Allein in den vergangenen sechs Monaten hat die Zahl derjenigen Unternehmen zugenommen, die Webseiten am Arbeitsplatz sperren. Laut einer internationalen Scansafe-Umfrage sind das inzwischen 20 Prozent der Unternehmen, die so privates Surfen unterbinden wollen, Motto: „Sie werden fürs Arbeiten bezahlt, nicht fürs Surfen!“
Die Hitliste der gesperrten Seiten bietet indes wenig Überraschungen:
- 76 Prozent der Unternehmen blockieren Soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace, Twitter.
- 75 Prozent sperren Webseiten für Waffen (wohl eher ein amerikanisches Problem).
- 64 Prozent verhindert, dass ihre Mitarbeiter auf Seiten mit Alkoholika klicken können.
- 58 Prozent blockieren Webmaildienste wie Gmail, Yahoo, AOL, GMX.
- 52 Prozent sperren Shopping-Portale wie Ebay.
- 51 Prozent sperren Sportnachrichten-Seiten.
- 47 Prozent verbieten zudem den Zugang zum Online-Banking.
Zudem hat ScanSafe untersucht, in welchen Bereichen die Firmenrechner-Verbannung in den vergangenen Monaten noch zugenommen hat:
- 28 Prozent blockieren zunehmend auch Reiseangebotsseiten.
- 27 Prozent verbannen Seiten von Restaurants und Bars.
- 19 Prozent sperren Jobsuchmaschinen (sicher nicht ganz uneigennützig).
Das Interessante daran: Im Ranking der von Firmenrechnern verbannten Seiten tauchen Pornoseiten oder Inhalte mit Gewaltdarstellungen praktisch gar nicht mehr auf (vermutlich auch, weil sie längst gesperrt sind). Stattdessen sind es inzwischen fast nur noch Inhalte, die klassische Alltagsbedürfnisse der Menschen befriedigen. Man kann die Studie daher auch andersherum lesen: Das Internet beherrscht zunehmen den Alltag der Menschen und lässt sie auch im Job nicht mehr los.



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Frank Hamm
Das Problem dürfte sich (aus Sicht der Angestellten) innerhalb der nächsten zwei Jahre angesichts der allgemeinen Entwicklung bei Politikern, Streitkräften und Smartphones erledigen. Wer braucht dann überhaupt noch eine Firewall:
Das Tal der Ahnungslosen: Unternehmen blockieren Facebook, Twitter und Co
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