Studentenrabatte
Einen großen Teil der Abiturienten zieht es im Anschluss an eine Universität und das Studium erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Aus guten Gründen, schließlich ist die vermutlich beste Vorbereitung auf das spätere Berufsleben,Akademiker haben besonders gute Einstiegschancen, wenig Probleme mit Arbeitslosigkeit und viele angehende Studenten versprechen sich die oft beschworene beste Zeit des Lebens. Einen kleinen Haken gibt es allerdings: Studenten sind chronisch knapp bei Kasse. Trotz kleinem Budget muss man aber nicht gleich auf alles verzichten, den Konsum gänzlich einstellen und sich ausschließlich von Nudeln ernähren. Wichtiger ist es, das meiste aus dem zu machen, was man hat. Wir zeigen, wobei Sie überall von Studentenrabatte bekommen können, um bares Geld zu sparen...

Studentenrabatte: Spartipps für Studenten

Dass Studenten ihren Geldbeutel ein wenig schonen müssen, ist keine neue Erkenntnis. Die Kosten während des Studiums sind nicht zu unterschätzen, die meisten verdienen - wenn überhaupt - nur ein wenig Geld mit einem Nebenjob und BAföG und die Unterstützung der Eltern geht in den meisten Fällen bereits für Miete und Lebensmittel drauf. Da bleibt dann nicht mehr allzu viel übrig, um das angepriesene Studentenleben zu genießen.

Um die finanzielle Lage ein wenig zu entspannen, gibt es zahlreiche Tipps und Ratschläge: Ins Studentenwohnheim ziehen, statt die meist deutlich teurere Miete für eine eigene Wohnung aufbringen zu müssen, im Discounter einkaufen, Leitungswasser trinken... Solche Binsenweisheiten könne zwar auch was bringen, wir wollen Ihnen aber bessere Möglichkeiten vorstellen, um Geld zu sparen - und vor allem Punkte aufzählen, von denen Sie bisher vielleicht noch nichts gehört haben.

Studentenrabatte für Hard- und Software

GaudiLab/shutterstock.comOb in Vorlesungen oder in der Uni-Bibliothek: Überall sieht man Studenten auf Laptops lesen, schreiben und arbeiten. Leider sind gerade neuere Modelle aber alles andere als günstig. Zwar gibt es die Optionen Ebay oder Amazon, aber bei Geräten aus zweiter Hand besteht immer auch das Risiko, ob das gekaufte Teil wirklich hält, was der Verkäufer versprochen hat. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, um mit Vergünstigungen für Studenten an bezahlbare Laptops zu kommen. Sowohl Hersteller selbst als auch spezielle Online-Shops wie beispielsweise Studentbook, notebooksbillger oder Educheck bieten Studentenrabatte auf Hard- und Software an.

Auch große Marken wie Apple, Acer, Dell, Samsung, HP oder Sony bieten Studentenrabatte für Ihre Produkte an - wenn Sie diese nicht finden, können Sie sich einfach an den Support wenden. Apple Sony und HP bieten beispielsweise eigene Online-Shops für Studenten, auf denen die günstigen Angebote für angehende Akademiker zu finden sind.

Denken Sie auch daran, bei der Software die entsprechenden Rabatte zu nutzen. Gerade für Studenten wichtige Anbieter wie etwa Adobe aber auch Microsoft bieten verschiedene Studententarife an. Dabei handelt es sich meist um leicht abgespeckte Softwareversionen, die aber um ein Vielfaches günstiger sein können als die Vollversion.

Studenten-Spartipps für den Alltag

Beim Bürobedarf-Händler Staples gibt es für Studenten einen Rabatt von zehn Prozent auf Druckerpatronen, Schreibwaren und Büroartikel. Einfach an der Kasse nachfragen, Daten angeben, Studenten-Karte erhalten und sparen.

Viel Potenzial, das strapazierte Portemonnaie zu schonen, steckt außerdem in der Mitgliedschaft bei Studentenvorteils-Clubs wie Allmaxx. Hier winken Rabatte auf Artikel aus den Bereichen Wohnen, Shopping, Medien, Fashion, Mobilfunk, Technik und vielen mehr. Die Registrierung ist kostenlos.

Daneben werben auch noch andere Sparseiten für Studenten mit satten Rabatten. Diese speziellen Rabattportale für Studenten bieten Dienstleistungen und Produkte aus vielen Bereichen zu ermäßigten Preisen an. Hier erstreckt sich das Sparpotenzial auf fast alle Bereiche des täglichen Lebens:

  • Technik
  • Reisen
  • Auto
  • Bücher
  • Bankkonto
  • Handy und Handytarife
  • Strom
  • DSL
  • Versicherungen

Exemplarisch zu empfehlen sind hier:

Studentenrabatte für Bücher und Zeitschriften

wavebreakmedia/shutterstock.comZahlreiche Magazine und Tageszeitungen wie Die Zeit oder der Spiegel bieten Studentenrabatte und ermäßigte Preise bei Abonnements an. Eine weitere Möglichkeit ist es, zeitliche begrenzte, dafür aber kostenlose Probeabonnements abzuschließen, um für einen bestimmten Zeitraum in den Lesegenuss der Zeitung zu kommen. Hier sollten Sie aber unbedingt daran denken, das Abo rechtzeitig wieder zu kündigen, bevor der Preis sich erhöht.

Bei Büchern wiederum lässt sich im Second-Hand-Bereich so manches Schnäppchen machen. Hier besteht anders als bei technischen Geräten nicht die Gefahr, ein nach kurzer Zeit defektes Exemplar zu kaufen. Viele höhere Semester verkaufen beispielsweise ihre Bücher an jüngere Studenten. Das lohnt sich gerade bei Fachliteratur, die zum Teil sehr teuer sein kein. Finden können Sie solche Angebote beispielsweise an den Aushängen Ihrer Universität, aber auch in den diversen Online-Foren.

Auch hier gibt es im Internet spezielle Portale, auf denen Sie die gesuchten Bücher zu einem besseren Preis - oder vielleicht sogar zum kostenlosen Download - finden können. Hier gibt es beispielsweise:

Studentenrabatte für Girokonten und Bankgebühren

Für Girokonten fallen in der Regel Kontoführungsgebühren an, zudem lässt sich die Bank je nach abgeschlossenem Vertrag auch andere Leistungen wie beispielsweise Überweisungen gesondert bezahlen. Das muss aber nicht sein, wenn Sie Ihren Immatrikulationsnachweis vorlegen. Viele Banken bieten spezielle Studentenrabatte und -tarife an, die verschiedene Vergünstigungen beinhalten können.

  • Keine Kontoführungsgebühren.
  • Kostenlose EC-Karte.
  • Kostenlos Bargeld abheben an den meisten Geldautomaten im In- und Ausland.
  • Kostenfreie Überweisungen und Daueraufträge.
  • Kostenloses Online-Banking.

Lassen Sie sich am besten in der Bank Ihrer Wahl beraten, vergleichen Sie aber auch unterschiedliche Angebote. Hier holt meist der das meiste für sich heraus, der bereit ist, ein wenig Zeit zu investieren und die verschiedenen Studentenrabatte abzuwägen.

Studentenrabatte beim Reisen

michaeljung/shutterstock.comViele Studenten würden beispielsweise die Semesterferien gerne nutzen, um zu verreisen und sich ein wenig von der Welt anzusehen. Ein solches Vorhaben muss aber auch finanzierbar sein und genau das lässt die knappe Studentenkasse nicht immer zu. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, um eine ganze Menge Geld zu sparen und trotzdem reisen zu können. Viele Vorteile bieten Working Holidays oder Work & Travel. Wie der Name bereits sagt, wird hier nicht nur gereist, sondern vor Ort auch gearbeitet. Das ist dann vielleicht nicht ganz so erholsam, aber man verdient sich die Reise sozusagen auf dem Weg und kommt deutlich stärker mit den Menschen und der Kultur in Kontakt, als wenn man nur am Strand liegt.

Vor allem in Australien, Neuseeland oder Kanada können Studenten ihr Geld vor Ort durch Aushilfsjobs verdienen. Im Gegensatz zu anderen Formen des Auslandsaufenthalts als Austauschschüler oder Au-pair sind Sie nicht an einen Ort gebunden, sondern können durch wechselnde Gelegenheitsjobs oder Praktika das Gastland in allen seinen Facetten kennenlernen. Die meisten Länder können mit dem sogenannten Working Holiday Visum bis zu zwölf Monate lang bereist werden, das Visum berechtigt dazu, während der Reise verschiedene Jobs anzunehmen.

Auch bei der Planung eines solchen Trips sollten Sie bereits Studentenrabatte nutzen. Prüfen Sie, ob es bei den Flügen unterschiedliche Angebote gibt, da manche Fluglinien für Studenten bessere Angebote bereit halten. Wer dann noch richtig sparen möchte, kann zum Couchsurfer werden und sich in den Privatzimmern anderen Studis oder Couchsurfer auf der ganzen Welt einquartieren. Das ist nicht nur günstig, sondern auch persönlich und obendrein erfährt man von seinem Gastgeber viel mehr über die Stadt oder das Leben in einem fremden Land. Außerdem sollten Sie die International Student Identity Card beantragen, mit der sich weltweit eine ganze Reihe von Studentenrabatten nutzen lassen.

Bonus Spartipp: Begrüßungsgeld für Studierende

Einst lockten ostdeutsche Städte junge Studierende mit dem Begrüßungsgeld in ihr Einzugsgebiet. Dieser Trend erstreckt sich inzwischen über das gesamte Bundesgebiet.

Immer mehr Städte wollen mit dem Willkommensbonus neue Bürger anlocken. Wer seinen neuen Hauptwohnsitz in einer Universitätsstadt anmeldet, kann zwischen 50 und 250 Euro einstreichen. Freuen können sich über die Finanzspritze beispielsweise Neubürger von:

  • Berlin
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Dresden
  • Frankfurt/Oder
  • Flensburg
  • Greifswald
  • Halle (Saale)
  • Kiel
  • Lausitz
  • Leipzig
  • Lübeck
  • Magdeburg
  • Oldenburg
  • Pforzheim
  • Potsdam
  • Rostock
  • Stralsund
  • Wolfenbüttel

Auch in anderen Städten sollten Sie erkundigen, um nicht die Chance auf den Willkommensbonus zu verpassen.

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[Mitarbeit: Sonja Dietz]
[Bildnachweis: racorn, GaudiLab, wavebreakmedia, michaeljung by Shutterstock.com]