Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Nein Mann! – Wie Sie Bitten charmant ablehnen

Nette, hilfsbereite Kollegen sind der Humus auf dem ein gutes Betriebsklima gedeiht. Solche Mitarbeiter mag jeder, denn sie machen das Leben leichter – das eigene vor allem. Nie schlagen Sie eine Bitte aus oder lehnen Hilfe ab. Wenn andere schon murren oder offen rebellieren, opfern sie sich immer noch selbstlos auf. Schön blöd.

Wer anderen seine Hilfe allzu bereitwillig zukommen lässt, zahlt dafür einen hohen Preis: Nicht nur, dass sich derjenige hernach fühlt wie ein Teebeutel nach dem dritten Aufguss, Hilfsbereite stehen immer auch in der Gefahr, ausgenutzt zu werden. Und den Chef, der einen mit einem zusätzlichen Projekt überrumpelt, obwohl man schon bis über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt ist, macht man mit ungebremster Gefälligkeit auch nicht glücklich. Geht die Sache schief, sind Sie Schuld. Schaffen Sie es, fühlt sich der Boss bestätigt: „Sehen Sie, geht doch!“ mehr

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Steh auf! – Über Profis im Verlieren, Hinfallen und Wiederaufstehen

Mein Freund Daniel ist ein brillanter Verkäufer. Telefonmarketing, Kaltakquise, Klinkenputzen – hat er alles drauf. Das volle Programm. Er sucht zuerst den Nutzen seiner Kunden, passt sich ihnen verbal an, baut Beziehungen auf und pflegt sie, kommt schnell zum Punkt, spart sich dumme Verkäufersprüche, die ohnehin keiner hören will und ist nie schlecht gelaunt. Er ist in seinem Beruf glücklich. mehr

Von Jochen Mai // 1 Kommentar

“Nein!” – Wie Sie mit Ablehnung professionell umgehen sollten

  1. Souverän bleiben Das Wichtigste ist: Nehmen Sie ein Nein nie persönlich. In den wenigsten Fällen ist es das. Der andere hat vielleicht nur keine Zeit, es passt nicht zu seinen Interessen oder zu seinen Zukunftsplänen.
  2. Realistisch bleiben Sie haben nichts gewonnen – aber auch nichts verloren. Letztlich geht es Ihnen nach der Absage genauso gut wie vorher. Mehr noch: Sie haben Mut bewiesen, etwas gewagt – und an Erfahrung gewonnen.
  3. Höflich bleiben Wer heute “Nein” sagt, sagt morgen vielleicht “Ja”. Bedanken Sie sich also für die Aufmerksamkeit, die Prüfung des Angebots und beweisen Sie Größe. Wer hier patzt, verbrennt Brücken, über die er morgen geht.
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Überqualifiziert – Wie man auf das Stigma in der Bewerbung reagiert

Abhaken„Sie sind überqualifiziert!“ – Ein Satz, den man nicht gerne im Vortstellungsgespräch hört, denn dahinter verbirgt sich meist schon die Ankündigung einer Absage. Gleichzeitig stellt sich die Frage, warum das überhaupt ein Handicap sein soll: Überqualifiziert – bedeutet das nicht auch, dass man besser ist, als sich das der Arbeitgeber überhaupt hätte erhoffen können?

    Schwierige Frage. Und so lautet auch die erste – zugegebenermaßen – wenig befriedigende Antwort: ja und nein. Also ins Detail…

Überqualifiziert kann Vieles bedeuten. Oft ist es nur ein Chiffre – dafür, dass der Personaler eigentlich meint: „Sie sind zu teuer.“ Oder: „Ich habe das Gefühl, Sie suchen hier nur einen Übergangsjob. Sobald Sie ein besseres Angebot bekommen, sind Sie auch wieder weg.“ Es kann aber auch bedeuten, dass der Bewerber zahlreiche (zu viele) Qualifikationen mitbringt, und deshalb im Verdacht steht, zwar alles, aber nichts richtig gut zu können. Oder es bedeutet tatsächlich das: Sie sind überqualifiziert.

Schauen wir uns die Sache nochmal in Form einer Liste an: Was heißt es also, wenn man Ihnen Überqualifizierung vorwirft? Der Personaler sagt Ihnen damit verblümt: mehr

Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Achtung Gefälligkeitsfalle – Wie Sie lernen, besser Nein zu sagen

Nette, hilfsbereite Kollegen sind der Humus auf dem ein gutes Betriebsklima gedeiht. Solche Mitarbeiter mag jeder, denn sie machen das Leben leichter – das eigene vor allem. Nie schlagen Sie eine Bitte aus oder lehnen Hilfe ab. Wenn andere schon murren oder offen rebellieren, opfern sie sich immer noch selbstlos auf. Schön blöd. Stress wegen Überforderung gehört heute zu den häufigsten Bürokrankheiten. Zeitdruck, mieses Klima, Überforderung und ausbleibende Anerkennung – all das zählt längst zu den entscheidenden Ursachen dafür, dass die Fehlzeiten aufgrund seelischer Erkrankungen in den vergangenen sieben Jahren um 70 Prozent gestiegen sind. mehr

Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Wie Sie die Wartezeit nach der Bewerbung nutzen

  1. Anrufen. Das Jobinterview ist gelaufen, nun warten Sie seit zwei Wochen auf die Zu- oder Absage. Rufen Sie ruhig an – aber nicht, um sich zu erkundigen, sondern um Ihren Wunsch, für diese Firma zu arbeiten, zu bekräftigen. Nebenbei können Sie immer noch nachhaken.
  2. Mitteilen. Sagen Sie ruhig, wenn Sie andere Angebote haben und deshalb etwa binnen einer Woche eine Entscheidung brauchen. Aber bitte nicht pokern! Manchmal braucht Recruiting Zeit. Wer dann zurückrudert, macht sich unglaubwürdig.
  3. Weitersuchen. Egal, wie sehr Sie diesen Job möchten: Hören Sie mit der Bewerbungsphase erst dann auf, wenn Sie eine verbindliche Zusage oder etwas Schriftliches haben. Und wenn Sie nie wieder von dem Laden hören: Auch gut. Für so ein Gesindel sind Sie sich doch zu schade!
Von Jochen Mai // 10 Kommentare

Fauxpas im Vorstellungsgespräch – Bewerber-Knigge in Zahlen

Antworten der Personaler

handschlag 30 Prozent der Bewerber erscheinen 15 Minuten zu spät zum Vorstellungsgespräch, 9 Prozent lassen sogar eine Stunde auf sich warten. 26 Prozent der Personaler haben während des Jobinterviews schon erlebt, dass ein Bewerber ein Telefongespräch an seinem Handy angenommen hat. 68 Prozent der Personaler würden dafür einen Kandidaten umgehend disqualifizieren. 87 Prozent der Personaler bemängeln unangebrachte Kleidung beim Jobinterview, 43 Prozent erleben immer wieder Respektlosigkeiten und schlechte Ausdrucksweise. 39 Prozent der Personaler halten ein Dankschreiben nach dem Gespräch für extrem wichtig, 41 Prozent finden es irgendwie wichtig. Für 98 Prozent reicht dazu eine E-Mail. Immerhin: 33 Prozent erhalten in der Hälfte aller Fälle tatsächlich ein solches Dankschreiben, 35 Prozent selten bis gar nicht. 5 Prozent der Personaler würden für das Ausbleiben eines Dankschreibens einen Kandidaten sogar ablehnen. 33 Prozent der Befragten sagen Kandidaten per E-Mail ab, 29 Prozent per Briefpost und 27 Prozent per Telefon. 46 Prozent der Personaler haben ein Jobangebot kurzfristig wieder zurückgezogen. 82 Prozent halten Rückfragen während des Jobinterviews für extreme wichtig, 16 Prozent finden es immer noch bedeutend. 59 Prozent der Personaler finden, dass sich die Manieren der Bewerber in den vergangenen Jahren verschlechtert haben.
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen