Twitter, Facebook, Google+, Youtube, Foursquare, Instagram, Posterous, Tumblr, WordPress – wer soll da noch den Überblick behalten? Stimmt. Mit der wachsenden Zahl der sozialen Netzwerke, der Apps und Tools steigt zugleich das Informationsaufkommen und das latent schlechte Gewissen irgendetwas Wichtiges zu verpassen. So ganz eliminieren lässt sich dieses Gefühl nie, wohl aber reduzieren. Etwa durch einen leistungsstarken und gut gepflegten Feed-Reader. Seit Jahren schon nutze ich dazu den Google-Reader und verknüpfe den über die App Byline mit meinem iPhone und iPad (für Android gibt es diverse Alternativen). Auf die Weise verfolge ich bequem mehr als 200 Blogs und Webseiten, ohne diese direkt anklicken zu müssen. Hinzu kommen diverse Google-Alerts, die ich ebenfalls auf den Feed umgeleitet habe. Aber es geht noch mehr…
RSS-Feeds sind die Killerapplikation des Social Webs – und das Vademecum, um all die wachsenden Informationen im Blick zu behalten. Entsprechend unverständlich war es als Twitter vor einiger Zeit – ohne große Vorwarnung – die Zahl seiner RSS-Feeds dramatisch reduzierte. Auf einmal war es nicht mehr möglich, aus Tweets Feeds zu erzeugen. Scheinbar. Tatsächlich existiert diese Funktion, nur etwas versteckt, auch weiterhin – als klassischer Workaround. Mithilfe der Twitter-API oder aber der Twitter-Suche lassen sich noch immer gezielt Feeds zu Profilen, Hashtags oder Suchwörtern erzeugen.
Um diese Funktionen zu nutzen und zu ihren bestehenden RSS-Abonnements hinzuzufügen, kopieren Sie bitte einfach die entsprechenden Zeilen und tauschen entweder den Namen “karrierebibel” oder entsprechende Keywords aus.
RSS-Feeds für Twitter erzeugen
Die Timeline eines Twitterati in einen Feed verwandeln:
- http://api.twitter.com/1/statuses/user_timeline.rss?screen_name=karrierebibel
Einen RSS-Feed aus den Erwähnungen eines Nutzers generieren:
- http://search.twitter.com/search.rss?q=@karrierebibel
Aus den Favoriten eines Nutzers einen RSS-Feed erzegen:
- http://api.twitter.com/1/favorites.rss?screen_name=karrierebibel
Nach einem bestimmten Hashtag suchen und den als RSS-Feed ausgeben
(Beispiel: #karrierebibel):
- http://search.twitter.com/search.rss?q=%23karrierebibel
Nach einem beliebigen Begriff suchen und den in einen RSS-Feed verwandeln (Beispiel: Twitter Tipps):
- http://search.twitter.com/search.rss?q=twitter%20tipps
RSS-Feeds für Facebook und Gruppen
Auch wenn Sie gezielt einigen Facebook-Fanseite oder öffentlichen Gruppen folgen möchten, können Sie das per RSS-Feed. In der Regel funktionieren entsprechende Tools über die ID der Seite. Weil die meisten aber auf sogenannte Vanity-URLs umgestellt haben (wir auch, etwa: https://www.facebook.com/karrierebibel), sind diese schwerer zu erkennen. Aber nicht unmöglich: Nutzen Sie dazu Facebooks Open Graph, indem Sie den Namen der Vanity-URL ans Ende packen:
- https://graph.facebook.com/karrierebibel
Die ID finden Sie etwas unterhalb der Mitte in der Zeile:
- “id”: “106107182757291″
Ab jetzt ist es einfach: Kopieren Sie die ID-Nummer in die folgende Zeile und geben Sie diese bei Ihren RSS-Abonnements ein:
- http://www.facebook.com/feeds/page.php?format=rss20&id=106107182757291
Auch öffentlichen Facebook-Gruppen können Sie auf diese Weise folgen. Allerdings wird hierzu noch ein weiteres Tool benötigt: Wallflux. Zunächst aber benötigen Sie wieder die ID der Gruppe, die sich hierbei allerdings meist sofort aus der URL erkennen lässt. Falls nicht finden Sie diese über den ID-Finder von Wallflux.
Anschließend kopieren Sie diese ID und lassen sich auf der Hauptseite von Wallflux: eine rss-fähige URL erzeugen. Diese geben Sie ebenfalls wieder in Ihren Feed-Reader ein.
RSS-Feeds für Pinterest
Falls Sie zudem wissen beziehungsweise überwachen wollen, welche Inhalte Ihrer Seite auf Pinterest gepinnt werden, lässt sich auch dieser Alarm in einen RSS-Feed verwandeln. Ersetzen Sie dazu bitte zunächst in der folgenden URL unsere Domain durch Ihre:
- http://pinterest.com/source/karrierebibel.de
Im nächsten Schritt legen Sie sich einen Account bei Feed43 an, einem kostenlosen RSS-Feed-Generator. Nachdem Sie angemeldet sind, fügen sie die dort obige URL ein.
In dem Feld “Item (repeatable) Search Pattern” müssen Sie jetzt folgende Zeile ergänzen:
<p class=”description”>{%}</p>{*}
<a href=”{%}” title=”{%}” class=”ImgLink”>{*}
Anschließend klicken Sie bitte auf extract. Sie sehen dann bereits eine erste Vorschau Ihres neuen Feeds. Im nächsten Schritt müssen Sie im Feld “RSS item properties” folgende Zusätze einfügen:
{%2}
Item Link Template:
http://pinterest.com/pin/{%1}
Item Content Template:
Gepinnt von <a href=”{%3}”>{%4}</a></p>
Fertig. Die RSS-URL, die Sie nun erhalten, können Sie wieder bequem mit Ihrem Feed-Reader abonnieren. Und ab sofort monitoren Sie alles, was von Ihnen auf Pinterest erscheint.
Nützliche RSS-Tools
Leider ist es bei manchen Webseiten so, dass Sie Ihre RSS-Feeds verkürzen – meist mit dem Zweck, dass man die Seite direkt aufrufen muss, um den Artikel vollständig zu lesen. Muss man aber gar nicht, auch hierzu gibt es längst nützliche Tools, um derartige Hürden zu übergehen:
- Wizzardrss ist so ein Tool.
- Fulltextrssfeed auch.
Allerdings ist es auch so, dass diese Tools nur funktionieren, solange die dazugehörigen Blogs und Seiten abrufbar sind. Falls zu viele gleichzeitig zugreifen und sich der Server verschluckt, husten diese Tools leider mit. Naja, man kann nicht alles haben.
Oder kennen Sie noch mehr nützliche RSS-Tools und Tipps, die hier noch fehlen?
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Freizeitcafe
Lieber Jochen, wir vom Freizeitcafe wünschen Dir schon jetzt schöne Weihnachten!
oschmie
Vielleicht noch page2rss.com. Jede Seite zum Feed machen.
Und schöne Feiertage euch allen!
Chris
Die Organisation der täglichen Feed-Zeitung, die hier angedeutet wird, kommt mir aber noch sehr kompliziert vor. Die Masse der Menschen wird man so nicht zur Anwendung bringen. Von daher sehe ich den Killer noch skeptisch.
Jochen Mai
Was genau findest du daran kompliziert? Einmal eingerichtet läuft das von alleine.
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andreas
Leider sind im Feed eines Twitterkontos die URL und @Twitterkonto-Links nicht verdrahtet; bei den Suchbegriff-Feeds (@Twitterkonto o.ä.) sind die Links eines Tweets noch mit enthalten.
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