Eine E-Mail hier, ein Tweet dort und hinterher noch eine Statusmeldung bei Facebook gepostet oder eine private Überweisung bei der Online-Bank getätigt – knapp jeder vierte Angestellte (23 Prozent) macht das regelmäßig im Büro, weitere 32 Prozent nutzen die Arbeitszeit immerhin noch gelegentlich für private Online-Aktivitäten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des österreichischen Jobportals Karriere.at. Im Detail:

  • 23 Prozent erledigen Privates immer online im Büro – weil es ja “nur wenige Minuten dauert”.
  • 32 Prozent tun dies nur manchmal – wenn sie “zuhause keine Zeit haben”.
  • 7 Prozent schreiben nur selten private E-Mails – denn ihr Chef “duldet das nicht”.
  • 37 Prozent machen das nie – denn Privates erledigen sie grundsätzlich daheim”.

Tolerante Chefs

Und was sagen die Arbeitgeber dazu? Die sind relativ tolerant mit der Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter: Jeder zweite Arbeitgeber (49 Prozent) duldet es laut Umfrage, wenn ihre Angestellten am Arbeitsplatz privat mailen oder surfen – solange die Arbeit nicht darunter leidet. Jeder Fünfte (20 Prozent) drückt zumindest noch ein Auge zu, wenn sich die Dienstnehmer auf das Checken ihrer Privat-Mails beschränken. Wirklich streng handhaben das lediglich 22 Prozent der Arbeitgeber: Bei ihnen herrscht absolutes Verbot von Facebook & Co. Und jeder zehnte Firmenchef gibt an, nur noch ausgewählte Privat-Seiten im Firmen-Netzwerk zuzulassen. Der Rest: gesperrt.

Zahnlose Verbote

Dass Verbote und Internetsperren Mitarbeiter davon abhalten, während Arbeitszeit Privates online zu erledigen, wird von den meisten indes bezweifelt. Der Großteil der Arbeitnehmer verfüge heute ohnehin über Smartphones mit Internetzugang. Und wer nicht über den Bürorechner ins Web kommt, der surft dann eben mobil. Effektiver sind sogenannte Social-Media-Richtlinien, die die Mitarbeiter anleiten, die diversen Online-Angebote effizienter und im Sinne des Arbeitgebers zu nutzen. In solche Leitlinien steckt meist auch Absatz enthalten, der die private Nutzung von sozialen Netzwerken während der Arbeitszeit regelt