Wenn ein untadeliges Abi-Zeugnis auf eine gute Uni und viel Vitamin B trifft, scheint eine erfolgreiche Karriere vorgezeichnet. Aber es gibt auch Parameter, die sich nicht ohne Weiteres verändern lassen. Indizien, die schon früh darauf hindeuten, ob jemand später durchstartet oder absäuft. Karrierebibel zeigt Ihnen sieben Indizien, an denen Sie die Gewinner der Zukunft erkennen. Welches Ass haben Sie im Ärmel?

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Später erfolgreich?

Das Berufsleben ist ein Marathon, kein Sprint. Und trotzdem sieht man auf den ersten Kilometern oft schon, wohin die Reise geht, ob der Platz auf dem Treppchen realistisch ist. Wer mit viel Talent und den besten Rahmenbedingungen ins Rennen geht, kann auch den toten Punkt unbeschadet überstehen. Wer auf den ersten Kilometern spritzig wirkt, könnte auch als Erster über die Ziellinie joggen.

An manchen Tatsachen lässt sich leider nicht rütteln, andere Hebel aber können durchaus in die gewünschte Richtung gezogen werden. 7 Indizien, an denen Sie künftige Gewinner erkennen ...

7 Indizien, an denen Sie einen künftigen Gewinner erkennen

  1. Geburtstag

    Für Nachwuchs-Fußballer stehen die Horoskope schlecht, wenn sie im falschen Monat geboren wurden - im Dezember zum Beispiel. Kicker hingegen, die von Januar bis März das Licht der Welt erblickten, sind in den deutschen Auswahl-Mannschaften deutlich überrepräsentiert. Dahinter steckt der relative Alterseffekt. Die jüngsten Kinder eines Jahrgangs sind demnach im Nachteil, ihren Kameraden körperlich und kognitiv unterlegen, hinken in der Entwicklung oftmals zurück. Was sich wiederum auf ihre Leistung - und Förderung - auswirkt. Dieses Phänomen wurde beispielsweise auch bei kanadischen Eishockeyspielern nachgewiesen, und sogar in der Wirtschaft. So konnte vor einigen Jahren belegt werden, dass vergleichsweise wenige CEOs in den Monaten Juni und Juli geboren wurden. Juni- und Juli-Kinder sind in der Schule - aufgrund des Stichdatums - die jüngsten ihres Jahrgangs und haben damit schlechtere Startbedingungen.

  2. Name

    Es gibt kluge Vornamen und es gibt weniger kluge Vornamen. Schon die Lehrer trauen Charlotte, Marie, Alexander und Maximilian mehr zu als Dennis, Chantal und Kevin. Die Uni Oldenburg wies bereits 2009 darauf hin, dass der spätere Erfolg oder Misserfolg eines Kindes mit dem Eintrag ins Standesamtregister vorgezeichnet ist. Und auch nach der Schule bringt der Name Vor- oder Nachteile. Forscher der Uni Osnabrück legten Personalern fachlich identische Lebensläufe vor, die diese bewerten sollten. Resultat: Bewerber mit adelig klingenden Namen wurden nicht nur als führungsstärker und durchsetzungsfähiger eingestuft, sondern auch eher eingestellt und eingeladen. Wer kein Risiko eingehen will, nennt seinen Sohn Thomas oder Stephan - das sind die häufigsten Vornamen in Deutschlands Vorstandsetagen

  3. .

  4. Sport

    Sportliche und intellektuelle Höchstleistungen stehen keineswegs im Widerspruch. Im Gegenteil: Eine Studie brachte im Schulbezirk von Los Angeles vor wenigen Jahren die Erkenntnis, dass die Schüler, die im Schulsport aktiv waren, weniger schwänzten und bessere Noten schrieben als ihre unsportlichen Klassenkameraden. Mögliche Gründe: Die tägliche Anleitung von Trainern, die Werte wie Disziplin und Durchhaltevermögen vermitteln. Bedeutet: Kinder, die Sport treiben, erwerben Kompetenzen, die ihnen auch im späteren Leben handfeste Vorteile bringen.

  5. Bund

    Die allgemeine Wehrpflicht ist Geschichte. Könnte darunter womöglich sogar die deutsche Wirtschaft leiden? Ein Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research legt dies indirekt nahe. Demnach sind Menschen mit militärischem Background keineswegs aggressive Hasardeure, sondern geben in Wahrheit bessere Führungspersönlichkeiten ab. CEOs, die in den Streitkräften gedient hatten, seien finanziell konservativer, seltener in Korruption verwickelt und stressresistenter. Sie hätten die Nervenstärke, auch in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und klare Entscheidungen zu treffen. Möglicherweise helfe ihnen, so die Mutmaßung der Autoren, das Stahlbad, das sie in Extremsituationen durchlaufen.

  6. Größe

    Ein gesundes Wachstum in der Pubertät wirkt sich positiv auf den Gehaltsscheck wenige Jahre später aus. Männer, die 1,82 Meter übertreffen, bringen laut Forschern der Londoner Guildhall Universität im Schnitt sechs Prozent mehr Gehalt nach Hause als ihre kleiner gewachsenen Zeitgenossen. Auch andere Studien belegen die starke Korrelation zwischen Körpergröße und Erfolg. Mögliche Gründe: Große Menschen nimmt man eher als selbstbewusst, kräftig und stark wahr. Kein Wunder also, dass fast 90 Prozent alle US-Präsidenten überdurchschnittlich groß waren. Auch der nicht gerade hünenhafte Barack Obama misst immerhin 1,85 Meter. Aber die Gesetzmäßigkeit hat Risse. Bei Frauen gebe es das Phänomen nicht. Ganz im Gegenteil, laut einer deutschen Langzeitstudie verdienen kleine Frauen sogar mehr als große. 1,60 Meter ist demnach die optimale Größe für eine Frau. Und auch kleine Männer sollten sich nicht entmutigen lassen. Immerhin folgte auf den 1,93-Meter-Koloss Helmut Kohl in Gerhard Schröder ein 1,74-Meter-Winzling ins höchste Amt im Staate.

  7. Aussehen

    Attraktive Bewerber werden häufiger zurückgerufen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen als Durchschnittsgesichter. Schöne gelten als vertrauenswürdiger, kompetenter und ehrgeiziger. Sie kommen bei Kunden wie Kollegen besser an - und treiben sogar die Umsätze in die Höhe. In einen niederländischen Untersuchung stellte sich heraus, dass die Werbeagenturen mit den schöneren Mitarbeitern auch die deutlich höheren Umsätze hatten. In Deutschland ist der Schönheits-Bonus sogar extra-stark ausgeprägt, stärker noch als in den USA, Kanada oder Brasilien.

  8. Stimme

    Tiefe Bass- oder hohe Piepsstimme - für die Erfolgsaussichten ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Ob wir einen Redner für eine geeignete Führungspersönlichkeit halten, machen wir auch an seiner http://karrierebibel.de/stimme-trainieren/ fest. Menschen mit tiefen Stimmen werden - wissenschaftlich belegt - eher in die Kategorie Leader eingeordnet als solche mit hoher Tonlage. Die Studienautoren mutmaßen gar, dass dies ein Mitgrund sein könnte, warum es so wenige Frauen bis ganz nach oben schaffen - weil sie naturgemäß über höhere Stimmen verfügen. Ihren Erkenntnissen zufolge erhöht eine tiefe Stimme auch die Chance, in ein politisches Amt gewählt zu werden. Anekdote: Auch Margaret Thatcher war sich der Wirkung einer tiefen Stimme wohl bewusst. Ihre Stimme wurde im Laufe der Jahrer immer kräftiger - als Folge intensiven Sprechtrainings.

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