Sommerzeit ist Urlaubszeit. Für alle. Auch wer während der Ferien im Büro sitzen muss, nimmt sich schon mal eine gedankliche Auszeit oder schaltet gleich ganz ab. Und weil es in den Urlaubszeit weniger Kollegen gibt, die dabei stören könnten, surft der eine oder andere schon mal länger im Internet, ersteigert ein Schnäppchen auf Ebay oder knüpft ein paar Freundschaften auf Xing oder Facebook. Welche davon die beliebtesten Arbeitsvermeidungsstrategien und Lückenfüller sind, hat jetzt der Bürodienstleister Regus unter seinen 650.000 Kunden ermittelt. Entstanden ist so…
Die Top10 der privaten Tätigkeiten in deutschen Büros:
- E-Mails lesen
Die liebste Privatbeschäftigung der Deutschen im Büro ist das Lesen privater Mails. Mal eben die Freundschaftsbriefe sichten oder die privat abonnierten Newsletter überfliegen gehört bei 63,8 Prozent der Befragten zum Arbeitsalltag. - Web surfen
58,7 Prozent surfen am Arbeitsplatz für private Interessen durchs Netz – um Nachrichten zu lesen, Reiseangebote und Veranstaltungstipps zu recherchieren oder Filmchen auf YouTube zu glotzen. - Privatgespräche führen
Das verpatzte Date, das die Kollegin anschaulich schildert, die Party vom Wochenende oder der ausführliche Bericht über den letzten Urlaub im Clubhotel – über die Hälfte der Befragten (51,8 Prozent) plaudern mit Kollegen über Privates während der Arbeitszeit. - Privat telefonieren
50,3 Prozent der Beschäftigten führen im Büro private Telefongespräche, um Arzt- und Friseurtermine zu vereinbaren oder Verabredungen für den Feierabend zu treffen. - E-Mails schreiben
Nur allzu gerne lesen die Beschäftigten private E-Mails im Büro (siehe Platz 1), aber antworten sie auch gleich darauf? Ja, und zwar 46,9 Prozent, die nach der Lektüre mit der oder dem Liebsten E-Mails austauschen und Nachrichten an Freunde und Bekannte schreiben.
- Online shoppen
In letzter Sekunde bei Ebay bieten? Private Geld-Transaktionen wie Online-Shopping, Online-Banking oder Ticketbuchungen erledigen – das machen ganze 38,7 Prozent während der Arbeitszeit.
- Netzwerken und twittern
Auch das Web 2.0 hat im Büro Einzug gehalten: Jeder Fünfte (20,8 Prozent) schaut während der Arbeitszeit in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing vorbei und verwaltet dort seine Seiten und Kontakte. Bemerkenswert: Nur 5,1 Prozent der Befragten nutzen indes den Kurznachrichtendienst Twitter zu privaten Zwecken während der Arbeitszeit.
- Kopieren
Noch schnell ein paar Belege für die nächste Steuererklärung oder gar Bewerbungsunterlagen kopieren? 14,6 Prozent der Büroangestellten nutzen den Firmenkopierer auch schon mal für private Zwecke.
- Rauchen
Rauchen am Arbeitsplatz ist nicht mehr in. Nur 12,8 Prozent der Befragten gaben an, im Büro zur Zigarette zu greifen. Damit landet das Rauchen während der Arbeitszeit in dieser Rangliste auf dem vorletzten Platz.
- Post versenden
Zwar haben E-Mails die herkömmliche Post in vielen Bereichen abgelöst, aber manche offiziellen Dokumente müssen immer noch in Papierform versendet werden. So nutzen 12,1 Prozent der Befragten das Büro als privates Postamt.
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limone
“Bemerkenswert: Nur 5,1 Prozent der Befragten nutzen indes den Kurznachrichtendienst Twitter zu privaten Zwecken während der Arbeitszeit. “
Nicht bemerkenswert, sondern logisch – auf privates Bloggen dürfte das Gleiche zutreffen, es sei denn, der Zeitstempel der Beiträge wird verändert. Wer während der Arbeitszeit privat twittert, dokumentiert doch damit öffentlich sein “Vergehen” – die Abmahnung lauert da gleich um die Ecke. (Die 5,1 % sind wahrscheinlich diejenigen, die ihren Twitter-Stream nur ausgewählten Lesern zugänglich machen.)
Jochen Mai
…und diejenigen, die privat twittern dürfen? Eigentlich sollten das immer mehr werden. Schließlich lockern immer mehr Unternehmen da die digitalen Fesseln und erlassen lieber Social Media Richtlinien. Was ja gut ist…
limone
das gibt es bereits? ich bin da skeptisch… in standard-unternehmen und insbesondere bei konservaitiven chefs sehe ich das eher noch nicht. eher bei unternehmen, die sowieso sehr aktiv in sachen social media sind.
Jochen Mai
Klar gibt’s das – sogar bei konservativen Unternehmen. Lies dir doch bitte hier im Blog mal das Interview mit Bernd Schmitz (Bayer) durch oder die ebenfalls hier gehofften Social Media Richtlinien von Daimler
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Markus
Liebe Karrierebibel,
gerade nach dem Urlaub kann ich nur sagen, dass ich gerade jetzt auf Kollegen treffe die auch in der Hochzeit vielerlei Beschäftigungen aus den oben genannten Punkten nachgehen, das Arbeiten aber ganz hinten anstellen.
Die Bürosleistungen vom erwähnten Regus scheinen aber nur in Amerika zu finden zu sein, das ist zumindest auf Englisch. Gibt es modernere Bürolösungen nicht schon lange auch bei uns? Es würde mich wirklich interessieren wie der Arbeitsalltag durch das richtige Umfeld erleichtert werden könnte?!
Liebe Grüße vom Markus