Scheitern: Das falsche Verhältnis zum Versagen
Man kann vieles richtig machen – und trotzdem scheitern. Und was scheitert heute nicht alles? Partnerschaften und Existenzen, Karrieren und Koalitionen, Reformen und Technologien. Dem Sieg wohnt eben immer auch die Gestalt des Hochmuts, des Stolperns und des freien Falls inne. Beide – Sieg und Niederlage – sind aber die Seiten derselben Medaille: Handeln. Wer nichts tut, kann nicht scheitern, er ist schon ein Versager. Wer aber aktiv wird und den Erfolg anpeilt, muss das mögliche Unvermögen einkalkulieren und, was noch wichtiger ist: es überwinden...

Definition: Warum ist Scheitern so schlimm?

Zum Erfolg gehört ebenso der Irrtum. Er ist wesentlicher Faktor der Evolution, die gerade durch fehlgeleitete Mutationen immer wieder Innovationen schafft.

Nur ist das dummerweise oft ein zerstörerischer Prozess: Das Neue ist das Bessere, dass das Alte verdrängt. Der österreichische Ökonom Joseph Alois Schumpeter brachte diesen Gedanken in seiner Definition des Unternehmers als "schöpferischen Zerstörer" bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts treffend auf den Punkt. Aller Strebsamkeit wohnt damit stets die Selbstzerstörung inne.

Anders als dem Misserfolg haftet dem Begriff des Scheiterns jedoch die unangenehme Eigenschaft des Besiegelten an: Wer scheitert, strauchelt - und zwar gründlich, zentral, final. Eine Art vorweggenommener Tod.

Man scheitert nicht an banalen Kleinigkeiten, sondern am Hauptsächlichen, ohne die Chance auf einen zweiten Versuch. Aus und vorbei. Das macht das eigene Versagen so destruktiv, so schmerzlich, so schwer einzugestehen.

Darum scheitern viele Menschen gleich nach dem Erfolg

Extra-Tipp-IconNicht nur Hochmut - auch Erfolg kommt nicht selten vor dem Fall. Denn der lullt ein. Nicht wenige glauben, weil sie die eine Sache einmal geschafft haben, wären sie schon Meister darin. In der Folge werden sie nachlässiger, strengen sich weniger an und meinen, der Erfolg würde ihnen erneut zufallen. Dabei verwechseln sie jedoch Ursache und Wirkung. Erfolg ist immer nur ein Resultat, kein Automatismus.

Eher ist es so, dass er noch das Scheitern begünstigt, weil er uns verwöhnt: Je länger man sich mit einer bestimmten Sache beschäftigt, desto besser wird man darin. Diese Stärken lassen sich zwar auch später nutzen. Doch gerade wer sich einer neuen Aufgabe widmet, die wenig mit der letzten zu tun hat, muss eher wieder von vorne anfangen. Die wenigsten wollen das aber - zu anstrengend. Fatal!

Besser ist es, sich voll und ganz auf das neue Vorhaben einzulassen und dabei genau so beginnen, wie man es vor dem letzten Erfolg bereits getan hat.

Scheitern ist wie Krebs

Noch immer ist Scheitern in unserer Gesellschaft ein Tabu. Erfolg zählt – Misserfolge dagegen werden gezählt.

Schon etymologisch haben wir ein gespaltenes Verhältnis zu dem Begriff: Die Scheiter, das waren jene Brennholzstücke, die übrig bleiben, wenn ein Holzklotz in Stücke gehauen wird. Sie wurden verbrannt und hinterließen allenfalls Asche.

Entsprechend empfinden denn auch die meisten Gescheiterten bis heute das kaum erträgliche Gefühl verbrannte Erde zu hinterlassen. Und so wird fortan kaum noch gescheitert: Sobald das eigene Fanal offenbar wird, setzt der Selbstbetrug ein und mit ihm die Kunst der Interpretation.

Aus verfehlten Zielen werden Beinahe-Erfolge, aus verhunzten Strategien eine unglückliche Wende, eigenes Misswirtschaften wird in das Versagen des Marktes umgedeutet – alles aus Angst vor der Blamage. Henry Ford erkannte einmal klug: "Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern." Er meinte das allerdings als Pro-Argument für das Scheitern.

Bedeutung und Bedeutsamkeit mögen zentrale Motive im Wirtschaftsleben sein. Sehr oft aber machen sie blind für die Realität. Dann bewirken sie, dass erahnte Fehlschläge verdrängt und falsche Ziele noch intensiver verfolgt werden. Der Kohäsion zwischen unreflektiertem Kurs und imaginierter Karriere gerät zur unlöslichen Manie, die Kritik und Korrektur gänzlich unmöglich macht. Es ist das letzte einsame Hoch vor dem tiefen Fall.

Schade. Denn Scheitern ist wie Krebs: Je eher wir es erkennen, desto besser sind die Chancen, etwas zu retten.

Und selbst nach dem unabwendbaren Sturz lässt sich noch genug daraus lernen und an Stärke gewinnen, wenn man ihn ehrlich analysiert.

Warum denselben Fehler zweimal machen?

Warum nicht zugeben, dass auch Spitzenkräfte Mist bauen und so an Glaubwürdigkeit und Größe gewinnen? Vom Scheitern der Bosse weiß sowieso jeder. Journalisten füllen damit täglich zig Zeitungen.

Deutschland: Keine Kultur des Scheiterns

Extra-Tipp-IconForscher um Andeas Kuckertz, Christoph Mandl und Martin P. Allmendinger von der Universität Hohenheim haben sich mit der Kultur des Scheiterns in Deutschland befasst und dazu repräsentativ und über ein Online-Panel 2.027 Bundesbürger im Alter von 18 bis 67 Jahren befragt - Ergebnis: Wir Deutschen scheuen das Risiko wie kaum ein anderer. So stimmten allein 42 Prozent der Befragten der Aussage zu: "Man sollte kein Unternehmen gründen, wenn das Risiko des Scheiterns besteht." Und mal ehrlich: Das Risiko besteht immer.

Entsprechend träumen noch immer viele Absolventen von der sicheren Angestellten-Laufbahn; unser Geld legen wir am liebsten in Sparbücher und Tagesgeldkonten an. Und sogar in der Politik wird jener wieder und wieder gewählt, der die geringste Fehlerquote verspricht. Einfach mal machen, ein bisschen experimentieren, Trial and Error - das bringt im Silicon Valley zwar einen Weltmarktführer nach dem anderen heraus, aber bitte nicht bei uns!

Scheitern? Das denken die Deutschen tatsächlich...

  • Allgemeine Fehlschläge werden eher akzeptiert

    Fast 80 Prozent der Befragten finden, dass Misserfolge etwas Positives haben. Dass sie eine mögliche Quelle zur Selbstreflexion und Rückbesinnung seien und letztlich zu positiven Ergebnissen führen können. Dies gilt aber nur für allgemeine Fehlschläge, nicht für eigene.

  • Jüngere sind toleranter als Ältere

    Mit zunehmendem Alter nimmt die Toleranz für den Misserfolg kontinuierlich ab. Am schwächsten ist sie bei den 60- bis 67-Jährigen ausgeprägt: Nur 45,2 Prozent aus dieser Altersgruppe sagen, dass dem Scheitern etwas Gutes innewohnt. Die 18- bis 29-Jährigen sind dagegen am positivsten eingestellt: Von ihnen sehen 55 Prozent im Scheitern etwas Gutes. Ob es daran liegt, dass den Jüngeren die Fehlschläge erst noch bevorstehen und sie dies auch wissen?

  • Selbstständige bewerten das Scheitern am positivsten

    Das ist nicht überraschend, tragen Sie doch in der Regel auch das größte Risiko. 68,1 Prozent der befragten Selbstständigen beurteilen Misserfolge als positiv - das ist die mit Abstand höchste Quote der untersuchten Berufsgruppen. Am geringsten ist die Toleranz bei Rentnern (44 Prozent) und Lehrern (46,5 Prozent) ausgeprägt. Zur Ehrenrettung der Lehrer sei gesagt: Nur 11,9 Prozent der Pauker bewerten Scheitern als negativ, eine ebenfalls sehr geringe Quote. Der Rest hat mit neutral geantwortet.

Paradox der Exzellenz: Warum gerade Überflieger scheitern

Scheitern ist ein Phänomen in allen Branchen, Berufen und Gehaltsstufen. Auch das größte Talent kann sich nicht davon freisprechen. Ganz im Gegenteil: Das Paradox der Exzellenz beschreibt den Umstand, dass ausgerechnet die smarten, die fleißigen und ambitionierten Erfolgstypen in einem Unternehmen jene sind, die am wenigsten zufrieden (mit sich) sind und öfter scheitern. Woran das liegt? Meist an diesen Gründen...

  • Ausdauer

    Zu Beginn einer neuen Aufgabe ist die Euphorie bei den meisten Menschen groß. Doch das ist wie bei einem Dauerlauf: Mit den Wochen und Monaten schleicht sich Routine ein, die anfängliche Begeisterung schwindet und man spürt die Mühe, die es macht, immer deutlicher. Erfolg wird einem nun mal nicht geschenkt. Wer dann nachlässt oder gar innerlich aufgibt, darf sich nicht wundern, wenn er oder sie scheitert. Rückschläge sind immer gewiss. Den Biss (Fachjargon: Volition) zu entwickeln, dennoch weiterzumachen - das macht den Unterschied.

  • Zielfokussierung

    Die Dosis macht das Gift. Mehr als andere konzentrieren sich sogenannte Überflieger auf ihre Ergebnisse. Diese extreme Fokussierung auf das Ziel führt aber ebenso häufig dazu, dass sie Kollegen auf dem Weg dorthin übergehen und zu sturen Einzelkämpfern mutieren. Mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, ist aber oft nur die Vorstufe des Falls.

  • Perfektionismus

    Leistungsträger glauben, gar nicht mal zu unrecht, dass kaum einer den Job besser machen könnte als sie selbst. Die Kehrseite: Sie können kaum noch delegieren und neigen zum sogenannten Mikromanagement, Perfektionismus und Kontrollwut. Effekt: Sie ertrinken in Arbeit, machen mehr Fehler, scheitern.

  • Detailversessenheit

    Weil diese Talente jeden Teil ihrer Aufgabe besonders ernst nehmen, verlieren sie sich auch schon mal in den Details - oder können nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was wirklich wichtig ist und nur eine Marginalie.

  • Übersensibilität

    Erfolgstypen hungern nach Lob und Aufmerksamkeit. Denn daran messen sie sich selbst. Umgekehrt vergessen sie gerne, auch andere im Team für ihre Leistung zu loben und reagieren überempfindlich auf Kritik.

  • Konkurrenzdenken

    Wettbewerb belebt das Geschäft, keine Frage. Und ein bisschen Konkurrenz schadet nie - mit Betonung auf ein bisschen. Leider neigen Überflieger nicht selten dazu, es damit zu übertreiben: Alles ist für sie ein Wettkampf, ein Messen und Vergleichen. Im Extrem führt es aber auch dazu, dass sie sich selbst immer als unzureichend oder herausgefordert empfinden. Das Glück - es ist ihnen stets einen Schritt voraus.

  • Leidenschaft

    Das hört sich zunächst nach einer positiven Eigenschaft an. Ist es eigentlich auch. Doch wer sein ganzes Selbstwertgefühl vom Job abhängig macht und sich mit Leib und Seele dem Beruf verschreibt, der erlebt oft eine emotionale Achterbahnfahrt. Bei diesen Typen wird der Grat schmal zwischen Fortune und Fiasko.

  • Unruhe

    Erfolgstypen lieben es, produktiv zu sein. Doch egal, wie viel sie auch erreichen: Es ist nie genug. Und das plagt sie, treibt sie - schlimmstenfalls in den Burnout.

Die drei größten Fehlerquellen im Job

  1. Mitarbeiter.

    Übung macht den Scheibenkleister. Tagein tagaus derselbe Job – das macht unaufmerksam. Erst schwindet die Motivation, dann die Sorgfalt. Und schon ist der Fehler passiert. Mit der Routine einher geht auch die Selbstüberschätzung. Fehlen Mitarbeitern die Fähigkeiten oder der Überblick über mögliche Folgen ihrer Entscheidung, schießen sie gerne übers Ziel hinaus, Motto: Wird schon gut gehen. Geht es aber selten. Hier hilft: genügend Abwechslung, häufigere Pausen und vor allem gründliche Personalentwicklung.

  2. Vorgesetzte.

    Sie scheitern am Zeitdruck. Schuld sind hierarchische Strukturen. Tatsächlich! Je weiter oben Entscheidungen gefällt werden, desto einsamer sind sie. Entweder, weil die Zeit für wertvolle Rückmeldungen, Kritik und Nachdenken fehlt – oder weil sowieso keiner wagt, zu widersprechen. Und je mehr es pressiert, desto leichter werden erste Warnsignale übersehen. Auslöser für Missgeschicke sind aber auch unklare Anweisungen. Zum Führen gehört eben nicht nur in die richtige Richtung zu weisen – man muss auch mitlaufen und gegebenenfalls korrigierend eingreifen.

  3. Organisation.

    Bleiben Aufgaben, Abläufe, Autoritäten diffus, sind Fehler programmiert. Besonders gefährlich wird es da, wo zwei Abteilungen, Teams oder Projekte zusammenkommen. An den Schnittstellen entstehen die größten Reibungsflächen - und -verluste. Hier helfen nur präzise Kompetenzen und Kommunikation: Was ist zu tun? Von wem? Bis wann? Wer hat das letzte Wort? Mangelhafte Kommunikation ist die zweitgrößte Schwachstelle in jedem Unternehmen. Die größte ist, das zu wissen und es dennoch zu ignorieren.

Schöner Scheitern: Erfolg ist was wir daraus machen

Leben-reagieren-passiert-Spruch

Nicht wenige Menschen haben Angst davor, Fehler zu machen - vor allem, weil andere sie dafür kritisieren oder auslachen könnten. Doch diese Spötter sind Narren, die es nicht besser wissen. Fehler und die Erfahrungen daraus lassen uns persönlich wachsen. Kein Artist, kein Künstler, kein Sportler, der nicht zig Fehler gemacht hätte - bis zur Meisterschaft.

Überdies machen uns Fehler sozialer: Sie machen uns einerseits gnädiger für die Fehler anderer (weil wir selbst nicht unfehlbar sind) - andererseits sorgen sie dafür, dass wir uns besser in andere einfühlen können, weil wir schon durchgemacht haben, was sie gerade durchmachen.

Es ist schon der erste Fehler, keine Fehler machen zu wollen. Manche Menschen verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch.

Das Leben besteht nun mal nicht aus den Dingen, die uns passieren, sondern vielmehr aus dem, was wir daraus machen. Oder wie es der Autor Charles R. Swindoll einmal formuliert hat: "Leben ist zu 10 Prozent was passiert und zu 90 Prozent wie wir reagieren."

Fehler passieren, Scheitern gehört ebenso dazu. Jeder hat das schon erlebt. Aber nicht jeder reagiert darauf gleich. Unsere Attitüde macht hierbei den entscheidenden Unterschied: Die einen beklagen anschließend die Umstände, das Schicksal, die ungerechte Welt, den bösen Chef. Sie suchen Gründe und fragen "Warum (ich)?". Fehler!

Denn genauso heimtückisch wie die Flucht vor dem Fall ist die andauernde Retrospektive nach demselben: Ein wirklicher Neubeginn kann nur dem gelingen, der beherzt Abschied vom Alten nimmt und den Blick nach vorn richtet.

Es ist wie mit Verstorbenen auch: Erst werden sie gründlich betrauert, um ihr ehrendes Andenken zu wahren, dann räumt man den Nachlass fort und kehrt zum Leben zurück.

Niederlage – wo ist dein Stachel?

Die wahren Meister des Scheiterns fragen deshalb: Wozu? Klingt ähnlich, macht aber einen Riesenunterschied.

Die Frage nach dem WOZU verwandelt selbst den Schicksalsschlag in eine wichtige Station auf einem Weg, der ein Ziel verfolgt. Und das gibt Hoffnung und macht Mut.

Wer so fragt, macht etwas aus dem Mist, der passiert - und bekommt so die Handlungskontrolle über sein Leben zurück.

Ein paar Beispiele:

Haben Sie gewusst...

  • Der Hollywood-Schauspieler Jim Carrey flog im Alter von 15 Jahren von der Schule und lebte eine Zeit ärmlich in einem Wohnwagen. Dennoch kämpfte er sich durch und verfolgte sein Ziel, einmal ein großer Komiker zu werden.
  • Der Multimillionär und Multiunternehmer Richard Branson litt einst an Dyslexie (Lese-/Schreibschwäche). In der Schule bekam er deshalb nur schlechte Noten. Aber hat ihn das davon abgehalten, ein Plattenlabel, eine Fluggesellschaft sowie viele weitere Unternehmen zu gründen?
  • Der Bestseller-Autor Stephen Kings suchte anfangs verzweifelt einen Verleger für sein erstes Buch. Alle lehnten ab. Seine Frau ermutigte ihn, es zu überarbeiten. Es wurde schließlich gedruckt und davon 350 Million Exemplare weltweit verkauft.
  • Die US-Moderatorin und Unternehmerin Oprah Winfrey wurde bereits mit 14 schwanger. Allerdings verlor sie ihr Kind und riss von zuhause aus. Zudem wurde sie immer wieder von ihrem Cousin, Onkel und einem Familienfreund sexuell belästigt. Nicht der beste Start. Heute gehört sie zu einer der einflussreichsten und reichsten Frauen in den USA.

Und das sind nur einige Beispiele. Dennoch haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie zeigen den Einfluss unserer bewussten Entscheidung, wie wir auf das, was passiert, reagieren (wollen).

Man könnte auch sagen: Sie übernahmen die Verantwortung für ihre Fehler und ihr Leben.

Keine Frage: Das verhindert nicht, dass manchmal schlimme Dinge passieren oder wir versagen. Keiner hat gesagt, das Leben bestünde nur aus Chillen am Karibikstrand. Aber auch aus dem Rest lässt sich etwas machen. Oder um es mit Winston Churchill zu sagen:

Erfolg ist die Fähigkeit, von Misserfolg zu Misserfolg zu schreiten, ohne die Begeisterung zu verlieren.

Eine kurze Parabel über das Scheitern

Extra-Tipp-IconAuch das Umfeld hat natürlich Einfluss auf Erfolg oder Scheitern. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn nicht immer lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob ein Kontakt uns nützt oder schadet. Dazu eine schöne Parabel...

Ein Vogel fliegt verspätet im Winter nach Süden. Doch es ist so kalt, dass seine Flügel immer steifer werden. Schließlich stürzt er ab und fällt auf ein Feld. Während er da liegt, kommt eine Kuh vorbeigetrottet und lässt einen Haufen direkt auf den Vogel fallen. Erst ärgert er sich, dann merkt er, wie wohlig warm das ist und taut langsam wieder auf. Darüber ist der Vogel so glücklich, dass er damit beginnt, ein Lied zu trällern. Eine Katze, die gerade umherstreunt, hört das Gezwitscher und entdeckt den Vogel. Sie holt ihn aus dem Dung und frisst ihn auf...

Und die Moral von der Geschichte?

  • Nicht jeder, der dich anscheißt, ist dein Feind.
  • Nicht jeder, der dich aus dem Mist befreit, ist dein Freund.
  • Wenn du bis zum Hals im Dreck steckst – halt die Klappe!

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