Im Ranking der angesehensten Berufe rangieren sogenannte Flop-Jobs wie Politiker, Gewerkschaftsführer oder Journalist traditionell weit unten. Neuerdings reiht sich dort eine weitere Berufsgruppe ein, die sich aus dem intern aufgestauten Selbstverständnis heraus eher am anderen Ende der Skala sieht: der gemeine Bankmanager.
Nach Bankpleiten, Bonus-Exzessen und dem Verschulden einer epochalen Wirtschaftskrise erscheinen die Zocker im Streifenzwirn inzwischen in einem Licht, das ungefähr so schmeichelhaft strahlt wie der trübe Glanz einer Energiesparlampe.
Kein Wunder also, dass die Zunft den von den G20 geforderten Bonusregeln für Bankmanager in einer Art freiwilligen Selbstkontrolle vorzeitig nachkommen will. Allen voran Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der am Donnerstag bei einem Treffen der Initiative Finanzstandort Deutschland in Berlin verkündete, dass es bei den Bankern bereits dieses Jahr schärfere Bonusregeln geben solle. Eine entsprechende Selbstverpflichtung sei schon von allen Großbanken unterzeichnet worden.
Blendet man spontan skandierende Politiker und manch lästigen Anleger, der sich fragt „Wie, erst jetzt?“, aus, klingt das ganz anständig; es klingt wieder so ein bisschen nach ehrbarem Kaufmann, nach gesellschaftlicher Verantwortung, nach nachhaltigem Management, aber auch nach perfektem Timing – und deshalb verdächtig nach einer inszenierten PR-Nummer. Kurz: Es klingt nach Enthaltsamkeit zu eigenen Bedingungen, weil die verordneten viel bescheidener ausfallen könnten. mehr
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