SaleOutplacement (oder Newplacement) ist eine Art persönliche Beratung (manchmal auch Coaching) für gekündigte Mitarbeiter, die in der Regel vom Arbeitgeber bezahlt wird, damit die Entlassenen schneller und leichter wieder zurück in den Job finden. Der Umfang der Beratung variiert alledings. Das teuerste, für die Betroffenen aber angenehmste Rundumsorglospaket ist die sogenannte Garantieberatung, das heißt: Der Mitarbeiter wird solange betreut, bis er eine neue Festanstellung hat.

Nur selten entstammt das Outplacement-Angebot von Seiten des Arbeitgebers allerdings reinem Gutmenschentum. Eher steckt dahinter das Ziel, die Betroffenen schneller aus dem Unternehmen zu befördern und so einen langwierigen Arbeitsrechtsstreit zu vermeiden sowie in der Öffentlichkeit als fairer Arbeitgeber dazustehen. Und das scheint zu funktionieren, so verzeichnet die Bonner Wirtschaftsakademie (BWA) seit Beginn der Wirtschaftskrise eine mehr als doppelt so hohe Nachfrage nach Outplacement-Beratung wie bisher. Zugleich hat sie 100 Personalexperten zu dem Thema befragt, Ergebnis:

  • 75 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass sich das Angebot positiv auf das Betriebsklima und die Produktivität der verbliebenen Mitarbeiter auswirkt.
  • 55 Prozent meinen, dass sich so die Reibungsverluste bei der Kündigung minimieren.
  • 20 Prozent halten die gleichzeitigen Einsparungen für Abfindung und Freistellung für einen wichtigen Vorteil von Outplacement.
  • 67 Prozent der Befragten sagten indes, dass Outplacement vor allem bei Beschäftigten mit einem Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro eingesetzt wird.
  • 49 Prozent schätzen den Anteil der Unternehmen, die Outplacement für Führungskräfte anbieten auf 10 bis 20 Prozent. Ein Viertel gar auf 20 bis 30 Prozent.
  • 45 Prozent gaben an, dass in der Gehaltsklasse zwischen 75.000 und 100.000 Outplacement am häufigsten genutzt wird.
  • Nach Einschätzung von 76 Prozent kommen jedoch normale Beschäftigte bei allenfalls 10 Prozent der Unternehmen in den Genuss einer solchen Beratung.