Als ich dieses Video sah, musste ich wieder daran denken: Auch wenn immer mehr Unternehmen in Social Media investieren, die eine Frage kommt immer wieder: Lohnt sich das überhaupt?
Tatsächlich ist der berühmte Return On Investment, kurz ROI, bei Investitionen in Social Media schwer zu messen. Schließlich ist das kein weiterer Vertriebskanal, bei dem sich sofort ein Umsatzplus ablesen ließe, sondern es geht dabei in erster Linie um Kommunikation und Beziehungen. Ebenso gut könnte fragen: Wo ist der ROI eines Unternehmens, dass einen teuren Stand auf einer Branchenmesse oder Karrieremesse aufbaut? Dort stellt sich das Unternehmen zunächst nur vor, präsentiert sich, prägt sein Image, kommt mit anderen ins Gespräch: potenziellen Kunden, Partnern, Mitarbeitern. Umsatz wird dabei selten gemacht. Allenfalls ein Grundstein hierfür gelegt, der sich womöglich aber nie mehr auf diese erste Begegnung zurückführen lässt.
Trotzdem sind Unternehmen auch weiterhin auf solchen Messen vertreten – eben weil dort ihre potenziellen Kunden, Partner und Mitarbeiter sind. Und die Wettbewerber auch. Denen will man das Feld natürlich auch nicht überlassen… Oder kurz: Weil es sich für die Firmen lohnt.
Gewiss, es gibt ein paar Zahlen, die sich messen lassen: Fanzahlen, Anzahl der Shares und Likes auf Facebook, Follower auf Twitter, Seitentraffic, Anzahl der Blog-Kommentare, Pagerank, … Weswegen einige beim sprichwörtlichen ROI nicht mehr nur den Return on Investment meinen, sondern vielmehr den Return on Interaction.
Doch letztlich das sind dumme Zahlen. Sie messen bestenfalls Wachstum, Bekanntheit, potenzielle Reichweite. Nur mit Vertrieb hat das noch immer nichts zu tun. Kein Wunder: Die meisten Kunden (in spe) nutzen Social Media auch eher dazu, sich über eine Marke oder ein Produkt zu informieren, sie stellen Fragen, tauschen sich mit anderen aus – und bekommen (hoffentlich) immer eine Antwort. Die eigentlichen Verkäufe aber finden dann davor oder danach statt – lassen sich jedoch nur selten zuordnen.
Letztlich geht es darum, seine mit dem Engagement im Social Web verbundenen Ziele vorab zu kennen, genau zu definieren und deren Erreichen dann zu messen. Und Vertrieb gehört in der Regel nicht dazu. Schließlich heißt es ja auch nicht Sales Media, sondern Social Media…







Christa Schwemlein
Hm, irgendwie ist das echt witzig Herr Mai. Ich habe so das Gefühl wir haben die gleichen Themen. Erst kürzlich hatte ich eine spannende Diskussion mit einer Blogkollegin in meinem Blog.
“Rechnet sich das?” Diese Frage wurde mir oft während unserer Gewerbe- und Leistungsschau in 2009 in Mannheim-Sandhofen gestellt. Ich hatte das damals in meinem privaten Blog festgehalten. Wenn`s denn interessiert:
ver-rueckt.net/?p=1775
Mittlerweile sind ein paar Jahre ins Land gezogen. Man ist in meinem Umfeld für dieses Thema zwar etwas sensibler geworden, aber an der Grundstimmung hat sich nicht viel geändert. Social-Media ist in aller Munde, aber es ist, so wie ich das sehe, noch weit entfernt von dem Platz, den die Webevangelisen gerne haben möchten.
Ich denke, wer nur auf den kaufmännischen “ROI” schielt und kein Spaß am Social-Web hat, der sollte die Finger davon lassen. Noch gibt es andere Möglichkeiten einen guten “ROI” zu erzielen.
Hans
Hat eigentlich irgendjemand diesen ROI schon mal gesehen?
Wo treibt ROI sich rum, wenn man ihn braucht? Gibt es ihn vielleicht gar nicht? Mich erinnert ROI an “3 Engel für Charly”. Die Engel reißen sich ihre Hintern auf für Charly. Und? Wer und wo ist Charly? Unterwegs mit ROI?
Wußten Sie, dass ROI einen Bruder hat? ROIs Bruder heißt RON.
Warum Sie RON unbedingt kennen lernen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag über Social Media Trends für 2012, den ich hier nicht komplett abschreiben will :)
Klicken Sie hier und lernen Sie RON kennen
> http://maklr.de/ROI-RON-SocialMedia
-Hans Steup, Berlin
Julian
Zumindest was die Messen angeht bin ich anderer Meinung. Ich finde man kann schon sehr gut sagen welche Umsätze aus einer Messe herkommen. Klar kann man argumentieren, dass der Kontakt ohne die Messe auch auf anderem Weg hätte zu Stande kommen können, aber das gilt ja dann für jede Werbemassnahme.
Man hat die Anzahl der geschriebenen Leads, kann abziehen, welche man auch ohne die Messe gehabt hätte, also die mit denen man schon seit Wochen telefoniert und dann sagen “wir sehen uns ja dann auf der Messe”. Dann kann man später die Qualität der Leads untersuchen, also was hat man umgewandelt und welche Umsätze oder DBs hat man daraus realisiert. Das sind schon recht belastbare Zahlen.
Social Media müsste man meines Erachtens eher mit Image Werbung oder so vergleichen. Da ist es deutlich schwieriger einen exakten ROI abzuleiten und ich würde eher untersuchen wie hat sich die Meinung über mich verändert oder so.
Oliver Gassner
Ich benutze immer das Beispiel:’Was ist der ROI von den Telefonen auf den Schreibtischen Ihrer Mitarbeiter?’ Die sind nämlich ‘einfach’ essentielles Arbeitsgerät zur KOmmunikation und für ‘fast alles’ benutzbar. Genau wie das Social Web ;)
Pingback: ROI of Social Media › jhein.de
Pingback: Data Unser – Wie wir die Informationsflut meistern | webconsul
Pingback: Pflichtlektüre für alle Social Media Manager: Rezension zu "Sscial Media ROI" von Olivier Blanchard | Wissenschaft und neue Medien
Robert Justitz
Hallo Herr Mai,
ich habe da eine etwas differenzierte Meinung zum Thema ROI im SMM. Unser Unternehmen beschäftigt sich schon seit über 10 Jahren im Bereich der Online – Vermarktung, dazu gehört SEM, SEO und auch Social Media Marketing.
Mein Anspruch ist es unseren Kunden schon sehr deutlich den ROI aufzuzeigen, je nach Kampagnenziel fällt logischerweise auch der ROI unterschiedlich aus.
Heute habe ich eine Fallstudie veröffentlicht, diese basiert auf ein reales Kundenprojekt, welches wir seit 2006 betreuen.
Wenn Sie die Studie, auf neudeutsch “Whitepaper” :-) interessiert, können Sie sie sich unter
http://www.news-blogging.de/roi-im-social-media-marketing-und-er-laesst-sich-doch-messen/
kostenfrei downloaden. Auch freue ich mich auf Ihr Feedback, Anregeungen oder Kritik.
Mit besten Grüßen
Robert Justitz
Jochen Mai
Hallo Herr Justitz,
ich habe mir Ihre “Studie” mal durchgelesen. Aber überzeugt hat sie mich nicht. Sie beschreiben darin zwar, dass Sie eine Facebook-Seite eingerichtet haben und in zwei Sätzen (!) auch was, Sie dort u.a. gemacht haben. Aber aus all den Grafiken und Beschreibungen lässt sich keine unmittelbare Kausalität zwischen Social Media und dem Vertriebserfolg ableiten. Dass dies begleitend wirkt, will ich gar nicht bestreiten. Ich selbst bin auch davon überzeugt, dass sich Investitionen in Social Media lohnen. Nur ableiten können Sie das aus Ihren Daten überhaupt nicht. Der Umsatz ließe sich beispielsweise genauso aus dem bereits vorhandenen hohen Suchmaschinenrang der Kundenseite durch vorheriges SEO und SEM begründen. Überzeugt hätte mich eine direkte Conversionrate von Facebook zum Shop und einem tatsächlichen Abschluss. Diese Daten aber liefern Sie nicht. Ich vermute auch: Es gibt sie nicht.
Robert Justitz
Hallo Herr Mai,
vielen Dank für Ihr Feedback!
Auch kann ich Ihre Einwände nachvollziehen, aber Sie haben vielleicht überlesen, welches das primäre Ziel der Social Media Kampagne war. Es ging um Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden und letztendlich den Kunden zum Markenbotschafter zu aktivieren.
Zu keiner Zeit wurden auf den sozialen Kanälen auch nur ein Produkt zum Kauf angeboten. Es ging um reine Kommunikation und dadurch Markenbildung.
Daher spielt die Conversations Rate von Facebook zum Shop überhaupt keine Rolle.
Vielleicht betrachten Sie sich mal die Facebook Fanpage des Kunden mal ganz genau? Was passiert da?
Kunden reden positiv über das Produkt, sie präsentieren fast täglich ihren Hund im Hundebett unseres Kunden und äußern ihre Begeisterung darüber öffentlich. Dies multipliziert sich logischerweise.
Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Auffassungen von Social Media Marketing?
Ich verstehe unter Social Media Marketing primär die Kommunikation, nicht den Absatz!
Bei diesem Kunden ging es ausschließlich darum, ihm ein “Profil” zu verleihen, sprich dem Produkt ein Gesicht zu geben.
Diese Strategie setzt natürlich Glaubwürdigkeit und Transparanez seitens des Kunden, bzw. des Produktes voraus.
Auch sollten Sie die Charts nicht einzeln, sondern im Zusammenhang betrachten. Bis auf die Absprungrate, verlaufen alle anderen Kennziffern im zeitlichen Zusammenhang, was mit der wachsenden Anzahl der fans zu tun hat und nicht mit SEO Maßnahmen.
Die zeitversetzte Senkung der Absprungrate steht im Zusammenhang mit dem zum Einsatz gebrachten Aspekt “soziale Bewährtheit” aus dem persuasiven Design. Die Erläuterung dazu ist in der Anlage der Fallstudie.
Hoffe, nun Ihnen die Thematik und und die Vorgehensweise ein wenig näher gebracht zu haben.
Wenn Sie sich die Zeit nehmen und den gesamten Verlauf der Kommunikation auf der Fanpage beobachten, werden in die Zusammenhänge sicherlich klarer.
Trotzdem Danke für Ihr Feedback
Beste Grüße
Robert justitz
Jochen Mai
Hallo Herr Justitz,
ich denke nicht, dass wir unterschiedliche Auffassungen von Social Media Marketing haben. Ich selbst habe schon oft den Satz geschrieben: Es heißt “Social” Media, nicht “Sales” Media. ABER: Sie sprachen davon, dass sich der ROI genau messen lässt. Und selbst wenn das Ziel die Markenbekanntheit war oder dass Fans zu Botschaftern werden, lässt mich Ihre Studie diesbezüglich im Dunklen. Wie bitte messen Sie denn, dass Fans zu Markenbotschaftern werden. Ich würde denken, doch mindestens über die Anzahl der “Shares” pro Artikel – insbesondere aber der relevanten “Markenbotschaft”-Artikel. Dazu gibt Ihre Studie keinerlei Aufschluss. Sie sagen selbst:
“Kunden reden positiv über das Produkt, sie präsentieren fast täglich ihren Hund im Hundebett unseres Kunden und äußern ihre Begeisterung darüber öffentlich. Dies multipliziert sich logischerweise.”
Eben. Mich würde interessieren, WIE sich das multipliziert hat. Was hat dieses Multiplizieren gekostet (nicht nur finanziell, sondern auch an eingesetzter Arbeitszeit) und was kam numerisch dabei heraus. Erst ist doch ein messbarer Return on Investment im Wortsinn.
Ferner schreiben Sie: “Ich verstehe unter Social Media Marketing primär die Kommunikation, nicht den Absatz!” Das kann ich zwar unterschreiben, doch erklären Sie das bitte einem Geschäftsführer. Der gibt dafür nämlich Geld aus und verlangt einen entsprechenen Return in Form von Umsatz. Denn darauf läuft es am Ende hinaus. Und genau diese Rechnung liefern Sie nicht. Was aber nicht schlimm ist. Nur bestätigt dies genau meine These: Ein ROI ist nicht messbar.
Robert Justitz
Hallo,
zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass ich die Art der Diskussion, die wir hier führen wirklich klasse finde!
Sachlich, nüchtern und auf Fakten fokussiert!
Da mein Tag heute schon sehr früh began und meine “Reserve” langsam ausgeht, halte ich mich ein bißchen kürzer :-)
Der ROI lässt sich dadurch berechnen, wenn ich den Umsatz in Relation zum Aufwand (Kosten) bringe. OK? Simpel ausgedrückt, aber ich denke, das trifft so den Kern.
Das ich die Umsätze nicht veröffentlichen kann, dafür haben Sie Verständnis, aber der Aufwärtstrend des Umsatzes zum Zeitpunkt der Aufnahme von Social Media Aktivitäten ist für Sie erkennbar?
In der Fallstudie habe ich vorherige Marketingmaßnahmen, wie AdWords zeitlich eingegerenzt und in diesem Fall auch benannt (ca. 84.000 Euro), danach SEO, anfänglich höhere Setup Kosten, danach niedrige Pflegekosten, weil die gewünschten Platzierungen erzielt und gehalten wurden.
Kosten für Social Media Marketing Maßnahmen, Einrichtung der Kanäle und Schulung des Unternehmens, hier besonders wichtig die richtige Art der Kommunikation! Social nicht Sales
Im besten Fall übernimmt das Unternehmen die Kommunikation schrittweise selbst, bei Ridgi Pad hat es ca. 3 Monate gebraucht, bis sie es selbsständig durchführen konnten.
Letztendlich interessiert mich auch gar nicht die Quote der Multiplikation, Fakt ist doch, dass es sie gibt!
Auf Ihre Frage, wie ich das Geschäftsführern (Kunden) erkläre,
werden Sie jetzt lächeln, ich zeige Ihnen genau diesen Chart!
Die Art der Kommunikation, die Ridgi Pad betreibt ist für dieses Ziel beispielhaft!
Übrigens betreuen wir nicht nur diese eine Firma, im Bereich SEO betreuen wir rund 1000 Kunden, wohlgemerkt “White SEO”,
Bei den anderen SMM Maßnahmen, mit gleicher Zielsetzung machen wir exakt die gleichen Erfahrungen, Ridgi Pad eignete sich für diese Fallstudie, weil wir die Firma schon seit 2006 betreuen und ich die Maßnahmen zeitlich abgrenzen kann.
Die anderen Projekte verlaufen ähnlich, unterscheiden sich nur minimal in der Senkung der Absprungrate, hängt aber mit der Usability, bzw. den Bekanntheitsgrad zusammen.
Konzentrieren Sie sich nur auf die Charts und beobachten Sie die Zeiträume. Spricht das nicht Bände?
Worum geht es uns? Wollen wir uns zu Tode rechnen oder einigen wir uns darauf, dass sich SMM auszahlt?
Und dies ist für den Kunden die kostengünstigste Marketingmaßnahme.
Ich bin übers Wochenende auf Geschäftreise, ab Montag gehe ich gerne auf weitere Einwände ein.
btw. Eine Frage wäre mir wichtig: Arbeiten Sie im Agenturgeschäft, also betreiben Sie SMM beruflich? Wenn ja, würde ich mir gerne Referenzen anschauen, ich lerne gerne dazu
Gute Nacht
Robert Justitz
Jochen Mai
Hallo Herr Justitz,
nein, ich arbeite nicht im Agenturgeschäft – ich bin Social Media Manager bei einem größeren Unternehmen und ich referiere immer wieder zu dem Thema. Das nur kurz zu mir.
Natürlich verstehe ich, dass Sie die Umsätze nicht veröffentlichen – aber deren prozentuale Entwicklung könnten sie kommunizieren ohne absolute Zahlen zu nennen. So habe ich das in meinen Jahren als Wirtschaftsjournalist auch immer getan. Dabei verraten sie keine Geschäftsgeheimnisse, zeigen aber sehr wohl eine relative Entwicklung vor allem in Bezug auf SMM (falls das geht, was ich bezweifle).
Der Aufwärtstrend ist zwar erkennbar. ABER: Wie führen Sie diesen kausal auf Social Media zurück? Schon allein durch Ihre anderen Aktivitäten spielen da viele weitere Faktoren rein, wie z.B. SEO oder SEM. Wenn nun also der Geschäftsführer fragt: “Wo investiere ich meinen nächsten Euro besser: in Social Media oder SEM?” Was erklären Sie dem dann? Wie können Sie plausibel und sauber nachweisen, wie viel von seinem Euro in Social Media am Ende als ROI zurückfließt und warum sich das mehr lohnt? Da können Sie viele Kurven malen, die nach oben zeigen – ich behaupte, Sie können nicht sauber belegen, dass manche Kunden oder das neue Superimage der Marke allein auf SMM zurückgehen. Das aber wäre der ROI, den viele verlangen. Und den gibt es eben nicht.
Sie schreiben am Ende dann noch: “Worum geht es uns? Wollen wir uns zu Tode rechnen oder einigen wir uns darauf, dass sich SMM auszahlt?”
Den Satz finde ich bemerkenswert. Er kommt mir ein bisschen vor wie eine Kapitulation. Immerhin sind Sie mit Ihrer Studie angetreten und behaupten darin, dass sich der ROI von SMM messen lässt. Und jetzt wollen Sie das Rechnen doch besser einstellen und sich einfach schnell einigen, dass das schon ne gute Sache ist? Das liest sich eher so, als ließe sich dieser ROI eben nicht errechnen (= messen).
Um es deutlich zu sagen: Ja, ich würde gerne eine Musterrechnung sehen. 84.000 Euro hier reingesteckt, das und das damit gemacht, Umsatz um 20% gesteigert – zurückzuführen allein auf die 84.000 Euro. Kriegen Sie das hin?
Natürlich glaube ich, dass man etwas messen kann. Näherungswerte, vorher definierte Ziele, so was. Aber ein exakter ROI ist dabei genauso unmöglich wie bei klassischer Werbung, wo auch alle wissen, dass 50% der Kosten zum Fenster rausgeschmissen sind – nur eben nicht welche 50%. Bei Social Media sehe ich diesbezüglich zumindest die Chance, deutlich besser messbar und schneller zu erkennen, was funktioniert und was nicht.
Robert Justitz
Schade, wird wohl doch eine zu kurze Nacht für mich :-)
Zunächst einmal habe ich es mir in den vorherigen Posts verkniffen auf Ihre Anführungszeichen um das Wort Studie näher einzugehen. Ich habe von einer Fallstudie gesprochen.
Ihre Anführungszeichen könnten durchaus als leicht abfällig, bzw. arrogant gedeutet werden.
Des Weiteren “male” ich keine Kurven, diese Kurven ergeben sich aus einer Vielzahl von Zahlenfeldern, die grafisch dargestellt werden. Aber das werden Sie sicherlich wissen.
Ich stimme Ihnen zu, dass prozentuale Steigerungen die Aussagekraft von Kurven verstärken, hier werde ich nacharbeiten.
Danke für den Hinweis!
Auch habe ich sehr deutlich die Zeiträume der übrigen Maßnahmen aufgezeigt, ich verstehe nicht, warm Sie immer wieder hierdrauf hinweisen? Diese Zeiträume sind klar getrennt.
Selbst wenn sich SEO und SMM überschneiden, so werden Sie am Chart “Verweildauer” erkennen können, dass mit Aufnahme SMM die Verweildauer gestiegen ist.
Habe ich an irgendeiner Stelle explizit behauptet, dass SMM das alleinige Heilmittel ist?
Selbstverständlich fange ich bei einem Kunden, der noch keine SEO optimierte Seite nicht sofort mit SMM an! Das dürfte jeder Agentur geläufig sein!
Naiverweise bin ich davon ausgegangen, dass das bei meiner anvisierten Leserzielgruppe bekannt ist
Ich bin offen für Anregungen und auch dankbar für konstruktive Kritik. Sie reiten aber stets auf den gleichen Punkten herum, die ich bereits mehrfach erläutert haben.
Haben Sie sich mittlerweile die Fanpage der “Studie” mal intensiv angesehen? Aufgrund der Kürze der Zeit zwischen diesen Posts, wohl eher nein.
Warum tun Sie das nicht? Vielleicht würden Sie diese “Studie” und die gemalten Kurven auch ein bißchen besser interpretieren können.
In der Zwischenzeit konnte ich einen Blick auf Ihre Vita legen, als Journalist recherchieren Sie doch, bevor Sie einen Bericht schreiben, also hätte ich erwarten können, dass Sie sich, bevor Sie sturr auf Ihrem Standpunkt verharren, mal einen genauen Blick auf die geführte Kommunikation der Fanpage werfen.
Das haben Sie anscheinend nicht getan, Sie bestehen auf Ihren Standpunkt und das ist auch ok für mich.
Anstatt auf meine Antworten und Erläuterungen einzugehen und dort anzusetzen, verharren Sie!
Entschuldigung für meine offene Worte: Für einen Mann Ihres Formates (lt. Ihrer Vita) hätte ich mehr Diskussionskompetenz erwartet!
Aber ich denke diese Diskussion ist genauso sinnlos, als wenn wir über Religion oder Fußball “streiten” würden.
Sicherlich möchten Sie auch hier wieder das letzte Wort haben, wie gesagt, ich muss morgen früh raus und bin über das Wochenende verreist.
Eine gute Nacht und beste Grüße
Robert Justitz
Jochen Mai
Hallo Herr Justitz,
ich mag jetzt nicht mit Ihnen über Semantik streiten, aber auch eine Fall”studie” ist eine Studie. Und von einer Studie, die in der Überschrift vollmundig behauptet der ROI sei messbar, erwarte ich irgendwie, dass sie das dann auch tut. Vielleicht erwarte ich da auch zu viel, aber von Studien und Fallstudien, die etwas messen, bin ich gewohnt, dass sie nicht nur ein paar Grafiken und blumige Beschreibungen enthalten, sondern tatsächlich auch Modellrechnungen. Eben Gleichungen, die tatsächlich etwas messbar machen. Und in der Tat wiederhole ich mich, wenn ich sage: Ich finde, das tut Ihre Studie nicht. Die Überschrift bleibt ein leeres Versprechen.
Allerdings muss ich sagen, dass mir Ihr Diskussionsstil zunehmend missfällt. Sie werden jetzt persönlich, beleidigend und unterstellend. Üblicherweise sind das klassische Verhaltensweisen, wenn einem die Sachargumente ausgehen und man in eine Vorwärtsverteidigung übergeht. “Arrogant”, “ein Mann Ihres Formats”, “recherchieren Sie doch”, “stur”, “das haben Sie anscheinend nicht getan”, “hätte ich mehr Diskussionskompetenz erwartet!” (man beachte das Ausrufungszeichen)… – all das sind persönliche Wertungen, unbewiesene Unterstellungen und keine sachlichen Argumente mehr. Überdies befinden Sie sich damit auch weitab vom eigentlichen Thema.
Sehen Sie, ich habe mir die Seite sehr wohl angesehen und recherchiert – und ich sehe eine Fanseite mit 1143 Fans und 100 Menschen, die darüber sprechen. Beim Zurückscrollen in der Chronik habe ich in der Tat einige Fans gesehen, die Fotos auf die Pinnwand gestellt haben, auch einige Likes – aber KEINEN Share. Sie sprachen aber von Markenbotschaftern, von Multiplikatoren, die es gebe. Allein, ich sehe sie nicht. Nochmal: Das ist nicht schlimm, die Seite ist schön so. Nur: Was hat das mit dem ROI zu tun? Und über den diskutieren wir hier doch, oder?
Und auch wenn Sie das als stur empfinden: Ja, ich bin gerne stur, wenn es darum geht, den roten Faden zu behalten und von Ihnen einen Beleg Ihrer These zu fordern. Denn damit sind Sie ja selbst hier angetreten. Keiner hat Sie dazu gezwungen. Ich finde es aber auch nicht überzeugend, dass Sie nunmehr die Beweislast umdrehen und mich dazu nötigen, auf Fanseiten nach Belegen für Ihre Thesen zu suchen. Müsste es nicht umgekehrt sein, dass mir und den Mitlesern hier plausibel zeigen, wie Sie den ROI beziffern und gemessen haben? Oder sollen jetzt alle anderen, die diese Debatte mitverfolgen ebenfalls auf der Seite Ihres Kunden nach Zahlen, Daten, Fakten suchen?
Ich würde also schon gerne von Ihnen wissen, ob und wie der ROI von Social Media messbar ist. Ihre Fallstudie bietet hierzu aus meiner Sicht aber leider keine hinreichenden Zahlen. Und zu Tode rechnen wollen Sie sich auch nicht. Auch das ist okay für mich. Nur den Beweis bleiben damit eben auch Sie schuldig. Den Vorwurf, den Sie mir machen, ich würde auf Ihre Punkte nicht eingehen (was übrigens nicht stimmt), könnte ich Ihnen genauso machen: Bitte liefern Sie doch eine konkret messbare Rechnung – das habe ich, wie Sie selbst feststellen, wiederholt gefragt. Stattdessen aber werden jetzt persönlich und frech, was ich schade finde, aber die Diskussion deshalb hier beende. Ich möchte mir nicht für Sie Zeit nehmen, Ihnen schreiben und mit Ihnen diskutieren, um mich dann so anpöbeln zu lassen.
Und ich weiß nicht, ob das für einen Berater “Ihres Formats” eine zufriedenstellende Selbstdarstellung ist. Könnte aber sein.
Beste Grüße zurück.