Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Blende gut, alles gut – In der Moderne bestimmt der Schein das Sein

Die Uniform eines Trödlers und ein paar zackige Bewegungen reichten für den Schuhmachersohn Wilhelm Voigt aus, um auf Beutezug zu gehen. Erst überzeugte er zehn Mann der Schwimmschulwache vom Plötzensee von seinem Hauptmannsrang, dann stürmte er mit ihnen das Rathaus von Köpenick, verhaftete den Bürgermeister, plünderte die Stadtkasse, wurde gefasst, verhaftet, verurteilt, begnadigt, berühmt, ging auf Tournee und schließlich in die Geschichte ein. Zu einigem Wohlstand brachte er es ebenfalls. Nicht schlecht für einen ausgebufften Schusterjungen, der in Wahrheit ein Hochstapler war! mehr

Essay, Job 3
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Skrupellos – Jeder Zehnte würde für die Karriere unmoralisch handeln

Die gute Nachricht zuerst: Weltweit lehnen 86 Prozent der Beschäftigten unethisches Verhalten ab, um im Job voran zu kommen. In Deutschland sind es sogar 88 Prozent. Jetzt die schlechte Nachricht: Die anderen tun es trotzdem – also mehr als jeder Zehnte. Und vier Prozent würden für ihre Karriere sogar Gesetze brechen. Das ist das Ergebnis einer Monster-Umfrage unter mehr als 4500 Arbeitnehmern weltweit. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Skrupellos – Männern steht die Moral ins Gesicht geschrieben

Das Studienergebnis klingt mehr als skurril: An der Gesichtsform von Männern lässt sich ablesen, wie moralisch sich diese verhalten. Oder anders ausgedrückt: Je breiter der Schädel im Verhältnis zur Höhe, desto eher neigt der Träger zur Skrupellosigkeit. mehr

Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Moralerlass – Erfolg und Moral verhalten sich diametral

Es ist im Grunde ganz leicht, sich über andere Menschen moralisch zu entrüsten. Oft aber bleibt es nur Neid, der dahinter steckt – wenn auch mit einem kleinen Heiligenschein.

Es ist schon ein paar Jahre her. Da gab es die Geschichte mit der TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink und ihrer Freundin und Kollegin Sabine Christiansen. Irgendwann spannte Moderatorin eins Moderatorin zwei den Mann aus. Dann war Sendepause. Zuerst wurde Kock am Brinks ZDF-Quiz „Cash“ abgeschaltet, dann die geplante ARD-Show „Ich setz auf Dich“ mehrfach zwangspausiert und zum Schluss ganz gekippt. Für die Moderatorin war das damals ein unverständlicher Prozess, sie beteuerte immer wieder: „Ich habe nichts verbrochen, ich habe mich nur verliebt.“

Die Meinungen darüber gingen auseinander. Für die einen war der berufliche Abort der „schamlosen Ehebrecherin“ (Bild) die gerechte Quittung eines doppelten Treuebruchs. Andere hielten sie für eine mittelmäßige Moderatorin, die als Antagonist für eine auflagentreibende Boulevard-Posse herhalten musste. mehr

Essay, Job 6
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Ich schwöre! – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Na, wann haben Sie das letzte Mal das Gefühl gehabt, belogen zu werden? Es gibt da vielleicht noch einen Weg, Lügner zu entlarven: Neben wir zum Beispiel Kinder. Knirpse dazu zu bewegen, die Wahrheit zu sagen, kann mitunter knifflig sein. Ich spreche da aus Erfahrung. Moralapelle bringen an der Stelle übrigens wenig. Ebenso wenig Druck. Aber Schwören! Echt wahr. Den Schluss jedenfalls legt eine neue Studie um Angela Evans nahe. Ihr Forscherteam befragte eine Gruppe von acht- bis 16-jährigen Kindern, die zunächst einen Tests aus einem Buch absolvieren sollten. Die Forscher erwähnten, dass die Lösungen hinten im Buch stünden, dass die Kinder aber bitte nicht spieken sollen. Dann verließen die Wissenschaftler kurz den Raum – und beobachteten die Kids mit versteckten Kameras… mehr

Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Wettbewerbsnachteil – Wer keine Chancen sieht, betrügt

Sobald der Druck steigt, fangen die Leute an sich zu behumsen. Das jedenfalls ist das Fazit eines Experiments (pdf) der beiden Wissenschaftlerinnen Christiane Schwieren und Doris Weichselbaumer. Die hatten 33 Studenten und 32 Studentinnen zu einem Computertest eingeladen. Allerdings gab es dabei unterschiedliche Belohnungsmodi: Die eine Hälfte der Probanden erhielt für jeden komplettierten Testabschnitt einen Geldbetrag; die zweite Hälfte nur dann, wenn sie mit ihren Ergebnissen auch noch zu den besten ihrer jeweiligen Gruppe gehörten. Die zweite Variante erzeugte also wesentlich mehr Wettbewerbsdruck.

Was nun passierte, überraschte die Forscherinnen jedoch: Die Teilnehmer der zweiten Gruppe kamen ins Grübeln, rieben sich die Augen, kratzten sich am Kopf – und schummelten. Vor allem die Studentinnen fuschten, was das Zeug hielt, je mehr der Druck zunahm. Allerdings nur etwas mehr als die Männer, wirklich signifikant war der Unterschied nicht. Wohl aber der Betrug: Die Probanden fanden schnell einen Weg heraus, die Tests zu manipulieren. So gestatteten die Programme (natürlich nur scheinbar unbeabsichtigt), den Schwierigkeitsgrad der Fragen abzusenken oder eine Art Hilfsprogramm zu starten. Am Ende ließen Schwieren und Weichselbaumer sogar zu, dass die Studenten mehr Testeinheiten angeben konnten, als sie tatsächlich absolviert hatten. mehr

Job, Studie 1
Von Holger Lischke // 2 Kommentare

Schlechte Angewohnheiten – Die vier schlimmsten Sitten im Büro

Sagen wir es, wie es ist: Es gibt Angewohnheiten, die machen das Leben leichter. Das Glas Wein am Abend oder die warme Dusche am Morgen. Dummerweise hat auch diese Medaille eine zweite Seiten: die der schlechten Angewohnheiten, Unsitten und Untugenden. Die machen nicht nur uns das Leben schwer, sondern ganz häufig auch unseren Mitmenschen. Und einige davon verkürzen sogar das Leben dramatisch – Kettenrauchen zum Beispiel oder übermässiger Alkoholkonsum. Besonders stark und oft sind wir diesen Untugenden am Arbeitsplatz ausgesetzt. Nicht nur, weil wir dort die meiste Zeit des Tages verbringen, sondern auch, weil dieser Ort scheinbar in vielen ihre dunkle Seite weckt. mehr

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Fächerwahl: Welches Studium passt zu Ihnen?
A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Entscheidungsfreude. Alles beginnt mit einer Entscheidung. Selbst wer sich nicht entscheiden will, trifft de facto eine Wahl. Die Erfolgreichen aber eint, dass sie diese schnell treffen und auch jederzeit anpassen können. Sie sind Schachspieler des Lebens, die sich auf Veränderungen sofort reagieren und ihre Strategien adaptieren können.
  2. Disziplin. Das klingt ein bisschen nach antiquierten preussischen Tugenden, ist aber ein wesentlicher Erfolgsschlüssel: durchhalten – auch wenn es keinen Spaß (mehr) macht. Dahinter steckt aber mehr: Willensstärke und Selbstkontrolle. Und letztlich auch Lernerfolg. Man könnte auch sagen: Dahinter steckt Biss.
  3. Entschlossenheit. Wahrscheinlich ist dies sogar die wichtigste Eigenschaft. Sie hat viel mit Biss gemein, geht aber darüber hinaus: Wer entschlossen ist, verfolgt sein Ziel unbedingt – selbst über anfängliche Niederlagen hinweg. Er fokussiert seine Kräfte, setzt Prioritäten, macht Unmögliches möglich. Oder kurz: Er hat unbedingten Erfolgswillen.
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Erfolgsschlüssel – Diese drei Eigenschaften haben alle Erfolgreichen gemeinsam