TelefonierenWer sich freiwillig oder gezwungenermaßen mit dem Thema Jobsuche beschäftigt merkt schnell, dass hier wahrlich kein Informationsmangel herrscht. Hunderte, vermutlich sogar tausende Bücher, Ratgeber und Artikel wurden dazu bereits verfasst. Für Bewerber ist es jedoch alles andere als einfach, aus dieser Informationsflut die wichtigen und wertvollen Informationen herauszufiltern. Diesem Problem wollen wir uns heute annehmen und haben für Sie einen Ratgeber mit den wichtigsten Tipps, Tricks und Links rund um Jobsuche und Bewerbung zusammengestellt.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Im folgenden Artikel gehen wir die wichtigsten Punkte von Jobsuche und Bewerbung nach und nach durch. Unter jedem Abschnitt finden Sie weiterführende Links, mit denen Sie das jeweilige Thema noch vertiefen und ausführlicher bearbeiten können. Wenn wir einen für Sie wichtigen Aspekt zu wenig oder nicht berücksichtig haben, freuen wir uns über Ihre Ergänzung in den Kommentaren.

Stellensuche und Recherche

Der erste Schritt einer jeden Jobsuche besteht logischerweise in der Suche nach der passenden Stelle. Klassischerweise beginnt die Suche auf den großen Jobportalen wie Monster, Stepstone, Experten, Meine Stadt oder der Jobbörse der Arbeitsagentur. Um die Suche nach aktuellen und passenden Stellen zu erleichtern, sollten Sie als Bewerber die Möglichkeiten der automatischen Suche und E-Mail-Benachrichtigung nutzen. Eine weitere Funktion, die von den meisten Jobportalen angeboten wird: Die Erstellung eines – auf Wunsch auch anonymen – Bewerberprofils. Dadurch erhöhen Sie Ihre Chancen, von potentiellen Arbeitgebern gefunden zu werden. Ach ja, passende Stellen finden Sie natürlich auch in unserer Jobbörse.

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Online-, E-Mail- oder Papier-Bewerbung?

In den letzten Jahren könnte bei manchem Bewerber der Eindruck entstanden sein, dass Bewerbungen in Papierform kaum noch gefragt sind. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Denn auch wenn der Trend klar zur Online- und E-Mail-Bewerbung geht, gibt es nach wie vor zahlreiche Firmen, die eine Bewerbung auf Papier bevorzugen. Diese Präferenz ist vor allem in Traditionsunternehmen und bei Bewerbungen für Führungspositionen klar zu erkennen. Wer sich jedoch initiativ bewirbt, darf und sollte dies ruhig in Form einer eigenen Webseite und auf kreative Art und Weise tun. Und wenn das Wunsch-Unternehmen eine Bewerbungsform ausdrücklich bevorzugt, ist ohnehin klar, wie Sie sich bewerben.

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Bewerbungsmappe – Karton oder Kunststoff?

Wer sich für eine Bewerbung in Papierform entscheidet, braucht dafür natürlich die passende Bewerbungsmappe. Die Frage, ob Karton- oder Kunststoffmappe ist schlussendlich Geschmacksache. Kunststoffmappen mit durchsichtigem Cover sind für Personaler meist einfacher nutzbar während Kartonmappen einen hochwertigen Eindruck hinterlassen und bei der Haptik klar punkten können.

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Bewerbungsanschreiben – die Visitenkarte

Das Bewerbungsanschreiben wird oft als die Visitenkarte eines Bewerbers bezeichnet. Da ein Deckblatt – wenn überhaupt – nur bei Bewerbungen in Papierform zum Einsatz kommt, wird das Anschreiben vom Personaler meist zuerst wahrgenommen. Daher gilt: Neben den formalen Kriterien sollten Sie als Bewerber unbedingt auf eine ansprechende Form und ein übersichtliches Layout achten. Wenn Sie mit grafischen Elementen arbeiten, müssen sich diese natürlich auch im Lebenslauf wiederfinden, das gilt auch für die Schriftart und eine mögliche Kopfzeile.
Beschränken Sie Ihr Anschreiben bitte auf eine A4-Seite und weichen Sie von dieser Länge nur in Ausnahmen ab. Ein letzter Punkt: Sicher müssen Sie Ihre Stärken im Anschreiben deutlich machen. Doch der Text wirkt ansprechender, wenn Sie diese nicht einfach aufzählen, sondern durch Beispiele verdeutlichen.

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Lebenslauf – Übersicht aller Qualifikationen

Denken Sie bitte daran: Ihr Lebenslauf dient dazu, Werdegang, Erfahrung und Qualifikationen kurz und knapp darzustellen. Ganze Sätze oder ausführliche Beschreibungen haben hier nichts zu suchen, diese gehören ganz klar ins Anschreiben. Rein formal können Sie sich natürlich an die klassisch-chronologische oder die europäische Struktur halten. Es spricht jedoch in vielen Branchen nichts dagegen, den Lebenslauf zu designen und optisch ansprechend zu gestalten. Immer unter der Voraussetzung, dass darunter die Übersichtlichkeit nicht leidet.

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Dritte Seite und Arbeitszeugnisse

Die dritte Seite ist das Thema einer fast schon quasi-religiös geführten Diskussion. Während die einen darauf schwören, tun andere sie als überflüssigen Schnick-Schnack ab. In der Praxis sollte die dritte Seite hoch qualifizierten Fach- und Führungskräften vorbehalten bleiben und herausragende Leistungen, Qualifikationen und Erfahrungen darstellen. Arbeitszeugnisse sind hingegen fester Bestandteil jeder Bewerbung, die letzten zwei, besser noch drei Zeugnisse sollten auf jeden Fall dabei sein.

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Netzwerkarbeit und Social Media

Neben der bisher skizzierten klassischen Bewerbung und Jobsuche sollte Bewerber auch ihr bestehendes Netzwerk aktivieren und nutzen. Social Media eignen sich dafür ganz hervorragend. Wer auf einem eigenen Blog seine Kompetenz unter Beweis stellt, seine Bewerbung dann noch als dezidierte Homepage online stellt und sich in den sozialen Netzwerken aktiv einbringt, kann sich nach und nach eine positive Reputation aufbauen. Diese Reputation macht es möglich, dass potentielle Arbeitgeber von sich aus auf den Bewerber aufmerksam werden. Diese Methode ist jedoch eher mittel und langfristig ausgelegt und bringt selten kurzfristige Ergebnisse.

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Karrieremessen und -events

Eine weitere Form der Netzwerkarbeit ist der Besuch von Karrieremessen und anderen Events. Bei solchen Veranstaltungen könne Bewerber mit Unternehmen direkt ins Gespräch kommen und so manche bürokratische Hürde umgehen. Doch auch die potentiellen Kontakte mit anderen Bewerbern sollten nicht vernachlässigt oder unterschätzt werden. Ein gut ausgebautes und aktiv gepflegtes Netzwerk ist für die Jobsuche grundsätzlich von Vorteil. Die wichtigsten Job- und Karrieremessen finde Sie in unserem Karrierekalender.

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Selbstbewusste Haltung und Auftreten

Im gesamten Prozess der Jobsuche spielen Haltung und Einstellung des Bewerbers eine entscheidende Rolle. Wer sich selbst als Bittsteller sieht und verkauft, darf sich nicht wundern, wenn er nur mittelmäßige Jobangebote erhält. Sind Sie sich jedoch Ihrer Stärken bewusst und treten Sie selbstbewusst – nicht arrogant (!) – auf, können Sie als Verhandlungspartner auf Augenhöhe agieren. Machen Sie sich immer bewusst: Sie wollen keine Almosen sondern bieten dem Unternehmen Ihre Zeit, Arbeitskraft und Kompetenz an.

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Jobwechsel oder Selbstständigkeit?

Was viele Arbeitnehmer zu vergessen scheinen: Der Verlust des Arbeitsplatzes muss – entsprechende Qualifikationen vorausgesetzt – nicht zwingend den Beginn einer Jobsuche bedeuten. Nehmen Sie sich etwas Zeit und prüfen Sie, ob statt einem neuen Job vielleicht auch die Arbeit als Freiberufler oder Selbstständiger in Frage kommt. Es kann durchaus sein, dass Sie die Arbeit als Angestellter vorziehen. Doch wenn Sie die Option nicht ernsthaft prüfen, werden Sie das eben nie wirklich wissen.

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