Man kann eine Kollegin direkt fragen, wie sie sich fühlt. Oder auf ihre Schuhe hören. Sie denken jetzt, das ist wieder so eine Quatschthese. Stimmt aber nicht. Denn wer den ersten Weg wählt, der sei gewarnt: Das ist vermintes Gelände. Genauso gut könnte man versuchen, in Harlem Weißbrot zu verkaufen oder Multivitaminsaft am Ballermann. Frauen verstehen diese Frage grundsätzlich falsch. Nicht nur im Büro. Sobald sie jemand nach ihren Gefühlen fragt, fährt ihre hochentwickelte Intrigensensorik hoch und sucht nach Subtext. Weil Männer aber Zwischenzeilen-Legastheniker sind, muss diese Konversation unvermeidlich im Konflikt münden:
„Wie fühlst Du Dich gerade?“
„Warum fragst Du?“
„Weil ich gerne wissen würde, wie Du Dich fühlst.“
„Sonst interessierst Du Dich auch nicht dafür.“
„Aber jetzt würde ich es gerne wissen.“
„Du hast doch ein schlechtes Gewissen!“
„Nein, ich interessiere mich für Deine Gefühle…“
„Ist was mit meinem Kleid nicht in Ordnung? Sitzen meine Haare schlecht?“
„Ich will doch bloß wissen, wie Du Dich fühlst…!“
„Schwein!“ …………………………………………………………………………………………… mehr →
Wer die Zeitungen und Zeitschriften aufschlägt, hat ja zuweilen das Gefühl, die Finanzkrise ist ein reines Männerding. Überall stehen nur Männer auf den Fotos rum: alte Männer, junge Männer, grinsende Männer, Männer mit Sorgenfalten, Männer auf der Straße, Männer in Sitzungen, Männer in Nadelstreifen, Männer in Handschellen. Gut, das letzte Motiv habe ich noch nicht in dem Zusammenhang gesehen, kommt aber bestimmt noch. Was aber bitteschön ist mit den Frauen? Die trifft und betrifft die Finanzkrise schließlich genauso, dachte ich. Und dann fand ich diese wunderbare Umfrage. Und das ist die Essenz:
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Na, Schuhe schon geputzt? Morgen ist Nikolaus… apropos:
- 50 Prozent aller Schuhe weltweit kommen aus China.
- 5 Paar neue Schuhe leisten sich Frauen im Schnitt pro Jahr.
- 97 Prozent der Frauen finden die Optik bei einem Schuh wichtig.
- Für Schuh-Modetrends interessieren sich 46 Prozent der Frauen und immerhin noch 19 Prozent der Männer.
- 45 Prozent der Frauen in Deutschland geben zu, mehr als 25 Paar Schuhe zu besitzen.
- 28 Prozent der Frauen besitzen zwischen 10 und 14 Paar Schuhe.
- 26 Prozent der Frauen besitzen über 20 Paar Schuhe.
- 39 Prozent der Männer finden, dass ihre Partnerinnen zu viele Schuhe haben.
- 49 Prozent der Österreichischen Frauen besitzen Schuhe, die sie noch nie oder nur einmal getragen haben.
- 22 Prozent der Frauen sagen, dass sie Schuhekaufen glücklicher macht als beruflicher Erfolg.
- 29 Prozent der Frauen kaufen Schuhe, um sich zu belohnen. Männer tun das nur zu 11 Prozent.
- 15 Prozent der deutschen Frauen bezeichnen Schuhekaufen als ihr Hobby.
1953 erfand der französische Schuhdesigner Roger Vivier den Stahlstift-Absatz – der 10-Zentimeter-Stiletto war geboren.
- 2 Prozent der Frauen in den USA tragen regelmäßig High Heels im Büro.
- Große Menschen bekommen mehr Gehalt. Ein zusätzlicher Zentimeter Körpergröße bringt im Schnitt knapp 0,6 Prozent mehr Brutto-Monatsgehalt.
- Ein Absatz von 7,5 Zentimetern erhöht die Beanspruchung des Fußballens um 75 Prozent.
- 85 Prozent aller Frauen über 40 Jahren leiden an Fußproblemen.
- 55 Prozent der Männer mussten ihre Partnerinnen schon einmal tragen, weil ihnen die Füße weh taten.
- 37 Prozent aller Frauen würden hohe Schuhe tragen – auch wenn diese noch so unbequem sind.
- Vermutlich, weil 82 Prozent der Männer High Heels am erotischsten finden.
- 79 Prozent der Frauen hatten schon Sex und trugen dazu nichts – außer Stilettos.
- 66 Prozent aller Autofahrerinnen tragen Schuhe mit Absätzen. Insbesondere bei hohen Absätzen klagen 52 Prozent anschließend über Schleifspuren und Kratzer am Schuh, 49 Prozent befürchten das Einklemmen zwischen den Pedalen, 31 Prozent vermissen den richtigen Grip auf dem Pedal, und 17 Prozent fürchten gar um die Fußmatten, wenn sich die spitzen Absätze dort durchbohren.
- Pro Paar werden im Schnitt 70 Euro ausgegeben, bei Business-Schuhen sind es sogar 86 Euro.
- 10.000 Paar High Heels besitzt die Popsängerin Maria Carey nach eigenen Angaben.
- 12 Sekunden brauchte die Psychologie-Studention Nadine Sonnabend für 100 Meter, die sie in Stilettos auf dem Kurfürstendamm zurücklegte.
*Zusammengestellt aus diversen Umfragen.
Siehe auch: Der Boss in Zahlen, Das Büro in Zahlen, Schuhe, Stiefel und Stilettos in Zahlen, Die Weihnachtsfeier in Zahlen
Zieh an, zieh an! Schon immer drückte Kleidung aus, wer zu einer gesellschaftlichen Gruppe gehört – und wer nicht. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden solche Kleiderordnungen für die jeweiligen Stände durch Landsherren, Reichstage oder Stadträte erlassen. Heute dagegen sind moderne Dresscodes nur noch Konventionen, stillschweigende Übereinkünfte seitens eines Gast- oder Arbeitgebers. Dennoch sollte man sich mehrheitlich daran halten. Andernfalls riskiert man den Ruf eines Kleiderrebellen oder Kretins. Deshalb heute:
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