Einen Barkeeper soll man nicht heiraten, heißt es so schön. Früher oder später lernt er doch eine andere kennen und brennt mit ihr durch. Aber stimmt das? Oder ist es am Ende auch wieder nur so ein Klischee? Michael Aamodt und Shawn McCoy von der Radford Universität sind der uralten Frage tatsächlich mit wissenschaftlicher Methode nachgegangen und haben genauer untersucht, ob es Berufe gibt, die, nunja, eher Gift für ein glückliches Familienleben sind.
Dabei haben sie insbesondere Daten des amerikanischen Mikrozensus ausgewertet, beziehungsweise die Scheidungsraten in einzelnen Berufsgruppen. Herausgekommen ist dabei eine Liste jener Berufe, in denen man – statistisch – die größte Gefahr läuft, auf eine Scheidung oder gar einen Rosenkrieg zuzusteuern. Die Rangliste bezieht sich zwar auf die amerikanische Gesellschaft, allerdings dürfte sich der hiesige Lebenswandel in den genannten Berufen nicht merklich unterscheiden. Ob man das deshalb allerdings allzu ernst nehmen sollte, ist eine andere Frage. Unterhaltsam ist die Liste aber allemal – inbesondere für alle, die manches Klischee bestätigt sehen wollen. Und das sind sie…
Die 15 Berufe, die Ihre Ehe am stärksten gefährden
- Tänzer/Choreograph – Scheidungsrate: 43,05 Prozent
- Barkeeper – Scheidungsrate: 38,43 Prozent
- Masseur - Scheidungsrate: 38,22 Prozent
- Croupier – Scheidungsrate: 34,66 Prozent
- Maschinenführer – Scheidungsrate: 32,74 Prozent
- Casino-Mitarbeiter – Scheidungsrate: 31,35 Prozent
- Fabrikarbeiter (speziell in der Ernährungs- und Tabakindustrie) – Scheidungsrate: 29,78 Prozent
- Callcenter-Agent – Scheidungsrate: 29,30 Prozent
- Krankenschwester – Scheidungsrate: 28,95 Prozent
- Cheerleader – Scheidungsrate: 28,49 Prozent divorce
- Portier/Concierge – Scheidungsrate: 28,49 Prozent
- Telefonverkäufer – Scheidungsrate: 28,10 Prozent
- Kellner – Scheidungsrate: 27,12 Prozent
- Dachdecker – Scheidungsrate: 26,85 Prozent
- Putzfrau – Scheidungsrate: 26,38 Prozent
Bonus: Die ehefreundlichsten Berufe
- Agraringenieur – Scheidungsrate: 1,78 Prozent
- Augenoptiker – Scheidungsrate: 4,01 Prozent
- Bahnpolizist - Scheidungsrate: 5,26 Prozent
- Pastor – Scheidungsrate: 5,61 Prozent
- Vertriebstechniker – Scheidungsrate: 6,61 Prozent
- Fußpfleger – Scheidungsrate: 6,81 Prozent
- Kernenergie-Ingenieur – Scheidungsrate: 7,29 Prozent
Das verflixte 7. Jahr
Übrigens: Das sprichwörtliche verflixte siebte Jahr ist in Wahrheit das sechste. Laut statistischem Bundesamt zerbrechen die meisten Ehen im sechsten Jahr (siehe Grafik):







Robert
Wenn eine Ehe nach sechs Jahren</em geschieden wird, ist sie im siebten Jahr! Ich feiere an meinem 37ten Geburtstag (37 Jahre nach der geburt) auch den Übergang in das 38te Lebensjahr.
Jochen Mai
Aber sie wird ja im sechsten Jahr laut Grafik geschieden… Was Sie vermutlich verwirrt hat, ist die Formulierung “nach Ehejahren”. Das ist in der Statistiksprache aber eine gängige Floskel für eine Unterscheidung der Skalenwerte. Die Aufstellung in der horizontalen Achse erfolgt also unterschieden nach Ehejahren. Aber scheiden lassen sich die 12.297 im sechsten Jahr ihrer Ehe.
Bellusci
Interessanter Artikel, der zeigt, dass sich so manche Bauerweissheit statistisch nachweisen laesst.
Calli
Die Aufstellung hat mich hier gerade ein wenig zum Schmunzeln gebracht. Ich musste da nämlich ganz unfreiwillig an unsere Call-Center-Agents denken. :)
Marius
Mich hätten ja eher Berufe interessiert, wo der Ehepartner durch die Welt fliegt/fährt und kaum zu Hause ist. Kapitän, Pilot oder sowas.
Jochen Mai
Die scheinen aber eben nicht diese Scheidungsraten aufzuweisen, wie die anderen.
Jakub
Ich wusste gar nicht, dass Cheerleader ein Beruf ist.
Jochen Mai
Ist es. In Amerika sogar ein sehr beliebter – jedenfalls bei vielen jungen Frauen.
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