SkillmatrixIn jüngster Zeit haben uns einige Anfragen zu einer sogenannten Skill Matrix oder Qualifikationsmatrix erreicht. Manche wissen nicht genau was das ist oder wie sie diese für sich geschickt einsetzen beziehungsweise ausfüllen. Dabei handelt es sich zunächst um eines von vielen Managementtools, die versuchen Mitarbeiter bezüglich ihrer Kompetenzen besser einzuschätzen. Die Skill Matrix versucht zu visualisieren, ob und wie stark die Ist-Bewertungen des Mitarbeiters mit den Soll-Bewerbungen, also den Anforderungen der jeweiligen Position übereinstimmen. Man könnte auch sagen: Die Skill Matrix ist eine Art tabellarisches Assessement Center.

In der Regel werden dazu mehrere Personen befragt: so gut wie immer Vorgesetzte, teils auch Kollegen und der Mitarbeiter selbst. Mithilfe einer solchen Qualifikationsmatrix lässt sich aber auch eine ganze Abteilung bewerten oder zumindest ein Überblick verschaffen, wer was kann und wo gegebenenfalls Entwicklungs- und Weiterbildungsbedarf besteht. Es gibt allerdings nicht DIE EINE Skill Matrix, sondern viele verschiedene Varianten, die sich – je nach Detailgrad – unterschiedlich nutzen lassen.

Beispiel einer Skill Matrix für ein Social Media Team

Um Ihnen ein erstes visuelles Beispiel zu geben, finden Sie im Folgenden eine stark vereinfachte Skill Matrix für ein Social Media Team. Aber schon an diesem Beispiel lässt sich gut zeigen, dass die Visualisierung der jeweiligen Stärken und Schwächen sofort einen guten Überblick über mögliche Schulungen oder Einsatzgebiete erlaubt:

Skillmatrix-Team

Natürlich lässt sich eine solche Matrix auch einsetzen, um den Qualifizierungsfortschritt einzelner Mitarbeiter zu dokumentieren – etwa in Form regelmäßiger Beurteilungen, bei denen dann die einzelnen Felder (hoffentlich) immer mehr ausgefüllt werden. So entsteht mit der Zeit eine Art Leistungsbeurteilung und Bewertungshistorie.

Ein weiteres Beispiel als PDF finden Sie übrigens noch HIER.

Wie Sie die Skill Matrix für sich selbst nutzen können

Das Prinzip der Qualifikationsmatrix lässt sich natürlich ebenso für den persönlichen Einsatz nutzen – zum Beispiel bei der Berufsfindung oder Jobsuche.

Visualisieren Sie in Form einer solchen Matrix die eigenen Stärken (und Schwächen) sowie Interessen:

  • Was können Sie besonders gut?
  • Wo liegen Ihre beruflichen Interessen?
  • Was muss der Traumjob bieten?

Sie können mithilfe der Skill Matrix aber auch gezielt Ihre Eignung für eine ausgeschriebene Stelle verifizieren und darstellen, indem Sie die Anforderungen (die meisten stehen in der Stellenanzeige) mit Ihren eigenen Kompetenzen abgleichen.

Wer es originell mag, kann bei besonders augenfälliger Übereinstimmung diese Matrix (ähnlich wie eine Infografik) auch seiner Bewerbung beifügen oder zum Vorstellungsgespräch mitbringen und so gegenüber dem Personaler noch einmal eindrucksvoll dokumentieren, warum man selbst die Bestbesetzung für den Job ist.

Aber Achtung: Um glaubwürdig zu bleiben, sollten Sie nicht einfach die Kuchendiagramme 1:1 bei den Stellenanforderungen und eigenen Kernkompetenzen übernehmen und kopieren. Ein bisschen Varianz und Entwicklungspotenzial sollte die Matrix schon haben. Etwa wie in diesem Beispiel:

Führungs-erfahrung Organisations-talent Analytisches Denken Mobilität Englisch-kenntnisse
Stellen-anforderung Skillmatrix4 Skillmatrix5 Skillmatrix3 Skillmatrix5 Skillmatrix4
Eigene Kompetenzen Skillmatrix3 Skillmatrix4 Skillmatrix5 Skillmatrix5 Skillmatrix5

Apropos…

Haben Sie schon Erfahrungen mit einer solchen Skill Matrix sammeln können? Oder haben Sie Tipps im Umgang damit? Dann hinterlassen Sie bitte einen Kommentar dazu, diskutieren Sie mit und teilen Sie Ihr Wissen!