Knapp jeder dritte Arbeitgeber (28 Prozent) gewährt seinen Mitarbeitern inzwischen während der Arbeitszeit uneingeschränkten Zugang zu Social Media. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzumfrage der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP, 202 befragte Personalmanager). Lassen Sie sich von dem Ergebnis aber nicht täuschen: Fast genauso viele Unternehmen (26 Prozent) untersagen die private Nutzung, 12 Prozent setzen zeitliche Grenzen, 10 Prozent gestatten nur bestimmten Mitarbeitergruppen die Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit und weitere sieben Prozent beschränken den Zugang auf ausgewählte Dienste. Neun Prozent sperren kategorisch alle Social-Media-Dienste. 15 Prozent der Unternehmen sind noch unentschieden und haben noch keine Regelung getroffen.

Interessant auch: Arbeitsrechtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit Social Media musste bisher nur jedes zehnte Unternehmen ergreifen. Dabei ging es vornehmlich um unzulässige Äußerungen eines Mitarbeiters oder um eine (übermäßige) private Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit. Zu denjenigen, die wiederum in den Genuss einer völlig freien Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit kommen, gehören vorwiegend Beschäftigte aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und Personal. Wer hingegen nur ausgewählte Netzwerke ansurfen darf, darf sich hauptsächlich nur frei auf XING und Linkedin bewegen.

Social Media Richtlinien sind im Vergleich dazu schon weiter verbreitet: Bereits jedes dritte Unternehmen verfügt über Regeln für den betrieblichen Umgang mit Social Media und ein weiteres Drittel plant konkret deren Einführung.