Es gibt in Deutschland nach wie vor ein weit verbreitetes Instrument zur Ermittlung von Produktivität: die Stechuhr. Man könnte auch sagen: Anwesenheit ist zahlreichen Chefs wichtiger als effzientes Arbeiten. Doch das ist nicht nur dumm, es bewirkt auch das Gegenteil, wie etwa Studien (PDF) der Soziologinnen Erin Kelly und Phyllis Moen von der Universität von Minnesota zeigen. Sie fanden heraus: Je mehr Freiheiten und Flexibilität Arbeitgeber ihren Mitarbeitern in puncto Arbeitszeit zugestanden, desto produktiver wurden diese, deren Schlaf verbesserte sich und sogar die Krankheitsausfälle wurden weniger. mehr
Anwesenheits-Terror – Flexible Arbeitszeiten machen produktiver
Zu spät – Wer länger im Büro bleibt, schadet sich enorm
In deutschen Unternehmen herrscht zuweilen noch immer ein scheinbar objektiver Maßstab für Produktivität: die Uhr. Die Anwesenheit gilt als Beleg für die Loyalität und den Leistungswillen eines Mitarbeiters, Stress als Statussymbol. Und je höher einer aufsteigt, desto stärker mutiert die Länge des Arbeitstages zum Prahlobjekt. Eine (gute) Führungskraft verbringt im Schnitt 46 Stunden pro Woche im Büro, bei einem Topmanager sind es 70 hat einmal eine Umfrage ergeben. Die Zahlen variieren vielleicht hier und da. Dennoch denken nicht wenige, Feierabend machen nur Faulpelze. Schön blöd! mehr
Auf der Arbeit – Existieren Büros im Jahr 2020 noch?
Ich bin dann mal auf der Arbeit… Ein Satz, der womöglich schon bald vom Aussterben bedroht ist. In nicht mal einer Dekade könnte die berechtigte Frage darauf schon lauten: Wo bist du?
Oder anders gefragt: Wie lange wird es klassische Büros überhaupt noch geben? Wie lange noch wird Anwesenheit ein Kriterium sein, um Leistung zu messen? Oder ein seriöser Ort, an dem der Arbeitnehmer schafft? Glaubt man einer repräsentativen Umfrage von Virgin Business Media, so glauben allein 58 Prozent der Briten, dass das Büro, so wie wir es heute kennen, spätestens im Jahr 2021 verschwunden sein wird. mehr
Anwesenheitspflicht – Büropräsenz bleibt unverzichtbar
Zwei Studien – zwei Welten. Heute morgen noch prognostizierte eine repräsentative TNS-Studie dem mobilen Internet eine glorreiche Zukunft. Schon heute gibt es in Deutschland mit 107,2 Millionen Mobiltelefonen mehr Handys als Einwohner (81,8 Millionen). Jeder fünfte Handynutzer surft damit bereits mobil in sozialen Netzwerken, 2010 waren es erst 13 Prozent. 21 Prozent der mobilen Netzwerker laden zudem mobil Fotos oder Videos hoch, weitere 28 Prozent wünschen sich, dies bald tun zu können. 30 Prozent rufen mit Ihren Handys Informationen ab, 31 Prozent gehen damit einkaufen oder besuchen Unterhaltungsseiten (18 Prozent). Kurzum: Die Vorzüge der Internetnutzung sind längst nicht mehr an einen festen Rechner gebunden, sondern werden zunehmend unterwegs genutzt. Einerseits. mehr
9to5 – Arbeitnehmer wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten
Wer hat an der Uhr gedreht…? – Deutsche Arbeitnehmer wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten – vor allem die Leistungsträger. Das ist Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Bain & Company (3300 Befragte in USA, Europa, Asien). Danach wünschen sich 94 Prozent der weiblichen und 78 Prozent der männlichen Spitzenkräfte zeitlich flexibler zu arbeiten.
Doch obwohl 60 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, werden diese kaum genutzt: Nur knapp die Hälfte der Frauen (46 Prozent) und weniger als ein Drittel der Männer (25 Prozent) greifen auf entsprechende Angebote zurück. Hauptgrund: Sie fürchten das Karriere-Aus, weil umgekehrt als nicht belastbar oder engagiert genug gelten könnten. Eine Senior Bankerin sagte etwa, das Top-Management würde den Wunsch nach flexibler Arbeit als Schritt in Richtung Rente interpretieren. Ein jüngerer Studienteilnehmer wiederum fürchtete, die Kollegen könnten denken, er wolle sich vor der Arbeit drücken.
Ein Trugschluss. mehr
Anwesenheitspflicht – Was ein 12-Stunden-Tag über Sie verrät
In deutschen Unternehmen herrscht zuweilen noch immer einen scheinbar objektiver Maßstab für Produktivität: die Uhr. Die Anwesenheit gilt als Beleg für die Loyalität und den Leistungswillen eines Mitarbeiters, Stress als Statussymbol. Und je höher einer aufsteigt, desto stärker mutiert die Länge des Arbeitstages zum Prahlobjekt. Eine (gute) Führungskraft verbringt im Schnitt 46 Stunden pro Woche im Büro, bei einem Topmanager sind es 70 hat einmal eine Umfrage ergeben. Die Zahlen variieren vielleicht hier und da. Dennoch denken nicht wenige Feierabend machen nur Faulpelze. Schön blöd! mehr
Eindrucksvoll – Anwesenheit ist wichtiger als Fleiß
Fleiß ist aller Aufstieg Anfang. Also kann man sich anstrengen und dabei dann jede Menge analysieren, archivieren, fabrizieren, optimieren, organisieren, produzieren, programmieren, präsentieren, sanieren, telefonieren oder theoretisieren – acht bis neun Stunden täglich. Und trotzdem nichts erreichen. Fleiß ist eben nur der Anfang und nicht alles. Image dagegen schon. Auf die Qualität der Arbeit kommt natürlich auch an. Für die Karriere mitunter aber entscheidender ist der Eindruck, den der Chef vom Engagement seiner Mitarbeiter hat – und das interessanterweise völlig unabhängig davon, wie fleißig die wirklich arbeiten.
Weil sich Fleiß jedoch kaum objektiv messen und noch schwerer vergleichen lässt, dient vielen Vorgesetzten die Anwesenheit als Behelfs-Gradmesser. Das kann man beklagen und total ungerecht finden. Oder dumm. Und man hätte damit sogar Recht. Trotzdem ändert sich das so schnell nicht: Anwesenheit gilt Chefs als Beleg für Loyalität und Leistungswillen. So manche Führungskraft verbringt schließlich selbst im Schnitt 46 Stunden pro Woche im Büro, bei Topmanagern sind es angeblich sogar 70 Stunden, hat mal eine von zahlreichen Umfragen zu dem Thema ergeben. Die Zahlen variieren natürlich ab und an. Trotzdem nähren sie das Klischee, dass nur Faulpelze Feierabend machen.
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