Danach gefragt, woran man die fleißigsten und loyalsten Mitarbeiter erkennt, würden wohl die meisten auf jene Kollegen zeigen, die morgens schon als erste an ihren Schreibtischen sitzen und abends immer noch für die Company schufften, wenn in den meisten Büros bereits das Licht aus ist. Weit gefehlt! Eine aktuelle Umfrage unter rund 10.000 US-Angestellten des Kenexa Research Institute zeichnet ein überraschend anderes Bild: Die loyalsten, das sind die Telearbeiter.

Ganze 54 Prozent derjenigen, die daheim im Homeoffice per PC und Telefon ihrem Job nachgehen, lobten die “offene und ehrliche” Kommunikation mit ihren Vorgesetzten und Kollegen. Bei den Kollegen im Betriebsbüro sagten das nur 44 Prozent. Mehr noch: 53 Prozent der Telearbeiter gaben an, in den kommenden zwölf Monaten nicht vorzuhaben, ihr Unternehmen zu verlassen. Bei den Bürokollegen planten das nur 46 Prozent. Und um noch einen draufzusetzen: 58 Prozent der Heimarbeiter unterstrichen die Aussage, dass das Management ihnen das Gefühl gibt, wie wichtig sie für den Erfolg des Unternehmens seien. Nur 51 Prozent ihrer pendelnden Kollegen waren deselben Meinung. Von denen glaubten auch nur 44 Prozent, dass ihre Chefs ehrlich zu ihnen sind. Von den Telearbeitern sagten das deutlich mehr: 53 Prozent.

Kurzum: Die Männer und Frauen an der langen Leine fanden ihren Job besser, hielten mehr von ihren Chefs und fühlten sich verbundener zum Unternehmen. Einziger Schönheitsfehler an der Studie: Bisher arbeiten allenfalls vier Prozent von zuhause aus. Aber wer weiß: Bei der Einstellung könnten es schon bald mehr werden…