Wissenschaftliche Arbeiten, Transferaufgaben, Exzerpte, Hausarbeiten… Studenten müssen im Rahmen ihres Studiums zahlreiche Text produzieren. Der eine oder andere wird daher bei meinem heutigen Tipp die Augen verdrehen. Denn meiner Meinung nach sollten Studenten noch mehr schreiben und mit dem Bloggen beginnen. Die Investition an Zeit und Energie kann sich sowohl im Studium als auch bei der Jobsuche auszahlen – wenn Sie sich im Vorfeld die richtigen Fragen stellen und Ihr Blog ernsthaft angehen.
Wie Sie mit einem eigenen Blog Ihren zukünftigen Arbeitsplatz finden und Ihre Jobsuche effizienter gestalten können, haben wir bereits ausführlich beschrieben. Die Kurzfassung: Durch ein konsequent mit qualitativ guten Inhalten befülltes Blog können Sie eine nachhaltige Online-Reputation aufbauen. Diese bleibt auch potenziellen Arbeitgebern nicht verborgen und kann Ihnen den Weg zum Job ebnen. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel zum Thema.
Fragen im Vorfeld
Heute lege ich den Fokus jedoch bewusst nicht auf die Vorteile bei der Jobsuche, sondern auf die Auswirkungen des Bloggens im Studium. Zugegeben, wenn Sie einen Arbeitsplatz im Hochschul- oder Lehrbetrieb anstreben, kann Ihr Blog – als angenehmer Nebeneffekt – ebenfalls hilfreich sein.
Diese Vorteile – auf die ich weiter unten noch detailliert eingehen werde – können allerdings nur dann zum Tragen kommen, wenn Sie das Bloggen ernsthaft und überlegt angehen. Dazu sollten Sie sich im Vorfeld einige Fragen stellen:
- Gibt es in meinem Fachbereich ein Thema, das mich wirklich interessiert und über das ich sinnvoll schreiben kann?
- Bin ich bereit, mir regelmäßig die Zeit fürs Bloggen zu nehmen?
- Weiß ich genug über mein Wunschthema, um damit Fachleute und Experten auf diesem Gebiet zu überzeugen?
- Kann ich mit Leidenschaft und Begeisterung über das Thema schreiben?
- Bin ich bereit, mich auch kritischen Kommentaren zu stellen und mit den Kommentatoren zu diskutieren?
- Wie viel Zeit kann und will ich mir für das Bloggen nehmen?
- Welches Ziel verfolge ich mit meinem Blog?
Das sind zwar ganz sicher nicht alle, zumindest jedoch die wichtigsten Fragen, mit denen Sie sich vor dem Start Ihres Blogs beschäftigen sollten.
Die Umsetzung
Grundsätzlich gilt: Ein neuer Artikel pro Woche ist das absolute Minimum für Ihr Blog. Sollten Sie sich für diese geringe Frequenz entscheiden, darf der einzelne Artikel ruhig umfangreicher ausfallen. Bei einem Blog, das sich ganz gezielt mit einem wissenschaftlichen Thema befasst und ein Fachpublikum anspricht, sind lange Artikel oft kein Problem. Denn diese Zielgruppe ist es gewohnt, längere Paper und Fachtexte zu lesen und manche Themen lassen sich in diesem Bereich nicht in wenigen Absätzen darstellen.
Je länger Ihre Artikel werden, desto stärker sollten Sie jedoch auf das Layout Ihres Textes und Ihren sprachlichen Stil achten. Absätze erhöhen die Lesbarkeit und Bilder oder Grafiken runden einen Artikel ab und vermitteln zusätzliche Informationen. Bei manchen Themen mag der wissenschaftliche Sprachstil notwendig sein, achten Sie bitte dennoch darauf, möglichst verständlich zu schreiben. Nur so können Sie auch Leser erreichen, die sich nicht ständig im Hochschulbereich bewegen.
Ob Sie Ihr Blog selbst hosten oder eines der zahlreichen Angebote von Blogger, WordPress oder Tumblr nutzen, ist komplett Ihr Entscheidung. Ist Ihnen jedoch das Ranking in den Google-Suchergebnissen wichtig, sollten Sie unbedingt eine eindeutige URL wählen. Generell ist es wichtig, dass Sie Ihre Kommilitonen, Freunde und sonstigen Kontakte über Ihr neues Blog informieren und auch in den sozialen Netzwerken und – sofern vorhanden – den Alumni- oder Studentenforen Ihrer Hochschule bewerben. Auf was Sie beim Schreiben von Artikeln achten sollten, haben wir in einem eigenen Beitrag für Sie zusammengefasst.
Die Vorteile
Warum Sie diesen Aufwand überhaupt betreiben sollten? Ganz einfach: Neben den besseren Chancen bei der Jobsuche lernen Sie durchs Bloggen auch viel für Ihr Studium. Einerseits gewinnen Sie an Schreibpraxis und können neue Schreib- und Sprachstile ausprobieren, ohne dabei eine Hausarbeit riskieren zu müssen. Andererseits müssen Sie Ihre Studienthemen wirklich verstanden haben, bevor Sie diese anderen in einem öffentlichen Rahmen erklären können.
Wenn Ihre Kommilitonen bei Ihnen mitlesen, können Sie durch Kommentare und die so entstehenden Diskussionen auch neue Einblicke und Impulse für das Studium gewinnen. Ganz nebenbei erwerben Sie sich durch qualitativ gute Artikel auch einen gewissen Ruf, der Ihnen bei der Arbeit im Hochschulbereich von Vorteil sein kann.
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