CommunityManagerSocialNetworkingNetzwerkErst gestern hat Christian über den Sinn des Gebens geschrieben und darüber, dass gerade Blogger wieder anfangen sollten, sich mehr untereinander zu verlinken. Aber nicht nur Blogger: alle! Geiz ist in dem Fall gar nicht geil und teilen zutiefst Social, davon können alle Seitenbetreiber nur profitieren. Mehr noch: Es ist ein wesentlicher Hebel jetziger und künftiger SEO-Strategien. Oder auf einen Nenner gebracht: Linking out ist mindestens genauso wichtig wie Linking in…

Warum externe Links so wichtig sind

Keine Frage, es gibt da draußen eine Reihe von Link-Spam(mern). Der nutzt keinem etwas. Aber sehen wir Links mal als das, was sie eigentlich sind oder sein sollten: ein redaktioneller Hinweis auf weiterführende hilfreiche Inhalte und Ressourcen im Netz. In dem Fall hilft so ein weiterführender Link im Wortsinn einem Suchenden, seine Fragen noch besser zu beantworten.

Das sieht Google übrigens ganz genauso und berücksichtigt dies in seinen Algorithmen ebenfalls immer besser und stärker. Mit enormen Auswirkungen.

Ein Beispiel: Ein Leser kommt über Google auf das Blog, weil er eine konkrete Frage hat. Leider findet er dort nur ein paar Antworten, die aber haben ihm noch nicht ganz geholfen. Statt seine Suche nun von vorne zu beginnen (was schlecht wäre, weil das die sogenannte Bounce-Rate erhöht), findet er am Ende des Artikels eine Liste mit weiterführenden Links.

Eine feine Sache, denn siehe da: Die helfen ihm, seine Frage vollständig zu beantworten oder sein Problem zu lösen. Und am Ende sucht er nach etwas völlig anderem oder geht im Netz ein bisschen einkaufen…

Genau das misst Google inzwischen sehr gut und sehr genau. Möglich macht das allein der Fakt, dass rund 75% der Webseiten weltweit irgendwelche Google-Codes enthalten – und sei es nur Adsense-Werbung, ein Suchtool oder einen G+ Button.

Damit erfüllt so ein externer Link gleich zwei Funktionen:

  • Er hilft dem Leser (vorausgesetzt es ist kein Spam).
  • Er wertet den eigenen Content auf.

Selbst wenn der eigene Artikel nicht perfekt ist, lässt er sich mit einer solchen Linkliste zu weiterführenden Angeboten deutlich aufwerten. Das eigene Blog, wenn schon nicht der optimale Ratgeber, wird so wenigstens zu einem interessanten Informations-Hub. Und auch dafür gibt es von den Suchmaschinen Bonuspunkte.

Wen also Christians gestriges Plädoyer für häufigeres Verlinken untereinander noch nicht überzeugt hat: Nicht nur aus sozialen, auch aus SEO-Gründen lohnt das externe Verlinken.

Die Zukunft der Websuche

Sehr schön auf den Punkt gebracht hat das übrigens auch mein Kumpel und absoluter SEO-Kenner Marcus Tandler bei seinem Vortrag (Englisch) über die Zukunft der Websuche. Die oben genannte Wirkungskette kommt allerdings eher so im letzten Drittel (was die ersten zwei aber nicht uninteressanter macht)…