Jeden Montag dasselbe Bild: Irgendwie stehen Sie schon mit dem falschen Bein auf, beim Frühstück hüpft die Kirschmarmelade samt Brötchen direkt auf das weiße Hemd und am viel zu heißen Kaffee verbrühen Sie sich die Zunge. Klar, dass Ihre Laune anschließend in dieselbe Richtung zeigt wie Ihre Mundwinkel: nach ganz unten.
Ein Grund: Viele lassen es am Wochenende richtig krachen oder versuchen – aufgrund einer falsch verstandenen Work-Life-Balance – ein Leben nachzuholen, das sie unter der Woche vermisst haben. Ihr Alltag fühlt sich verzweifelt unfertig an – work in progress. Entsprechend betrinken sich die einen hemmungslos, andere pennen bis in die Puppen, wieder andere stürzen sich ins Nachtleben. Doch das alles zehrt nicht nur an den Kräften, es bringt vor allem den Biorhythmus gewaltig durcheinander. Folge: Am Montag befinden sie sich in einer Art Mini-Jetlag. Im Normalzustand beginnt der Körper bei den meisten Menschen ab vier Uhr nachts mit der Ausschüttung des Stresshormons Kortisol. Das ist ein natürlicher Wecker. Sobald der Pegel seinen Höchststand erreicht, wachen wir auf und sind fit für den Tag. Wer aber am Wochenende ordentlich auf den Putz haut, wirbelt diesen Rhythmus erheblich durcheinander, sodass der Radiowecker zwar am Montagmorgen klingelt, der Körper aber noch im Tiefschlaf weilt.
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