Dass Personaler und Headhunter zunehmend das Internet, die Sozialen Netzwerke und virtuellen Clubs nutzen, um die Lebensläufe von Bewerbern und Kandidaten zu durchleuchten, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Das dieser Trend global zunimmt, aber vielleicht noch nicht. So hat jetzt eine neue US-Umfrage ermittelt: 22 Prozent der Arbeitgeber nutzen bereits virtuelle Netzwerke zum Reputations-Check, 9 weitere Prozent haben dies zumindest vor. Aber: 2006 waren es insgesamt erst 11 Prozent der Arbeitgeber, beinahe eine Verdreifachung des Interesses an Online-Profilen.
Interessanter aber ist, was die Personaler auf den Webseiten vornehmlich suchen:
- 41 Prozent suchen nach Hinweisen auf Alkohol- oder Drogenkonsum.
- 40 Prozent interessiert, ob sie dort diskreditierende Fotos in den Profilen finden.
- 29 Prozent schätzen so die kommunikativen Fähigkeiten ein.
- 28 Prozent fahnden nach übler Nachrede über Ex-Arbeitgeber oder -Kollegen.
- 27 Prozent achten auf falsche oder zweifelhafte Qualifikationen.
- 22 Prozent schrecken unprofessionelle Profilnamen ab.
- 21 Prozent suchen nach Links, die etwa auf kriminelles Verhalten hinweisen.
- 19 Prozent achten darauf, ob vertrauliche Informationen des letzten Arbeitgebers preisgegeben werden.
Die Umfrage zeigt aber auch: 24 Prozent der Personalverantwortlichen fanden in den Profilen ebenso Informationen, die sie von den Kandidaten überzeugten und die sie deswegen einstellten. Umgekehrt heißt das gleichzeitig für Bewerber: Entfernen Sie alle potenziell diskreditierenden Bilder, Links oder Namen. Aktualisieren Sie Ihr Profil regelmäßig und achten Sie darauf, dass die dortigen Informationen ein stimmiges und positives Bild von Ihnen zeichnen. Und googeln Sie regelmäßig Ihren Namen, um herauszufinden, welche Webseiten auch ein suchender Personaler zuerst findet. Die sollten dann Ihre volle Aufmerksamkeit bekommen.



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