bleistiftWas erwarten Chefs von einer Sekretärin (heißt die überhaupt noch so?)? Der Frage ist das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Büroartikelherstellers Leitz nachgegangen und hat dazu eine repräsentative Umfrage unter 250 Managern durchgeführt. Ergebnis: Loyalität steht für die Führungskräfte an erster Stelle. Die Sekretärin habe im Büroalltag Einblicke in geheime und wichtige Informationen, organisiert die Arbeitsabläufe und ist deshalb oft auch die erste Ansprechpartnerin ihres Chefs – sogar in privaten Fragen wie die Manager zugeben. 90 Prozent der Befragten legen zudem großen Wert auf PC- beziehungsweise Internetkompetenzen als zentrales Elemente der Kommunikation. Denn die Sekretärin muss heute Datenbanken pflegen, Grafiken erstellen und für Präsentationen im Internet recherchieren sowie manchmal sogar Webseiten aktualisieren. Wer das nicht beherrscht, hat schlechte Aussichten auf einen Job. Allerdings: Erst von jeder dritten Sekretärin (32 Prozent) werden Fremdsprachenkenntnisse erwartet.


Interessant ist auch, was Sekretärinnen so machen: 50 Prozent der Zeit widmen sie sich klassischen Aufgaben, wie Korrespondenz, Mailwechsel, Telefondienst, Ablage und Reiseplanung. Neben Organisation und Koordination (rund 25 Prozent der Zeit), werden aber auch 13 Prozent der Arbeitszeit durch eigenverantwortliche betriebswirtschaftliche Aufgaben in Anspruch genommen. 42 Prozent der Manager erwarten von ihren Sekretärinnen deshalb betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Immerhin: 87 Prozent der Führungskräfte sind mit der eigenen Sekretärin zufrieden. 76 Prozent der Sekretärinnen scheinen zudem einen ausgesprochen guten Draht zu ihrem Vorgesetzten zu haben: Ihnen bescheinigen die Chefs ein gutes Verständnis für deren Persönlichkeit. Hony soit qui mal y pense. Nachholbedarf haben die Assistentinnen allerdings in Sachen Eigeninitiative und Teamarbeit. Mit jeweils 69 und 62 Prozent wurden diese Faktoren bei den Sekretärinnen als am wenigsten erfüllt bewertet.