Spartipps-Studenten

Ein Gastbeitrag von Sonja Dietz

Knapp bei Kasse zu sein, ist eine der lästigsten Begleiterscheinungen des Studiums. Rund 300 Euro hat der Durchschnittsstudent monatlich zur freien Verfügung. Nicht gerade viel. Und davon gehen in der Regel noch mal Bücher und Klamotten ab. Dennoch können gerade Studierende mit einigen Spartipps und -tricks aus wenig viel herausholen. Wir verraten Ihnen, wo Sie als Student Rabatte bekommen oder gar bares Geld...

Spartipps: Geld sparen als Student

Ziehen Sie ins Studentenwohnheim statt teure Miete für die eigene Wohnung zu berappen; kaufen Sie beim Discounter; essen Sie saisonale Ware und trinken Sie statt Sekt Selters, besser noch Wasser aus der Leitung... keine Bange, mit derlei Binsenweisheiten kommen wir hier nicht um die Ecke. Es gibt deutlich bessere Möglichkeiten, den schmalen Studenten-Geldbeutel zu schonen, von denen Sie vielleicht noch nichts gehört haben...

Spartipps für Hard- und Software

Sie wollen einen günstigen Laptop kaufen? Eine Option ist natürlich, auf Ebay oder Amazon Geräten aus zweiter Hand zu suchen. Doch Second Hand birgt stets ein Risiko: Hält das gekaufte Teil, was der Verkäufer in der Beschreibung versprochen hat? Man weiß es erst hinterher...

Gerade bei Hard- oder Software lässt sich aber auch auf andere Art sparen: Mit Studenten- und Schülerrabatten.

Diese werden von den Herstellern selbst oder bei speziellen Onlineshops wie Studentbook oder Educheck angeboten.

Marken wie Apple, Acer, Dell, Samsung, HP oder Sony bieten generell vergünstigte Laptops oder Drucker für den akademischen Nachwuchs an - Sie müssen dazu lediglich im Store nachfragen. Manche Hersteller haben sogar eigene Online-Shops für Studenten – Apple, Sony, HP und Western Digital zum Beispiel.

Auch Textverarbeitungs-, Fotobearbeitungs- oder Grafikprogramme von Adobe, Autodesk oder Microsoft gibt es zum Studententarif. Die entsprechenden, leicht abgespeckten Softwareversionen für Jungakademiker sind deutlich günstiger im Preis, bieten aber fast den ganzen Leistungsumfang der Vollversion.

Spartipps für den Alltag

Studenten-Sparen-TippsBeim Bürobedarf-Händler Staples gibt es für Studenten einen Rabatt von zehn Prozent auf Druckerpatronen, Schreibwaren und Büroartikel. Einfach an der Kasse nachfragen, Daten angeben, Studenten-Karte erhalten und sparen.

Viel Potenzial, das strapazierte Portemonnaie zu schonen, steckt außerdem in der Mitgliedschaft bei Studentenvorteils-Clubs wie Allmaxx. Hier winken Rabatte auf Artikel aus den Bereichen Wohnen, Shopping, Medien, Fashion, Mobilfunk, Technik und vielen mehr. Obendrauf gibt es:

  • Willkommensgeschenke (zum Beispiel kostenlose Jahresabos)
  • Zugang zu verschiedenen Studentenstores
  • Gutscheine
  • Gewinnspiele
  • Infos und News rund um Studium und Freizeit
  • Beratung bei Fragen rund um das Thema Versicherung während des Studiums

Die Registrierung ist kostenlos. Hinter dem Portal steckt nach eigenen Angaben ein "junger, bunter Haufen, der zu einem Großteil ebenfalls aus Studenten, frischen und fast frischen Absolventen und einem Studienabbrecher besteht".

Daneben werben auch noch andere Sparseiten für Studenten mit satten Rabatten. Diese speziellen Rabattportale für Studenten bieten Dienstleistungen und Produkte aus vielen Bereichen zu ermäßigten Preisen an. Hier erstreckt sich das Sparpotenzial auf fast alle Bereiche des täglichen Lebens:

  • Technik
  • Reisen
  • Auto
  • Bücher
  • Bankkonto
  • Handy und Handytarife
  • Strom
  • DSL
  • Versicherungen

Exemplarisch zu empfehlen sind hier:

Spartipps für Bücher und Zeitschriften

Zahlreiche Magazine und Tageszeitungen wie "Die Zeit" oder der "Spiegel" bieten ermäßigte Preise bei Abonnements für Studierende an, manchmal auch kostenlose Probeabonnements für eine kurze Zeit.

Bei Büchern wiederum lässt sich im Second-Hand-Bereich so manches Schnäppchen machen. Viele höhere Semester verkaufen ihre Bücher an jüngere Studenten. Fachliteratur ist schließlich teuer. Oft finden Sie solche Angebote in den Aushängen an der Uni. Oder Sie gehen im Web auf die Suche. Hier gibt es auch für Fachliteratur spezielle Sparportale, die teils auch kostenlose Fachbücher zum Download anbieten.

Wir empfehlen:

Spartipps für Girokonto und Bankgebühren

Für Girokonten fallen in der Regel Kontoführungsgebühren an. Zudem lässt sich die Bank jede Überweisung bezahlen. Das muss aber nicht sein, wenn man einen Immatrikulationsnachweis vorlegen kann. Die meisten Banken bieten hier spezielle Studententarife, die folgende Rabatte beinhalten:

  • Keine Kontoführungsgebühren
  • Kostenlose EC-Karte
  • Kostenlos Bargeld abheben an den meisten Geldautomaten im In- und Ausland
  • Kostenfreie Überweisungen und Daueraufträge
  • Kostenloses Online-Banking

Manche Banken zahlen auf Girokonten sogar Zinsen auf das Guthaben (aktuell allerdings nicht allzu hohe) - so wird aus etwas Geld ein bisschen mehr Geld. Das ist etwa beim "Jungen Konto" der Deutschen Bank der Fall.

Spartipps beim Reisen

Während des Studiums nach Amerika oder Neuseeland? Das geht ohne viel zu investieren: per sogenannten Working Holidays.

Vor allem in Australien, Neuseeland oder Kanada können Studenten ihr Geld vor Ort durch Aushilfsjobs verdienen. Im Gegensatz zu anderen Formen des Auslandsaufenthalts als Austauschschüler oder Au-pair sind Sie nicht an einen Ort gebunden, sondern können durch wechselnde Gelegenheitsjobs oder Praktika das Gastland in allen seinen Facetten kennenlernen. Die meisten Länder können mit dem sogenannten Working Holiday Visum bis zu zwölf Monate lang bereist werden, das Visum berechtigt dazu, während der Reise verschiedene Jobs anzunehmen.

Zum Beispiel als:

  • Kellner oder Bedienung in der Gastronomie
  • Farmhelfer oder Obstpflücker auf einer Plantage
  • Aushilfe in verschiedenen Promotion- oder Messejobs
  • Verkäufer in einem Freizeit- oder Naturschutzpark

Allerdings ist die Bezahlung für die Jobs nicht sonderlich hoch. Der durchschnittliche Stundenlohn rangiert zwischen sechs und 15 Euro.

Trotz der Möglichkeit zu Arbeiten sollte aber das Reisen nicht zu kurz kommen. Bei der Beantragung des Working Holiday Visums muss der Reisezweck deutlich herausgestellt werden. Ansonsten kann es passieren, dass das Visum verweigert wird.

Oder Sie werden zum Couchsurfer und quartieren sich in den Privatzimmern anderer Studis auf der ganzen Welt ein. Das ist sehr günstig und viel persönlicher als ein Hotel. Meist bietet der Gastgeber nicht nur sein Bett an, sondern begleitet Euch auch als Fremdenführer.

Mehr Infos gibt’s auf Portalen wie:

Extra-Tipp: Wer auf Tour geht, sollte zuvor die "International Student Identity Card" (ISIC) beantragen, mit der sich weltweit eine ganze Reihe von Rabatten nutzen lassen.

Bonus Spartipp: Begrüßungsgeld für Studierende

Einst lockten ostdeutsche Städte junge Studierende mit dem Begrüßungsgeld in ihr Einzugsgebiet. Dieser Trend erstreckt sich inzwischen über das gesamte Bundesgebiet.

Immer mehr Städte wollen mit dem Willkommensbonus neue Bürger anlocken. Wer seinen neuen Hauptwohnsitz in einer Universitätsstadt anmeldet, kann zwischen 50 und 250 Euro einstreichen. Freuen können sich über die Finanzspritze beispielsweise Neubürger von:

  • Berlin
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Dresden
  • Frankfurt/Oder
  • Flensburg
  • Greifswald
  • Halle (Saale)
  • Kiel
  • Lausitz
  • Leipzig
  • Lübeck
  • Magdeburg
  • Oldenburg
  • Osnabrück
  • Pforzheim
  • Potsdam
  • Rostock
  • Stralsund
  • Wolfenbüttel

Sie sehen: Es gibt eine Menge Tricks und Spartipps für Studenten - wenn man nur weiß wo. Haben Sie auch noch ein paar persönliche Tipps? Dann verraten Sie diese uns und den mitlesenden Studenten per Kommentar... Das hilft allen!

[Bildnachweis: baranq by Shutterstock.com]

Über die Autorin

Sonja-DietzSonja Dietz, Jahrgang 1977, arbeitet als freiberufliche Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources Management. Für ihre Kunden aus dem Online-, Print- und PR-Umfeld schreibt sie Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.