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Social Media Guidelines: Strategien & Checklisten

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Geht es überhaupt ohne Social Media Guidelines? Ob Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Youtube oder Blogs – Social Media haben sich inzwischen als fester Teil der Unternehmenskommunikation etabliert. Immer mehr Unternehmen sind in den sozialen Netzwerken präsent und nutzen diese Kanäle, um mit Fans und Followern in Verbindung zu bleiben und die Reichweite Ihrer Botschaften zu steigern.

Damit ist es aber nicht getan. Denn natürlich kommunizieren dabei nicht nur die bezahlten Profis aus den Social Media Teams, sondern alle Mitarbeiter, die in den Netzen teils auch privat unterwegs sind. Und genau hier liegt das Problem: Nicht alle Mitarbeiter wissen, wie Sie sich dort als Mitarbeiter einerseits und Privatperson andererseits verhalten sollen:

  • Manche posten sich dabei um Kopf und Karriere, indem Sie Betriebsgeheimnisse ausplaudern oder akuten Unmut ungefiltert ventilieren.
  • Andere denken, sie tun Ihrem Arbeitgeber einen Gefallen, indem Sie ihn anonym bewerben oder vehement verteidigen und schießen dabei übers Ziel hinaus.

Wie heißt es so schön: Schlimmer als schlecht ist gut gemeint…

Spätestens an dieser Stelle schaffen Social Media Richtlinien Klarheit und beugen Fehlern und peinlichen Verfehlungen vor. Damit sind Social Media Guidelines keinesfalls nur eine Erfindung von Social Media Beratern, sondern vielmehr ein wichtiger Teil der externen und internen Kommunikationskultur

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Social Media Guidelines: Daran sollten Sie denken

Eben weil Social Media Guidelines Teil einer Gesamtstrategie im Internet sind und Mitarbeitern Orientierung und Sicherheit geben, sollten diese so ausführlich wie nötig, aber auch so kompakt wie möglich formuliert werden.

Im Folgenden finden Sie 44 Punkte, die Unternehmen bei ihren Social Media Guidelines beachten sollten:

    Einführung der Social Media Guidelines

  • Führen Sie die Guidelines aktiv im Unternehmen ein.
  • Stellen Sie klar, dass es sich nicht um Vorschriften, sondern um eine Hilfestellung handelt.
  • Erklären Sie die Guidelines in internen Veranstaltungen.
  • Erläutern Sie auch die Zielsetzung der Social Media Aktivitäten an sich.
  • Sorgen Sie dafür, dass alle (!) Mitarbeiter die Guidelines erhalten.
  • Führen Sie die Richtlinien gleichzeitig im gesamten Unternehmen ein.
  • Gestaltung der Social Media Guidelines

  • Formulieren Sie die einzelnen Punkte in klar verständlichem Deutsch.
  • Erläutern Sie verwendeten Fachbegriffe in Fußnoten oder in einem Glossar.
  • Gestalten Sie die Guidelines möglichst kompakt.
  • Achten Sie bei den Formulierungen besonders auf gute Lesbarkeit.
  • Bieten Sie die Social Media Guidelines in verschiedenen Formaten – sowohl gedruckt als auch elektronisch – an.
  • Nennen Sie in den Richtlinien Ansprech- und Kontaktpartner für Mitarbeiter.
  • Nutzen Sie idealerweise auch Erklär-Videos, um die Social Media Guidelines zu erläutern.
  • Beziehen Sie auch das Wissen der Mitarbeiter in die Gestaltung und Formulierung mit ein.
  • Lassen Sie die Guidelines von ausgewählten Mitarbeitern vor der Einführung gegenlesen und sich Feedback geben.
  • Inhalt guter Social Media Guidelines

  • Geben Sie sich in den sozialen Netzwerken immer als Mitarbeiter des Unternehmens zu erkennen.
  • Stellen Sie klar, dass es sich bei ihren Aussagen um ihre eigene Meinung handelt und sie nicht für das Unternehmen sprechen.
  • Bleiben Sie stets höflich und freundlich.
  • Antworten Sie bitte niemals emotional.
  • Stellen Sie keine Behauptungen auf, die Sie nicht belegen können.
  • Geben Sie keine Zusagen oder Versprechen im Namen des Unternehmens ab.
  • Sprechen Sie bitte nur über Ihre eigenen Erfahrungen.
  • Denken Sie immer daran: Sie kommunizieren mit Menschen.
  • Diskutieren Sie keinesfalls firmeninterne Daten und Themen in den sozialen Netzwerken. Auch nicht in Chats oder geschlossenen Gruppen.
  • Beschimpfen oder beleidigen Sie Ihre Gesprächspartner niemals.
  • Äußern Sie Kritik bitte unternehmensintern und nicht über die sozialen Netzwerke.
  • Verbreiten Sie keine Gerüchte über das Unternehmen, Kollegen oder Vorgesetzte.
  • Meiden Sie sensible Themen wie beispielsweise Religion oder Politik.
  • Nutzen Sie die sozialen Netzwerke bitte primär privat.
  • Kommentare, Likes und Shares auf den Seiten des Unternehmens sind herzlich willkommen.
  • Geben Sie Kritik und verärgerte Kommentare zum Unternehmen, die Sie in den Netzwerken finden, bitte an das Social Media Team weiter.
  • Ergänzende Maßnahmen zu den Guidelines

  • Ermöglichen Sie als Unternehmen die Nutzung der sozialen Netzwerke am Arbeitsplatz.
  • Halten Sie die Führungsmitarbeiter dazu an, mit gutem Beispiel voranzugehen.
  • Machen Sie die Chancen und den Nutzen der Social Media deutlich.
  • Weisen Sie auf die Bedeutung des Mitarbeiter-Engagements explizit hin.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit den Social Media.
  • Nutzen Sie für die Schulungen auch externe Berater. Diesen hören Mitarbeiter meist aufmerksamer zu, als den eigenen Kollegen.
  • Bieten Sie regelmäßig Medien- und Kommunikationstrainings an.
  • Gestalten Sie die Unternehmenskommunikation in den Social Media vorbildlich.
  • Gehen Sie auf die einzelnen Netzwerke – falls nötig – in gesondert ein.
  • Bilden Sie Social Media affine Mitarbeiter zu Ansprechpartnern und kollegialen Beratern aus.
  • Machen Sie es den Mitarbeitern möglichst leicht, Informationen und Feedback aus den sozialen Netzwerken an die Social Media Abteilung weiterzugeben.
  • Stellen Sie das Social Media Team im Unternehmen vor und sorgen Sie intern für einfache Kontaktmöglichkeiten.
  • Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern die Begeisterung für Social Media und die sozialen Netzwerke.



10 ultimative Social Media Richtlinien – im Video

Vor einiger Zeit haben wir nach umfänglicher Recherche bei zahlreiche Unternehmen in Deutschland eine Art ultimative Social Media Richtlinien erstellt und in einem Video zusammengefasst (falls der Ton stört, einfach ausschalten):

Weiterführend Artikel zum Thema

Wenn Sie sich noch umfangreicher mit Social Media Guidelines und der Unternehmenskommunikation in den sozialen Netzwerken befassen wollen, empfehlen wir Ihnen die folgenden Artikel.

[Bildnachweis: docstockmedia by Shutterstock.com]

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