Falls Sie Blogger sind, dürften auch Sie sich gewundert haben, warum Sie vergangene Woche eine grünes Schulheft im Briefkasten fanden. Ich jedenfalls habe mich zuerst gewundert. Aber keine Bange, das wird jetzt kein selbstreferenzieller Ego-Artikel, sondern vielmehr eine kurze Erklärung, was dahinter steckt:
Absender des Schulhefts ist nämlich Pons – genau: jener Verlag, den viele von den grünen Wörterbüchern kennen, mit deren Hilfe sie vielleicht ein paar Sprachen erlernt oder Texte übersetzt haben. Die grünen Schulhefte indes sind Teil einer Online-Marketingstrategie, mit der Pons, beziehungsweise dessen Eigner, die Stuttgarter Ernst Klett AG, den Duden-Verlag attackiert. Der nämlich gilt bisher als Nummer Eins in Sachen deutsche Rechtschreibung.
Vergangene Woche jedoch startete Pons ein neues Sprachportal im Netz, das im Gegensatz zum Online-Duden den kompletten Zugriff auf seine rund 140.000 Begriffe erlaubt, der Duden gestattet das im Netz bisher nur auszugsweise. Zudem soll das Pons-Portal durch von Nutzern eingereichte Begriffe wachsen – ein bisschen Web 2.0 Flair braucht es heute schließlich. Im September soll dann das gedruckte Nachschlagewerk folgen. So stand es heute übrigens auch in der aktuellen WirtschaftsWoche, geschrieben von meinem Kollegen Thomas Kuhn. Lange Geschichte, kurzer Sinn: alles nur ein Marketinggag – aber ein nett und individuell gemachter. Immerhin.
1. Kommentar
jaydee
26.07.09 um 15:00 Uhr
Im Reader war drunter ne AdSense Anzeige: Der neue Duden
25. Auflage des Standardwerks dt. Rechtschreibung portofrei kaufen!
*fail :P
2. Kommentar
Jochen Mai
26.07.09 um 17:30 Uhr
Hahaha… Das SEM ist offenbar vergessen worden.
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