Zielgerät festlegen und Synchronisation starten.

Also wirklich sehr simpel – und so sollte es auch sein. Das spart das lästige und deutlich kompliziertere Synchronisieren via iTunes. Insbesondere bei Videos ist das eine echte Erleichterung. Nur eine Sache nimmt einem die PhotoSync-App hierbei nicht ab: Die Videos müssen das richtige Format haben. Andernfalls warnt einen das Programm, dass das Video nicht übertragen werden kann, weil etwa das iPad das Format nicht unterstützt.

Das Tutorial zur PhotoSync-App

Und weil Bilder und Videos manchmal mehr sagen, als 647 Worte – hier noch ein kurzes Tutorial zur PhotoSync-App im Einsatz: