Krause wird nachts von einem Polizisten dabei beobachtet, wie er unter der Straßenlaterne vor seinem Haus kniet und den Boden nach etwas absucht. „Was suchen Sie denn da so spät noch?“, fragt der Polizist. „Meinen Haustürschlüssel. Ich hab ihn verloren und komme nicht mehr in die Wohnung“, sagt Krause. Der Polizist ist ein freundlicher Helfer und kniet sich ebenfalls hin und sucht im fahlen Schein der Laterne nach dem Schlüssel. Zehn Minuten, 20 Minuten, eine halbe Stunde lang. „Sind Sie sich auch sicher, dass Sie den Schlüssel hier verloren haben?“, fragt der Polizist verzweifelt. „Nein, überhaupt nicht“, antwortet ihm Krause. „Eigentlich habe ich ihn dort hinten bei den Sträuchern verloren, aber dort ist es zu dunkel und zu unbequem zum suchen.“
[Erzählung, Quelle unbekannt]
Sie lachen über diesen Schelm?! Aber wie oft machen wir es genauso, wenn wir einen anderen Menschen nicht verstehen oder keinen Zugang zu ihm bekommen?

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Norbert Glaab
Es ist halt schöner, angehmer und leichter im (Rampen) Licht zu suchen. Dunkelheit macht vielen Angst. Dabei ist Dunkelheit nur Abwesenheit von Licht.
Jochen Mai
Sehr schöne Metapher!
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