Selbsttest: Netzwerken Sie genug?
Wer sich über ein gut funktionierendes berufliches Netzwerk freuen kann, kommt schneller an Informationen, hat wichtige Kontakte und kann vielleicht sogar bei der Jobsuche davon profitieren. Bevor es einmal soweit ist, muss man erst einmal genügend Netzwerken, um die richtigen Personen kennenzulernen. An dieser Stelle wird es jedoch etwas knifflig, denn wie viel Networking ist erforderlich? Ein klares Maß dafür gibt es nicht und auch keine genau festgesetzten Grenzen, wie groß ein gutes Netzwerk sein muss. Doch es gibt einige Indizien, an denen man sich orientieren kann. Sind Sie der Meinung, dass Sie genug netzwerken? Unser Selbsttest liefert Ihnen die Antwort...

Selbsttest: Netzwerken Sie ausreichend viel?

Der Selbsttest besteht aus sechs Fragen. Für die Antworten wird eine unterschiedliche Punktzahl vergeben. Bitte addieren Sie diese zusammen. Am Ende gelangen Sie anhand Ihrer Punktzahl zur Auswertung.

Wie immer an dieser Stelle unser Hinweis und die Bitte: Versuchen Sie die Fragen möglichst ehrlich zu beantworten und wählen Sie die Alternativen aus, die tatsächlich auf Sie und Ihre Situation zutreffen. Ziel ist es, eine möglichst realistische Einschätzung der eigenen Person zu bekommen und nicht so viele Punkte wie möglich zu erzielen.

  1. Wie gut kennen Sie Ihre Kollegen - und umgekehrt?

    • Mit einigen Kollegen habe ich mich angefreundet und kenne sie sehr gut, zu anderen habe ich hingegen weniger Kontakt. (2 P.)
    • Ich gehe mit meinen Kollegen gerne nach Feierabend noch etwas trinken, aber wir besuchen auch berufliche Veranstaltungen gemeinsam. (3 P.)
    • Der Kontakt besteht eigentlich nur am Arbeitsplatz. Darüber hinaus habe ich nichts mit den Kollegen zu tun. (1 P.)
  2. Was halten Sie von Netzwerk-Veranstaltungen?

    • Ich kenne viele Personen aus meiner Branche und freue mich immer, wenn es eine Gelegenheit gibt, diese wieder einmal zu treffen. (3 P.)
    • Das ist nicht wirklich mein Fall. Ich fühle mich unwohl dabei, fremde Menschen anzusprechen. (1 P.)
    • Hin und wieder gehe ich dorthin, um neue Kontakte zu knüpfen, aber wenn ich ehrlich bin, verpasse ich die meisten Events. (2 P.)
  3. Wie nutzen Sie Ihr Netzwerk?

    • Ich habe zwar einige berufliche Kontakte, aber bisher habe ich sie noch nicht gebraucht. (1 P.)
    • Hauptsächlich nutze ich mein Netzwerk als Gesprächspartner auf Messen oder über das Internet. (2 P.)
    • Durch den Austausch bin ich meist auf dem Laufenden , was aktuelle Entwicklungen betrifft. Außerdem weiß ich, an wen ich mich bei Fragen wenden kann. (3 P.)
  4. Wie oft nutzen Sie Ihr Netzwerk?

    • Ich suche regelmäßig den Kontakt, um diesen immer wieder aufzufrischen. (3 P.)
    • Schon immer mal wieder, aber ich könnte keine genauen Abstände benennen. (2 P.)
    • Eigentlich nie. (1 P.)
  5. Aus welchen Gründen bauen Sie sich ein berufliches Netzwerk auf?

    • Ich habe gehört, dass es hilfreich sein kann. (1 P.)
    • Ich möchte mir in der Branche einen Namen machen und meine Chancen steigern, beruflich erfolgreich zu sein. (3 P.)
    • In erster Linie geht es mir um den Austausch von Informationen.(2 P.)
  6. Macht Ihnen das knüpfen neuer Kontakte Spaß?

    • Leider überhaupt nicht. Ich sehe es eher als ein notwendiges Übel. (1 P.)
    • Auf jeden Fall! Ich liebe es, mit neuen und spannenden Persönlichkeiten ins Gespräch zu kommen und so deren Geschichte zu erfahren. (3 P.)
    • Grundsätzlich schon, allerdings wird es mir manchmal nach einiger Zeit zu viel und der Spaß geht verloren. (2 P.)

Auswertung des Selbsttests

Wie viele Punkte haben Sie durch Ihre Antworten gesammelt? Hier finden Sie die entsprechenden Auflösungen!

Diese eine Frage zeigt, wie gut Ihr Netzwerk wirklich ist

Netzwerk Nachts-Telefon-AnrufenDass Beziehungen nur dem schaden, der keine hat, dürfte sich herumgesprochen haben. Nicht zuletzt verbirgt sich dahinter die Triebkraft, die virtuellen Netzwerken wie Xing, Linkedin oder Facebook regen Zulauf beschert.

Vermutlich können auch Sie aus dem Stegreif heraus ein paar Namen nennen, mit denen Sie sich regelmäßig austauschen und daher zu Ihrem Netzwerk zählen. Das ist schon mal gut. Aber die eine entscheidende Frage für die Qualität Ihres persönlichen Netzwerks ist eine andere. Sie lautet:

Wen könnten Sie nachts um 2 Uhr anrufen?

Die Frage klingt trivial. Ist sie aber nicht. Tatsächlich geht es dabei um mehr als die Mutmaßung, wen man wohl mitten in der Nacht aus dem Tiefschlaf schellen und mit seinen Problemen belämmern darf.

Es geht darum: Auf wen kannst du wirklich zählen, wenn es drauf ankommt?

Und das sind vermutlich nicht die 200 Xing-Kontakte oder mehr als 300 Facebook-Freunde, die man in der Vergangenheit gesammelt hat. Das wirklich tragfähige Netz dürfte überschaubarer ausfallen.

Oder umgekehrt gefragt:

Wer davon dürfte Sie nachts um 2 Uhr anrufen und aus dem Schlaf klingen?

[Bildnachweis: Rawpixel.com, nito by Shutterstock.com]