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Die besten Stellen werden über Vitamin B - also gute Kontakte - und/oder aufgrund einer hervorragenden Reputation besetzt. Bewerber tun daher gut daran, ihr Netzwerk aktiv auszubauen und Social Media für ihre Jobsuche zu nutzen. Neu ist diese Erkenntnis nicht (mehr), doch nach wie vor unterschätzen viele Bewerber die notwendige Arbeit, die in aktivem Networking und ebenso aktiver Kommunikation steckt. Denn eine strategische Social Media Jobsuche - gerne auch Bewerbung 2.0 genannt - ist viel mehr als die Nutzung von Facebook und anderen Netzwerken...

Social Media Jobsuche: Am Anfang stehen Profil und Themen

Ollyy / shutterstock.comZugegeben, es wirkt ein wenig seltsam, das Profil an den Anfang der Social Media Jobsuche zu stellen. Soll eben dieses Profil nicht erst durch Kommunikation und Netzwerkarbeit aufgebaute und geschärft werden? Doch, allerdings sollten Bewerber zwei Grundsätze von Anfang an im Blick haben:

  1. Klares Ziel-Profil - Bevor Sie sich an irgendeine Aktivität für die Social Media Jobsuche machen, sollten Ihr Ziel-Profil klar vor Augen haben. Nur wenn Sie wissen, welches Profil Sie aufbauen und gestalten wollen, können Sie Ihre Strategie und Aktivitäten entsprechend ausrichten.
  2. Klare Kern-Themen - Hand in Hand mit Ihrem Ziel-Profil gehen dann auch Ihre Kern-Themen. Hier handelt es sich um die Themen, mit denen Sie sich positionieren und für die Sie bekannt werden wollen. Sie ergeben sich aus Ihrem Ziel-Profil und prägen dieses in der Umsetzung natürlich auch.

Sind Ziel-Profil und Kern-Themen klar, steht die Auswahl der individuell passenden Netzwerke, Kanäle und Medien an. Denn auch wenn wir vom Karrierebibel Team Ihnen ein Bewerbungsblog als Zentrum Ihrer Social Media Jobsuche empfehlen, gibt es zahlreiche Netzwerke und Kanäle, die sich - je nach Branche - eignen.

Social Media Profile: Pflegetipps für Bewerber

dinozzz/123rfAls Bewerber müssen und sollen Sie natürlich nicht alle verfügbaren Netzwerke und Kanäle nutzen. Es ist sinnvoll, sich auf die individuell relevanten Plattformen zu konzentrieren und andere zu ignorieren.

In jedem Fall sollten Sie die verwendeten Kanäle jedoch aktiv nutzen und die entsprechenden Social Media Profile sorgfältig pflegen. Damit ihnen das gelingt, habe wir die wichtigsten Pflegetipps für Social Media Profile für Sie in einer Checkliste zusammengestellt. Sie können diese als PDF Datei herunterladen.

Um deutsche Unternehmen - vor allem im Mittelstand - zu erreichen, eignet sich Xing beispielweise hervorragend. Sind Ihre Wunscharbeitgeber jedoch eher international ausgerichtet, sollten Sie sich intensiv mit Instagram befassen.

Wenn Bilder und Videos für Sie interessant sind, ist sowohl die Bewerbung über Youtube als auch die Nutzung von Instagram ein Thema. Für Instagram gilt: Teilen Sie Ihre Instagram-Bilder auch auf Facebook und/oder Twitter und sprechen Sie dort Ihre Wunsch-Unternehmen an. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie...

  • ... Bilder posten, auf denen Produkte der Unternehmen zu sehen sind.
  • ... Ihre Bilder in einen klaren Bezug zur jeweiligen Marke setzen können.
  • ... Bilder posten, die vom Unternehmensaccount retweetet oder geteilt werden.
  • ... regelmäßig Bilder diese Art posten und dem Unternehmen zukommen lassen.

Vorteilhafte Fotos der jeweiligen Produkte, Bilder des Firmensitzes, der entsprechenden Stadt oder Motive, die einen Bezug zum Unternehmen nahelegen, werden von Unternehmen gerne geteilt und genutzt. Wenn Sie solche Bilder regelmäßig - jedoch nicht täglich, das wäre definitiv zu viel - mit den jeweiligen Unternehmensaccounts oder Fanpages teilen, werden die früher oder später auf Sie aufmerksam. Kurzvideos auf Vine und Instagram lassen sich - mit einigem Aufwand - ebenfalls für die Bewerbung nutzen.

Der hier genannte Grundsatz gilt für alle Netzwerke:

Nur wenn Sie Wunsch-Unternehmen regelmäßig und kontinuierlich - jedoch nicht übertrieben oder nervig - ansprechen und auf deren Radar erscheinen, können Sie deren Aufmerksamkeit erregen.

SEO für Bewerber

Sowohl in Ihrem Online Lebenslauf als auch in Ihren Profilen - mehr Informationen und Tipps dazu finden Sie auch am Ende des Artikels - sollten Sie zumindest grundlegend auf die Suchmaschinenoptimierung achten. Das umfasst vor allem den Einsatz der passenden Keywords.

Was logisch klingt, scheitert oft an einem Problem: Die richtigen Keywords zu finden. Die folgenden Tipps können Ihnen genau dabei helfen:

  1. Jobtitel: Was haben Sie bisher gemacht? Schauen Sie sich an, wie entsprechende Stellenangebote in Jobbörsen getextet und formuliert werden. Ein Beispiel: Wenn derzeit vor allem Brand Manager gesucht werden, Sie selbst aber in der Vergangenheit vor allem als Online-Marketing Manager fungiert haben, ist es vielleicht hilfreicher seinen bisherigen Werdegang begrifflich anzupassen. Wenn Sie ganz korrekt sein möchten, können Sie in Klammern immer noch den damals tatsächlichen Titel ergänzen.
  2. Berufserfahrung: In der Regel werden Sie Ihre beruflichen Stationen tabellarisch auflisten: Januar 2011 - Dezember 2012. Soweit, so korrekt. Doch sucht kaum ein Personaler nach Datumsangaben, wohl aber nach einer x-jährigen Berufserfahrung. Nutzen Sie das, indem Sie beispielsweise in der Online-Version Ihres Lebenslaufs noch in Klammern dazu schreiben: Januar 2011 - Dezember 2012 (2 Jahre Berufserfahrung). Das sieht vielleicht erstmal komisch aus, so als könne der Personaler nicht selber rechnen, erfüllt aber seinen Zweck.
  3. Qualifikationen: Jetzt wird es tricky. Leider ist es so, dass Unternehmen keine einheitlichen Begriffe verwenden. Jede Branche hat da ihre eigenen Sprach-Codes für sogenannte Skills und Zusatzqualifikationen. Hier hilft dann nur der Blick auf die Unternehmens- oder Karriereseiten der infrage kommenden Arbeitgeber. Erstellen Sie sich eine Liste der dort meist verwendeten Beschreibungen und Kompetenzbegriffe, die am ehesten auf Sie zutreffen. Die bauen Sie dann in die Bewerbung ein. So beweisen Sie nicht nur, dass Sie dieselbe Sprache sprechen, sondern eben auch die meist gesuchten Qualifikationen besitzen.

Extra Tipp: Wenn Sie dann noch Ihren SEO-optimierten Lebenslauf hochladen und in Ihre oder eine andere Seite einbauen, denken Sie daran, das PDF richtig zu benennen: Lebenslauf_Max_Mustermann.pdf ist nicht falsch, aber auch nicht optimal. Solche Dokumente werden noch besser gefunden, wenn Sie entsprechende Keywords (den Jobtitel zum Beispiel) zusätzlich in den Dateinamen integrieren. Denn auch der ist SEO-relevant.

Es versteht sich von selbst, dass Sie es bei all dieser Optimierung nicht übertreiben. Denn auch das mögen Suchmaschinen gar nicht. Zugleich verliert die Bewerbung damit ihren Charme. Der Personaler soll am Ende ja immer noch das Gefühl haben, eine echte Perle selbst herausgefischt zu haben und nicht umgekehrt einem noch schlaueren Fischer ins Netz gegangen zu sein

Social Media Jobsuche: Kombinieren Sie Netzwerke

Das Beispiel von Christine Dingler alias punktefrau - oben sehen Sie die re:publica Session dazu - zeigt vor allem eines: Eine erfolgreiche Social Media Jobsuche basiert sowohl auf einem guten Netzwerk als auch dem kombinierten Einsatz verschiedener Netzwerke. Die Voraussetzung für Bewerbung von Christine Dingler können dabei als Prototype für die Social Media Jobsuche dienen:

  • Ein existierendes Blog. Zunächst einmal braucht es für die Bewerbung per Blog natürlich ein Blog. Ein No-Brainer könnte man meinen. Aber gemeint ist natürlich auch, dass das Blog überhaupt von anderen wahrgenommen wird. Es muss nicht nur existieren, sondern auch gelesen werden. Es ist ein bisschen so wie bei der Frage: Existiert das Geräusch eines fallenden Baumes im Wald, wenn keiner da ist, der es hört? So lässt sich auch bei der Bewerbung 2.0 fragen: Existiert sie überhaupt, wenn keiner da ist, der sie liest und teilt?
  • Eine Reputation für den avisierten Job. Ein Grundsatz gilt immer: Ohne die Basis fachlicher Leistung und nachweisbarer Ergebnisse ist die Jobsuche - auch via Social Media - aussichtslos. Durch Blogs und Social Media Kampagnen sollten Sie beweisen, dass Sie nicht nur kommunizieren, sondern auch virtuos auf der Klaviatur der Social Media spielen können. Sie besitzen also hohe Glaubwürdigkeit. Ihre Online-Auftritte müssen bei einer solchen Bewerbung 2.0 vor allem eines leisten: Sie müssen dokumentieren, dass Sie als Bewerber jene Qualifikationen besitzt, die für den Job gesucht werden.
  • Eine engagierte Leserschaft. Ohne Mitstreiter geht es nicht. Gerade nicht bei dieser Form der Bewerbung, denn sie setzt natürlich auf den Viral-Effekt, also Leser und Fans, die diese Jobsuche unterstützen, indem sie diese teilen und verbreiten oder durch Kommentare Resonanz und Referenzen schaffen. Christine Heller hat das seinerzeit sehr geschickt gemacht, indem sie ihre Jobsuche regelrecht "geseeded" hat. Heißt: Noch bevor der entsprechende Blogartikel online ging, hat sie einschlägige Blogger und Freunde informiert und so dafür gesorgt, dass gleich zum Start sofort einige wichtige Retweets, Shares und Blogbeiträge im Netz online gingen und die Kampagne sofort zünden konnte.
  • Assoziierte Social Media. Damit die Freunde, Fans, Leser und Unterstützer die Kunde von der Jobsuche verbreiten können, muss aber eben auch das Teilen der Nachricht so einfach wie möglich sein. An der Stelle sind Blogger enorm im Vorteil: Natürlich lassen sich Beiträge auch auf Facebook, Twitter oder Google+ teilen - aber eben nur innerhalb des Netzwerks selbst. Aus dem Blog heraus lassen sich Beiträge aber per Button eben auch in diverse Netze weiterleiten - der potenzielle Viral-Effekt ist damit ungleich höher.

Sind diese Voraussetzung - die beiden wichtigsten Grundlagen haben wir bereits eingangs genannt - geschaffen, müssen Sie "nur" noch regelmäßig qualitativ gute Inhalte bieten und sich in den relevanten Netzwerken engagieren. Dieses "nur" kann, wenn Sie Ihre Social Media Jobsuche neben einem regulären Job betreiben, ein großer Stolperstein sein. Doch Reputationsaufbau und Netzwerkarbeit brauchen Zeit und Energie, eine Abkürzung gibt es dafür nicht.

Social Media Profile in der Bewerbung: Tipps für die Integration

joingate/shutterstock.comSo viele Vorteile und Chancen die Jobsuche 2.0 und eine Bewerbung via Social Media auch bieten: Ganz ohne Risiken sind diese Ansätze nicht. In eher traditionell ausgerichteten Branchen oder Unternehmen, die beispielsweise auf schriftliche Bewerbungen und sehr sachlich gehaltene Anschreiben bestehen, sind Online-Profile meist tabu.

In diesen Branchen sind - wenn überhaupt - nur Business Netzwerke wie Xing oder LinkedIn erwünscht oder relevant. Diese werden oft jedoch nur genutzt, um bestehende Kontakte online fortzusetzen oder zu vertiefen. Für eine erste Kontaktaufnahme sind sie in solchen Branchen nicht geeignet.

Neben diesen offensichtlichen Tabu-Zonen können Social Media Profile allerdings auch in aufgeschlossenen und modern ausgerichteten Unternehmen und Branchen zum Problem werden. Das ist immer dann der Fall, wenn...

  • ... Online-Profile und Social Media Kanäle mit aller Gewalt in das Anschreiben gepresst werden.
  • ... die Profile zwar grundsätzlich für die Jobsuche genutzt werden, für das konkrete Anschreiben jedoch keine weiterführenden Informationen bieten.
  • ... die Aussagen auf den Profilen der Darstellung im Anschreiben widersprechen.
  • ... die im Anschreiben genannten Stärken, Qualifikationen und/oder Beispiele in den Profilen und Kanälen überhaupt nicht abgebildet werden.

Dass Sie Ihre Social Media Kanäle und Präsenzen nur angeben, wenn Sie diese auch aktiv für die Jobsuche nutzen, setzen wir an dieser Stelle voraus. Sie sollten dann jedoch auch sicherstellen, dass das vermittelte Profil sowohl online als auch offline - in Anschreiben und Vorstellungsgespräch - authentisch, überzeugend und weitgehend deckungsgleich ist.

Online-Profile im Anschreiben: Tipps für E-Mail-Bewerbungen

Lichtmeister/shutterstock.comNaturgemäß fällt die Integration in E-Mail-Bewerbungen am leichtesten - sollte man meinen. In der Praxis ist das jedoch nicht unbedingt der Fall. Klar, Sie könnten Links setzen - wenn Sie HTML-E-Mails verschicken würden. Doch die werden von zahlreichen Unternehmen gar nicht angenommen oder landen im Spam-Filter. Dazu kommt, dass viele Unternehmen das Anschreiben nicht im E-Mail-Text, sondern im PDF-Anhang erwarten.

Folglich sollten Ihre Links auch dort eingearbeitet werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass die im PDF eingebundenen Links auch wirklich klickbar sind. Viele PDF-Generatoren - dazu zählt auch die in Mac OSX integrierte PDF-Funktion - übernehmen zwar die optische Formatierung eines Links, bieten jedoch nicht die Möglichkeit, diesen direkt aufzurufen.

Sind die technischen Hürden überwunden, stellt sich die - wichtigste - Frage nach der inhaltlichen und formalen Integration. Die offensichtlichsten Möglichkeiten:

  • Sie nutzen Beispiele, um Ihre Erfolg und Kompetenzen zu verdeutlichen und verweisen abschließend auf Ihr Online-Profil hin, auf dem noch mehr Beispiele zu finden sind.
  • Sie nennen Referenzen und relevante Kontaktpartner - oder zitieren diese - und verweisen darauf, dass sich der Kontakt auch online nachvollziehen lässt.
  • Sie belegen Ihre Kompetenz durch Arbeitsproben und Beispiele und verweisen weiterführend wiederum auf das relevante Online-Profil.
  • Sie verdeutlichen - bei passenden Stellen (!) - Ihre Affinität für die Social Media und Ihre hohe Kommunikationskompetenz und Vernetzung. Als Beleg können Sie dann auch mehrere relevante Profile und Kanäle verweisen.

Ganz konkret könnte eine Integration beispielsweise so aussehen:

Meine technische Expertise war mir auch bei der erfolgreichen Entwicklung des Produkts XYZ nützlich. Mit meinen Kollegen habe ich diese Innovation maßgeblich mit gestaltet. Einen ausführlichen Bericht über das Projekt finden Sie auf meinem LinkedIn-Profil.

Alternativ könnten Sie auch folgenden Ansatz wählen:

In meiner Zeit bei Unternehmen XYZ habe ich hervorragende Kontakte zu Herrn/Frau XY aufgebaut. Er/Sie hält große Stücke auf meine Leistung, was er/sie auch in seiner/ihrer Empfehlung auf Xing unterstreicht.

Solche Ansätze können hervorragend funktionieren - wenn Sie sie dosiert und überlegt einsetzen. Verwenden Sie diese jedoch zu oft, machen Sie dem Personaler das Leben schwer. Ein Verweis ist meist in Ordnung, ein zweiter oder dritter rangiert jedoch auf der Ebene der bekannten Formulierung: "Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können..." und führt bei Personalern eher zu genervtem Stöhnen als zu Begeisterung.

Multimediale Bewerbung: Mit Videos und Bildern zum Erfolg

Wer sich über eine Bewerbung oder Jobsuche via Social Media Gedanken macht kommt - wir haben es bereits anklingen lassen - nicht am Thema Video vorbei. Mutlimediale Inhalte und Formate sind in den sozialen Netzwerken und für wirklich gute Artikel unverzichtbar. Kommen Videos immer gut an? Vermutlich nicht, denn in Videos präsentieren Sie sich noch ein ganzes Stück persönlicher, als das in Texten möglich ist. Und nicht jedem potenziellen Arbeitgeber wird dieser persönlichere Eindruck gefallen.

Doch das ist gleichzeitig auch die große Chance, die Video Ihnen als Medium bietet. Denn es wird ebenso potenzielle Arbeitgeber geben, die den persönlicheren Eindruck zu schätzen wissen und Sie genau deshalb kontaktieren und Interesse zeigen. Bei allen folgenden multimedialen Formaten sollten Sie sich daher klar machen: Sie präsentieren sich jeweils von einer leicht anderen Seite und geben immer ein Stück mehr von sich preis. Dessen sollten Sie sich bewusst sein - und sich aktiv dafür oder dagegen entscheiden.

Video kann, muss jedoch nicht unbedingt mit Youtube zu tun haben. Sicher können und sollten Sie die größte Video-Plattform für Ihre Bewerbung nutzen - wenn Video ohnehin Ihr Medium der Wahl ist - doch auch die bereits demonstrierten Mini-Videos auf Vine oder Instagram können sich lohnen und in die Bewerbungswebseite integriert werden.

Neben Video können Sie sich auch ein Format zu Nutze machen, dass wir fast schon als Klassiker der Online-Bewerbung bezeichnen würden: Einen Online-Lebenslauf im Infografik-Stil. Keine Sorge, selbst wenn Sie selbst grafisch untalentiert sind, können Sie Ihre wichtigsten Daten und beruflichen Stationen in eine ansprechende Grafik überführen. Mit einem der bereits vorgestellten 21 Tools ist der Online-Lebenslauf schnell erstellt und lässt sich hervorragend in die Bewerbungswebseite integrieren.

Grafiken sind nicht Ihr Ding? Kein Problem, dann erstellen Sie einfach ansprechende Präsentationen, laden Sie diese auf Slideshare hoch und binden Sie sie dann in Ihre Bewerbungswebseite ein. Alternativ können Sie die Präsentationen auch mit einem Audio-Kommentar versehen und als Video zu Youtube hochladen. Sie sehen, um Video sinnvoll nutzen zu können, müssen Sie sich nicht vor die Kamera stellen.

Neben diesen Medienformaten haben Sie jedoch noch einige weitere Optionen, mit denen Sie Ihre Bewerbungswebseite ausbauen können:

  • Interviewen Sie Experten Ihres Fachgebiets und stellen Sie die Interviews als Texte online.
  • Alternativ können Sie Interviews auch als Podcasts veröffentlichen und auf der Seite einbinden.
  • Natürlich bieten sich auch Google+-Hangouts für (Video-) Interviews an.
  • Oft übersehen: Sie können auf Ihrer Bewerbungswebseite auch Ihren Lebenslauf als PDF zum Download anbieten.
  • Ein Bewerbungsblog ist Ihnen zu viel Arbeit? Dann erstellen Sie einige E-Books zu Ihren Kernthemen und stellen Sie diese - als eine Art Arbeitsprobe - zum Download zur Verfügung.
  • Auch Bildergalerien und Slideshows können Ihre Bewerbungswebseite attraktiver machen.

Bei allen genannten Medienformaten gilt der Grundsatz: Die eingebundenen Medien sollten Mehrwert und sinnvolle Informationen bieten. Medien um ihrer selbst willen zu nutzen ist kein gute Idee und torpediert das eigentliche Ziel einer multimedialen Bewerbung. Auch die Dosis ist entscheidend, denn eine überladene Bewerbungswebseite spricht niemand wirklich an. Setzen Sie ausgewählte Medienformate jedoch gezielt ein, können Sie Ihre Bewerbungswebseite damit ausbauen und sich für potenzielle Arbeitgeber deutlich attraktiver präsentieren.

Jobsuche via Social Media: Vor- und Nachteile im Überblick

docstockmedia by shutterstock.comDie Jobsuche und Bewerbung via Social Media wird zwar in immer mehr Branchen akzeptiert, doch das bedeutet nicht, dass die mit ihr verbundenen Risiken dadurch kleiner werden. Im Gegenteil, je normaler die Nutzung von Social Media für Bewerber wird, desto eher nutzen auch Personaler die Netzwerke und Kanäle und desto mehr Fehler können sich einschleichen. Schon heute gibt es Bewerber, die die Risiken einer Bewerbung via Social Media deutlich unterschätzen - und sich dadurch blamieren.

Das soll jetzt keinesfalls vom aktiven Einsatz sozialer Netzwerke für Jobsuche und Bewerbung abschrecken, ganz und gar nicht. Doch wenn Positionierung und Jobsuche erfolgreich sein sollen, sollten Sie sich als Bewerber der Vor- und Nachteile bewusst sein. Daher haben fassen wir diese im Folgenden zusammen. Wir beginnen mit den Nachteilen. Die Jobsuche via Social Media kann...

  • ... mangelnde Kompetenz und fehlendes Fachwissen öffentlich sichtbar machen.
  • ... zum Sammeln von Kontakten verleiten. Unter einer zu großen Zahl an Kontakte leidet jedoch die Qualität der Beziehungen, was der Reputation schaden kann.
  • ... Vergleichbarkeit herstellen und mangelnde Qualität der eigenen Inhalte dadurch sicht- und nachvollziehbar machen.
  • ... dazu führen, dass durch fehlende Strategie und zu breit angelegte Kommunikation Bewerber als Spammer wahrgenommen und von Unternehmen ignoriert werden.
  • ... dazu führen, dass die Kommunikation auf zu vielen Kanälen gestreut wird und dadurch ihre Wirkung verliert. Streuverluste reduzieren die Wirkung des Personal Brandings enorm.
  • ... in konservativen Branchen skeptisch beäugt werden und die Bewerbungschancen reduzieren.
  • ... durch eine negative oder nicht überzeugende (online) Reputation kann die Verhandlungsposition schwächen.
  • ... der eigenen Reputation durch Assoziation mit den falschen Kontakten schaden.
  • ... einen hohen Zeit- und Energieaufwand nötig machen und so eine zusätzliche Belastung zur Jobsuche darstellen.

Bevor Sie jetzt frustriert die Idee einer Jobsuche via Social Media aufgeben, bitten wir Sie, einen Blick auf die zahlreichen Vorteile und Chancen zu werfen. Dann trotz der genannten Risiken sind wir davon überzeugt, dass sich die Bewerbung mit und durch soziale Netzwerke für viele, ja sogar die meisten Bewerber lohnt. Denn die meisten Risiken lassen sich durch eine ordentliche Strategie und eine qualitativ gute, sorgfältig gepflegte Kommunikation und Positionierung ausschließen und vermeiden. Die Vorteile der Jobsuche via Social Media sind daher zahlreich:

  • Sie ermöglicht den Aufbau einer hervorragenden Reputation.
  • Eine potenziell riesige Reichweite mit der Möglichkeit, eine aktive Community aufzubauen und zahlreiche wichtige Kontakte zu knüpfen.
  • Ermöglicht die Positionierung als Experte für ausgewählte Themen und Fachbereiche.
  • Bietet die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen und sich positiv von der Masse der Bewerber abzuheben.
  • Bewerber können ihre Reputation selbst aktiv gestalten und beeinflussen, welche Zielgruppe Sie auf welchem Kanal erreichen.
  • Jobsuche via Social Media gilt in einigen Unternehmen und Branchen als modern und erhöht die Chancen auf den Job.
  • Die Verhandlungsposition von Bewerbern verbessert sich durch eine positive Reputation deutlich.
  • Es lassen sich Kontakte knüpfen, die offline nicht möglich wären.
  • Durch aktives Monitoring können Bewerber ihre Außenwirkung erfassen und bei Bedarf gegensteuern.

Darauf achten Personaler

Sie wollen Ihre Profile optimieren und sich best möglich präsentieren? Dann eine Infografik von Adecco für Sie interessant. Diese zeigt, worauf Personaler am meisten achten.

Personaler-Infografik-Adecco

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