Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Drei Wege, (eigene) Kreativität todsicher zu verhindern

  1. Seien Sie skeptisch. Wann immer Ihnen eine Idee kommt oder Sie von einer neuen Idee hören – analysieren Sie diese erst einmal kritisch, bewerten Sie diese, finden Sie Studien, Zahlen, Fakten – dagegen. Seien Sie vorsichtig, suchen Sie sofort Gründe, warum das NICHT klappen kann. So kann der Funke gar nicht erst zünden.
  2. Kennen Sie Ihre Grenzen. Sollte Sie ein kühner Plan dennoch packen, erinnern Sie sich an Ihre Schwächen. Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl, das Ihnen sagt, dass Sie hierfür weder das nötige Know-how noch Talent besitzen. Was auch hilft: Machen Sie sich bewusst, dass Sie für derlei Mut gar nicht bezahlt werden.
  3. Bleiben Sie fokussiert. Linear-logisches Denken schützt vor Umwegen. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eben die Gerade. Eine andere Strecke lässt Sie sicher nur straucheln oder stolpern. Hören Sie lieber auf Experten: Die kennen die ausgelatschten Pfade am besten – und prognostizieren treffsicher aus dem Früher das Morgen.
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Drei Techniken, wie Sie schneller und bessere Enscheidungen treffen

  1. Wichtigkeit Wir treffen am Tag hunderte Entscheidungen – und die meisten davon sind minder relevant: Welche Socken ziehe ich heute an? Mache ich mir jetzt einen Kaffee? Das gilt auch für scheinbar wichtige Alternativen. Manchmal ist es schlicht egal, ob Sie sich so rum oder so rum entscheiden. Quälen Sie sich nicht damit, das hält dann nur auf.
  2. Wertigkeit Gleichen Sie Ihre Wahl mit Ihren Werten ab: Was bringt Sie Ihren Zielen wirklich näher? Was ist Ihnen wirklich wichtig und lässt sich auch mit Ihrem Gewissen vereinbaren? Wenn Sie diese Fragen ehrlich beantworten, werden Sie Ihre Entscheidungen nie bereuen – und sich selbst treu bleiben. Ihre Ziele sollten Sie allerdings kennen.
  3. Bauchgefühl Trauen Sie Ihrer Intuition. Halten Sie sich nicht zu lange mit den Was-wäre-wenn-Kaskaden auf. Natürlich ist es wichtig, möglichst viele Informationen zu haben, um gute Entscheidungen zu treffen. Aber vollständige Information gibt es nicht. Jede Wahl beinhaltet immer auch ein Risiko. Studien aber zeigen: Der Bauch weiß oft mehr als der Kopf.
Von Jochen Mai // 13 Kommentare

Kopf oder Bauch – Wie Sie unter Druck besser entscheiden

Und?! Haben Sie schon einen Plan, wie Sie die nächsten elf Minuten verbringen? So lange brauchen Sie für diesen Text. Alternativ könnten Sie: E-Mails checken (30 Sekunden), mit Ihrem Kollegen einen Streit anfangen (zwei Minuten), ein Kündigungsschreiben aufsetzen (drei Minuten), die Tür zuknallen (zwei Sekunden), einen Urlaubsantrag stellen (eine Minute), Ihren Projektvorschlag noch mal durchgehen (drei Minuten) und hätten dann immer noch eine Minute und 28 Sekunden übrig – etwa um ins Frühstücksbrötchen zu beißen und die Ordner wieder aufzuheben, die umgefallen sind, als Sie die Tür zugeworfen haben.

Na, noch da? mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Blitzaktion – Die Macht der Intuition

Zehn Millionen. Soviel sollte die Statue eines griechischen Jünglings kosten, die ein Kunsthändler dem Getty-Museum in Los Angeles anbot. Klar, bei einer solchen Summe kauft keiner die Katze im Sack. Also prüften die Kunstkenner den Marmor auf seine Echtheit, mit Elektronenmikroskop, Massenspektrografie, Röntgenstrahlen. Das volle Programm. Dann stand fest: Das Ding ist echt. Falsch! Noch bevor der Kaufvertrag unterschrieben wurde, warf der ehemalige Leiter des Metropolitan Museum of Art in New York, Thomas Hoving, einen Blick auf die Plastik. Sein Bauch sagte ihm: „Der Steinbube ist unecht.“ Was Maschinen nicht enthüllen konnten – sein Bauch konnte es, in einem Augenblick. mehr

Von Jochen Mai // 20 Kommentare

Empathie, nie? – Ist emotionale Intelligenz lernbar?

EQ versus IQ. Seit der US-Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman den Begriff der emotionalen Intelligenz populär gemacht hat, fungiert dieser oft als Gegenentwurf zur klassischen Intelligenzforschung. Letztere basis meist auf metrisch messbaren Daten, die zum sogenannten Intelligenzquotienten, dem IQ, aggregiert werden. Emotionale Intelligenz (EQ) dagegen lässt sich kaum messen. Wie auch? Emotional intelligente ebenso wie empathische Menschen sind in der Lage, die Gefühle und Bedürfnisse anderer aber auch die eigenen zu erfassen und zu bewerten. Vor allem aber können sie sich die eigenen Gefühle bewusst zu machen, deren Ursachen zu verstehen und erlangen so selbst in extremen Situationen die Kontrolle über ihr Handeln zurück. Goleman selbst nennt es “die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.” Wie aber wollte man diesen sozialen Klebstoff valide oder gar in Form eines Quotienten messen? Allenfalls Teilaspekte lassen sich – mehr oder weniger wissenschaftlich – untersuchen. mehr

Von Jochen Mai // 12 Kommentare

Augenschein – Wir können nicht nicht wahrnehmen

Das mit dem Durchblick ist so eine Sache. Zwar nehmen wir nicht immer alles wahr, gleichzeitig sind wir jedoch nicht in der Lage, unsere Wahrnehmung daran zu hindern, immer so viel wie möglich wahrzunehmen. Klingt kompliziert, ich weiß. Stammt ja auch aus dem Munde eines Wissenschaftlers, genauer: von den Hirnforscher Manfred Spitzer. Wie seine Forscherkollegen inzwischen ermittelt haben, versorgen unsere fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) das menschliche Gehirn mit rund 11 Millionen Bits Informationen – und das in jeder Sekunde. Das entspricht ungefähr 1,4 Megabyte Daten – der Größe einer alten Floppy-Disk –, die sich unsere grauen Zellen sekündlich reinziehen. Im gleichen Zeitraum verarbeitet unser Bewusstsein allerdings nur 40 bis 50 Bits davon. Der Rest, soweit er überhaupt verarbeitet werden kann, wandert ins Unterbewussstsein… und bringt es mitunter kräftig durcheinander. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Niete, Niete, Flitzer – Das Monty-Hall-Dilemma

Es ist eine klassische Quizshow-Situation: Sie sind im Finale, der Moderator zeigt ihnen drei Türen: A, B und C. Hinter einer wartet ein nigelnagelneues Sportcabriolet. Hinter den anderen beiden der Zonk – Nieten. Sie sollen nun eine Tür wählen – und wählen A. „Sehr gut“, sagt der Moderator und öffnet Tor B, „denn diese Tür wäre falsch gewesen.“ Soeben haben sich Ihre Gewinnchancen stark erhöht. Der nigelnagelneue Flitzer lauert also hinter Luke A oder Luke C. Nun fragt Sie der Moderator nochmal: „Wollen Sie Ihre Wahl wechseln oder bleiben Sie bei A?“ mehr

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Nützliche Tools & Tipps

Bewerbungsfehler: 60 Todsünden
Gehaltsrechner: Was bleibt netto vom Brutto?
Arbeitszeugnis: Knacken Sie die Codes der Chefs
Fächerwahl: Welches Studium passt zu Ihnen?
A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Entscheidungsfreude. Alles beginnt mit einer Entscheidung. Selbst wer sich nicht entscheiden will, trifft de facto eine Wahl. Die Erfolgreichen aber eint, dass sie diese schnell treffen und auch jederzeit anpassen können. Sie sind Schachspieler des Lebens, die sich auf Veränderungen sofort reagieren und ihre Strategien adaptieren können.
  2. Disziplin. Das klingt ein bisschen nach antiquierten preussischen Tugenden, ist aber ein wesentlicher Erfolgsschlüssel: durchhalten – auch wenn es keinen Spaß (mehr) macht. Dahinter steckt aber mehr: Willensstärke und Selbstkontrolle. Und letztlich auch Lernerfolg. Man könnte auch sagen: Dahinter steckt Biss.
  3. Entschlossenheit. Wahrscheinlich ist dies sogar die wichtigste Eigenschaft. Sie hat viel mit Biss gemein, geht aber darüber hinaus: Wer entschlossen ist, verfolgt sein Ziel unbedingt – selbst über anfängliche Niederlagen hinweg. Er fokussiert seine Kräfte, setzt Prioritäten, macht Unmögliches möglich. Oder kurz: Er hat unbedingten Erfolgswillen.
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Erfolgsschlüssel – Diese drei Eigenschaften haben alle Erfolgreichen gemeinsam