Was haben alle Job- und Karrieremessen – unabhängig von Größe, Ausrichtung, Branche oder Besucheranzahl – gemeinsam? Wenn Ihnen dazu nichts einfällt liegt das einfach daran, dass das vereinende Merkmal inzwischen so alltäglich geworden ist, dass es Ihnen schon gar nicht mehr auffällt. Die Rede ist von der Smartphone-Dichte, die auf Messen gefühlte 80 – 90 Prozent beträgt. Annähernd jeder Besucher ist mit einem mehr oder weniger modernen Smartphone ausgestattet. Doch das Potential von Smartphones und auch von Social Media wird nicht annähernd ausgeschöpft.

Dabei können sich Aussteller durch die sinnvolle Integration von Social Media in Ihren Messeauftritt attraktiv darstellen, während Messebesucher ihren Messetag optimal nutzen können. Wir haben da einige Ideen, wie Sie bei der nächsten Messe das volle Potential ausschöpfen.

Für Aussteller: So werten Sie Ihren Messestand auf

QR-Codes – QR-Codes können nicht nur in der Werbung und in Bewerbungen, sondern auch auf Messeständen einen echten Mehrwert bieten. Ein prominent platzierter QR-Code kann den Messebesucher beispielsweise auf die Unternehmenshomepage des Ausstellers oder dessen Facebook-Fanpage führen. Alternativ kann durch den QR-Code auf der Download einer speziellen Messe- oder Karriere-App des Ausstellers initiiert werden.
Datenaustausch – Seien es Visitenkarten oder Informationsmaterial, auf Messen sind die Stände meistens mit einer Vielzahl von Papieren überfrachtet. Messebesucher wissen oft gar nicht wo sie die vielen Papiere unterbringen sollen. Dabei lassen sich Kontaktdaten oder auch Broschüren bequem elektronisch transferieren. In der näheren Zukunft wird dieser Austausch wahrscheinlich auf der NFC-Technologie basieren. Aktuell erfüllt jedoch Bluetooth diese Funktion. Messe-Aussteller können so dem Besucher die Kontaktdaten und Unterlagen des Unternehmens schnell und einfach zur Verfügung stellen.
Tablets – Auf der Master and More in Stuttgart war das Bild ähnlich wie auf vielen anderen Messen auch. An einigen Ständen gab es zwar iPads, die meisten wurden jedoch als Abspielgerät für fertige Präsentationen genutzt, die automatisch abliefen. Nur einige wenige Aussteller nutzten Tablet-Computer aktiv im Gespräch mit Messe-Besuchern. In diesen Fällen bildete sich schnell eine Gruppe um das Beratungsgespräch, mit der Folge, dass der iPad-Bildschirm zu klein war. Dieses Problem lässt sich unkompliziert durch den Anschluss eines großen externen Monitors oder eines Projektors an den Tablet-Computer. So bleibt der praktische Formfaktor des Tablets erhalten und die Umstehenden können den Bildschirminhalt dennoch mitverfolgen. Generell sollten Tablets jedoch aktiver von den Mitarbeitern an Messeständen genutzt werden, für das reine Abspielen einer Präsentation reichen auch konventionelle Laptops.
Verknüpfung – Die Online-Angebote eines Unternehmens lassen sich hervorragend mit einem Messestand verknüpfen, in der Praxis gibt es allerdings nur wenige Beispiele dafür. Beispielsweise kann das Unternehmen parallel zur Messe auf der firmeneigenen Facebook-Seite Zusatzinformationen zur Messe oder sogar eine spezielle Applikation mit Messeinformationen bereit stellen. Eine andere Möglichkeit ist ein geschützter Bereich auf der Homepage des Ausstellers, den nur Messebesucher nutzen können, die den entsprechenden Zugangscode am Messestand erhalten haben. In diesem geschützten Bereich stehen dann weiterführenden Informationen bereit oder der Messebesucher kann an einer Verlosung oder ähnlichem teilnehmen.
Nachbereitung – Aussteller können auch Beratungsangebote speziell für Messebesucher anbieten, die diese beispielsweise auf der Messe vereinbart werden. Natürlich können diese Beratungstermine auch per Skype oder – wenn es sich um Gruppen handelt – auch per Google+-Hangout statt finden. Auch eine private Facebook-Gruppe – zu der nur Messebesucher Zugang erhalten – lässt sich als Diskussionsforum nach einer Messe nutzen.

Für Messebesucher: So nutzen Sie Ihren Messebesuch optimal

Datenträger – Vom Messeplan über Informationsmaterial der Aussteller bis hin zu Ihren Fragen und Notizen, die Sie sich im Vorfeld der Messe gemacht haben, lassen sich die verschiedensten Daten auch digital speichern. Auf Ihrem Smartphone haben Sie diese Daten immer griffbereit.
Archivieren – Manche Beratungsgespräche wollen Sie vielleicht im Nachhinein noch mal durchgehen, mit Ihrem Smartphone ist das kein Problem. Die Erlaubnis Ihres Gesprächspartners vorausgesetzt, können Sie ein solches Gespräch einfach aufnehmen, Ihr Smartphone übernimmt dabei die Rolle des Audiorekorders. Ähnlich verhält es sich bei Ständen, Schaubildern oder Plakaten, die Sie sich merken wollen. Einmal fotografiert können Sie Informationen problemlos archivieren und später wieder nutzen.
Kontaktdaten – Wenn Aussteller die Option anbieten, Kontaktdaten per Bluetooth zu übertragen, sollten Sie diese Möglichkeit nutzen. Natürlich macht es dann auch Sinn, dass Sie Ihre eigene elektronische Visitenkarte übertragen, diese muss dann logischerweise aktuell und gut gepflegt sein. Auch papierbasierte Visitenkarten können Sie elektronisch speichern. Applikationen wie beispielsweise Camcard machen es Ihnen leicht, Visitenkarten auf iOS oder Android einzuscannen.
Recherche – Sollten Sie – trotz guter Vorbereitung – auf der Messe auf einen interessanten Stand stoßen, mit dem Sie nicht gerechnet haben und über dessen Aussteller Sie nichts wissen, hilft Ihnen Ihr Smartphone weiter. Denn damit haben Sie die Option, direkt vor Ihrem Gespräch auf der Firmenhomepage zu recherchieren. Wer weiß, vielleicht finden Sie ja sogar einen der Standmitarbeiter auf der Homepage und können Ihnen so mit Namen ansprechen oder sich über Ihn informieren.
Wegweiser – Klar, Sie können den Messeplan fotografieren, idealerweise nutzen Sie jedoch die Applikation zur Messe, falls es eine gibt. Ist das nicht der Fall, so können Sie immer noch auch universelle Messe-Apps zurückgreifen, wie sie beispielsweise für die Stuttgarter und Frankfurter Messe angeboten werden. Außerdem erlauben es Ihnen Applikationen wie Find my Friends auf iOS oder Google Latitude, Ihre Messebegleiter jederzeit im Auge zu behalten. So können sich Gruppen bedenkenlos aufteilen und finden sich dennoch problemlos wieder.
Kommunikation – Über Appels iMessage oder den für viele Mobilplattformen verfügbaren Whats App Messenger können Sie kostenlos mit Ihren Messebegeleitern kommunizieren und sich unkompliziert abstimmen.