PIN-Codes, TAN-Nummern, Passwörter, Login-Daten – in dem Maß wie Zugangscodes zunehmen, wird es schwerer sich die teilweise kryptischen Zeichen- und Zahlenfolgen zu merken. Das Dilemma: Je sinnloser und länger die Passwörter, desto sicherer sind sie, desto schwerer sind sie aber auch zu behalten. Und aufschreiben und unverschlüsselt abspeichern ist tabu – leichter kann man es Datendieben nicht machen.

Mein Kollege Thomas Kuhn hat sich in der aktuellen WirtschaftsWoche mit diversen Software-Schlüsseldiensten und Verschlüsselungstechniken beschäftigt. Davon finde ich zwei simple Methoden besonders empfehlenswert:

  1. Der Masterschlüssel Statt vieler Zahlenschlüssel merken Sie sich ein Masterwort von mindestens zehn Buchstaben. Mit dem verschlüsseln sie anschließend alle anderen Codes. Ein Beispiel: Nehmen Sie das Wort Herbstwald. Nun ersetzen Sie die Zahlen Ihrer PIN durch einen Buchstaben an der entsprechenden Stelle aus dem Masterwort. Aus 3419 würde so rbHl. Wichtig ist nur, dass sich im Schlüsselwort innerhalb der ersten zehn Buchstaben keiner wiederholt. Die so verschlüsselten Passwörter können Sie durchaus notieren – nur die, nie (!) das Masterwort. Ohne den Schlüssel lassen sich die Codes kaum noch rekonstruieren.
  2. Der Code-Mix Mixen Sie zwei Schlüssel aus Zahlen und Buchstaben zu einem. Also etwa Ihren Hochzeitstag plus den Geburtsort Ihres Partners. Aus dem 29. Februar 2008 und Berlin wird so: 2B9EoR2LoI8N. Der Effekt lässt sich steigern, indem Sie den Code rückwärts aufschreiben (n8i0l2r0e9b3) oder etwa Buchstaben durch Sonderzeichen ersetzen. Aus „T“ wird dann „+“, aus „E“ wird „3“, aus „H“ wird „#“ aus „i“ wird „!“ und aus „S“ wird „$“.