Nachdem wir in unserer Serie zu Bewerbungsmustern schon ausführlich geschrieben haben, wie Sie Ihre Bewerbung optimieren können, geht es heute um den Lebenslauf. Zu dem wir am Ende des Artikels auch noch drei kostenlose Vorlagen an, die Sie als Muster für Ihre Bewerbung verwenden können – nur bitte nicht Eins zu Eins übernehmen! Denn schließlich soll Ihre Berufsbiografie höchst individuell bleiben und Ihre Bewerbung so ergänzen, dass der von Ihrer Motivation bereits begeisterte Personaler hinterher restlos davon überzeugt wird: Sie sind der perfekte Kandidat für den Job! mehr
Vita-Kraft – Tipps, damit der Lebenslauf zur Stellenanzeige passt
Mustergültig – So nutzen Sie Vorlagen für Bewerbungsschreiben
Im Internet existiert eine Vielzahl von Bewerbungsmustern, kostenlosen Anschreiben und Gratis-Vorlagen zum Herunterladen. Doch gelingt damit auch im Handumdrehen die perfekte Bewerbung? Natürlich nicht!
Denn so ein Muster sagt noch nichts darüber aus,
- was genau Sie an Erfahrung mitbringen,
- was Ihre Motivation für die Bewerbung ist und
- weshalb sich ein Personaler genau für Sie entscheiden sollte.
Drei Tipps, wie sich Uni-Absolventen besser bewerben können
- Selbstbewusst. Legen Sie die Ich-bin-doch-nur-ein-Student-Attitüde ab. Wer sich nach einem Jobangebot umsieht, sollte nie wie ein Bittsteller wirken. Sie sind gut ausgebildet, haben Talent und bringen Ihre Stärken mit. Personaler wissen das durchaus einzuschätzen. Sie also bitte auch.
- Spezialisiert. Wenn man aus der Uni kommt, ist man Generalist. Eingestellt (und befördert) werden aber meist Spezialisten. Fokussieren Sie Ihre Bewerbung daher auf Ihre Top-Qualitäten, mehr aber noch auf die gefragten Anforderungen des Jobs, auf den Sie sich bewerben.
- Erfahren. Praktika, Ausland, Uni-Engagement – diese Erfahrungen sind es wert, erwähnt zu werden. Bleiben Sie dabei nicht deskriptiv, sondern analysieren Sie, was Sie dabei gelernt und trainiert haben. Und stellen Sie heraus, welche Vorteile das für Ihren Arbeitgeber in spe bringt.
Comeback – 76 Prozent würden ehemalige Mitarbeiter wieder einstellen
Gut drei Viertel der deutschen Manager würden ehemaligen Mitarbeitern eine zweite Chance geben und sie wieder einstellen, so das Ergebnis der Studie „Workplace Survey 2010“ für die der Personaldienstleister Robert Half über 3000 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat. Für wechselwillige Arbeitnehmer stehen die Chancen auf einen neuen Job damit so gut wie schon lange nicht mehr. Bedenken, sich erneut bei einem früheren Arbeitgeber zu bewerben, sind somit eher unbegründet. Motto: Da weiß man, was man hat. mehr
Arbeitslos? Selber schuld!
Ein Gastbeitrag von dem Buchautor Roland Jäger
Die gute Nachricht zuerst: Sie sind dem Arbeitsmarkt nicht hilflos ausgeliefert.
Jetzt die schlechte: Sie sind dem Arbeitsmarkt nicht hilflos ausgeliefert.
Das ist deshalb so unangenehm, weil damit drei Dinge nicht mehr gehen: Erstens Jammern, zweitens Sündenböcke vorführen, drittens so kuschelig weitermachen wie bisher. Aber eins nach dem anderen…
Horst P. sitzt am Besprechungstisch seiner Chefin. Die Atmosphäre ist angespannt. Seine Chefin eröffnet ihm gerade, dass er für das Unternehmen künftig entbehrlich sei. Dass er in der Firma keine Zukunft habe. Dass er nun dem Arbeitsmarkt wieder zugeführt werden solle. Dass er hiermit seinen Job verloren habe und es nur noch um die Modalitäten gehe. Horst P. bleibt ruhig, hört sich gelassen die Vorschläge seiner Chefin an – und handelt selbstbewusst einen guten Abgang aus. mehr
Zum Abschied alles Gute – So gestalten Sie die Kündigung fair
Ein Gastbeitrag von Bernhard Kuntz
Scheiden tut weh. Immer. Und ja, auch wenn es einem nicht so vorkommt: Auch Führungskräfte wälzen sich zuweilen nächtelang im Bett hin und her, wenn sie Mitarbeiter entlassen müssen. Und vor dieser unangenehmen Aufgabe wird in den kommenden Monaten womöglich manche Führungskraft stehen. Was die Sache nicht leichter macht: Vielen Managern ist dabei durchaus bewusst, dass die betroffenen Mitarbeiter gerade in der aktuellen Wirtschaftssituation nur schwer eine neue Stelle finden werden.
Umso wichtiger ist es, den Trennungsprozess möglichst fair, persönlich und transparent zu gestalten. Was gar nicht geht: die Kündigung wortlos einfach per Post verschicken, den Betroffenen danach aus dem Weg gehen. Völlig zurecht empfinden das die Gekündigten, aber auch die verbleibenden Mitarbeiter als takt- und stillos. mehr
Drei Dinge, die man über das Unternehmen im Bewerbunsggespräch lernt
- Transparenz Schon der Auswahlprozess selbst und ob man Sie über alle Stufen dabei aktiv informiert, offenbart, wie professionell der Arbeitgeber, vor allem aber die Personalabteilung in spe arbeitet. Ebenso: Verrät man Ihnen auch, wo die Problemfelder des neuen Jobs liegen – oder versucht man Ihnen nur eine Arbeit zu verkaufen?
- Betriebsklima Stellt man Ihnen zum Vorstellungsgespräch ein Glas Wasser hin? Oder vielleicht sogar Kaffee oder Kekse? Allein diese simple Geste sagt viel darüber aus, ob man Mitarbeiter hier als Kapital oder als Kostenstelle begreift. Genauso: Wie herzlich und respektvoll werden Sie begrüßt? Ist der Dialog eher ein Gespräch oder ein Stressinterview?
- Verlässlichkeit Wenn der Personaler verspricht, sich am Montag zu melden und tut das nicht, zeugt das weder von einem manierlichen Umgang, noch von einem gut organisierten Auswahlprozess. Ihr Alarmsystem sollte aufschrillen, wenn Sie zudem ein Verfahren nach dem anderen durchlaufen sollen. Irgendwann muss man sich entscheiden können!



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