Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Fundbüro – Lesenswertes aus dem Netz

Du bist, was du liest

FerienlektüreAls ich damals die Blogparade zur Ferienlektüre startete, hatte ich wirklich keine Hintergedanken. Ich wollte einfach nur ein paar Buchtipps für den Urlaub sammeln. Nun aber haben Forscher herausgefunden: Was wir lesen, welche Musik wir hören oder welche Kunst wir mögen, verrät viel über uns selbst.

Our choices in books, music, art, and design go to the core of who we are. “Taste can offer us a doorway into people’s lives,” says Sam Gosling, a psychologist at the University of Texas at Austin and author of Snoop: What Your Stuff Says About You. “Taste reveals a lot about what someone values and needs to fill their life with meaning.” The living spaces of highly open people contain more books, CDs, and DVDs—and their collections are more eclectic—than their less open counterparts, Gosling has found. They enjoy discovering new artistic material and influencing the tastes of others. “Individuals who rate high in openness tend to be more adventurous in taste,” says Jason Rentfrow, a psychologist at the University of Cambridge. “As they grow older, they will allocate more time and money trying to be as omnivorous as they can.” Extroverts’ lust for sensation draws them to action-adventure movies and music videos, but also leaves them bored by game shows and news programs, according to a study at University of Lleida in Spain. They watch less TV than most, preferring the spontaneity and excitement of face-to-face social encounters, but their need for constant sensory or intellectual stimulation means they tend to leave the TV on while engaging in other activities such as reading, eating, or even cuddling.

Crashkurs zum Freien Willen

Gibt es einen freien Willen? Oder anders gefragt: Sind unsere Entscheidungen wirklich so frei wie wir manchmal meinen? In diesem kompakten Exzerpt zum Thema Freier Wille (pdf) gibt es nicht nur ein paar Antworten auf die Fragen, sondern auch einen schöne Zusammenfassung aktueller Untersuchungen dazu.

Abhängige Urteile

“Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind; wir sehen die Dinge wie wir sind”, sagte einst Anaïs Nin. Wie recht sie damit hatte. Wissenschaftler haben kürzlich in einem amüsanten Experiment ermittelt, dass die Art wie wir andere Menschen beurteilen von unseren eigenen Kapazitäten abhängt. Oder anders formuliert: Wer selbst keinen Marathon läuft, traut es tendenziell auch seinem Mitmenschen nicht zu.

Veronica Ramenzoni and colleagues interpreted their finding in terms of Gibson’s ecological theory of perception. This is the idea that our perception of the world is intimately affected by what we are capable of doing in it. The new finding suggests our assessment of how we can act in a given environment biases our judgement of how other people will be able to act too.

Entscheiden, nicht denken!

Sie wollen eine komplizierte Entscheidung treffen? Hören Sie auf zu denken!!! Komplizierte Probleme lösen wir am besten mit dem Unterbewusstsein.

The future of mobile

Google Mitarbeiter Andre Rubin beschreibt die mobile Zukunft. [via]

99 Job- und Karriereblogs

Erinnern Sie sich noch an meine Liste der deutschen Top-Business-Blogs?! Als ich die Linksammlung begann, waren es 50 Blogs. Inzwischen ist die Liste auf 99 Einträge angewachsen – und ich bin gespannt, wer die 100 voll machen wird. Die beiden neusten Einträge sind übrigens zwei sehr schöne Blogs zu Büchern – also so etwas wie auch dieses Blog begonnen hat:

  • 77 Wege zum Glück – Wolff Horbach erweitert mit diesem Blog sein gleichnamiges Buch. Und natürlich schreibt er auch über Aktuelles aus der Glücksforschung.
  • Prokrastination – Mit Sascha Lobo und Kathrin Passig begleiten hier zwei erfahrene Blogger ihr neuestes Buch: “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin“, das sich mit Prokrastination oder zu deutsch der “Aufschieberitis” beschäftigt. Oder wie die Autoren selbst sagen: Dieses Blog bewahrt Sie davor, Ihr Leben zu ändern.

Kollegen versus Job

Erinnern Sie sich noch an diese Umfrage: Was ist schlimmer – trotz netten Kollegen einen miesen Job machen zu müssen oder trotz Traumjob mit niederträchtigen Kollegen gestraft zu sein? Inzwischen haben weit über Hundert Leser mitgemacht und mitabgestimmt und das ist das vorläufige Ergebnis: Die Mehrheit (62 Prozent) findet die Kollegen wichtiger als den Job. Ein Ergebnis, das man erwarten konnte. Bemerkenswert ist jedoch auch, dass es bei weitem nicht so eindeutig ausfällt. Denn immerhin 38 Prozent sind die Kollegen ziemlich schnuppe – solange der Job aufregend bleibt.

KollegenvsJob

Von Jochen Mai // 41 Kommentare

Lesen! – Blogparade und Verlosung zur Urlaubslektüre

FerienlektüreGute Leser schaffen über 250 Wörter pro Minute. Das ist natürlich abhängig von der eigenen Lesefertigkeit, dem Schwierigkeitsgrad des Textes, dessen mehr oder weniger interessantem Inhalt, der eigenen Müdigkeit und der Ablenkung durch äußere Einflüsse. Im Urlaub gibt es viele dieser Ablenkungen: laute Nachbarn nebenan, nervende Kinder um einen herum, nacktes Fleisch – meist in Strandnähe. Trotzdem lesen die meisten Menschen mehr, wenn Sie Urlaub machen.

Bei meiner Urlaubslektüre fällt mir auf, dass ich vor allem lese, weil ich ein schlechtes Gewissen habe. Das ganze Jahr über bekomme ich Bücher zugeschickt, die ich rezensieren soll. Viele Bücher sind so schlecht, dass mein Geist schon beim Anblick des Inhaltsverzeichnisses aufgibt. Andere sind erst einmal nur abschreckend hässlich. Diese Bücher heißen Fachliteratur. Es gibt aber auch Bücher, die verheißen gleich dreierlei Gutes: Aufschluss, Bildendes, Amüsement. Weil das glücklicherweise mehr Bücher sind, als ich im Alltag schaffe, nehme ich mir vor, diese Bücher dann im Urlaub nachzulesen. Mit diesem Vorsatz verhält es sich aber wie mit anderen Vorsätzen auch: Ich halte mich nicht daran. Tatsächlich schmökere ich allenfalls nur maximal zwei Gewissensbücher. Die andere Ferienliteratur lese ich allein zu Unterhaltungszwecken, weshalb ich später zwar beschämt wieder ins Büro zurückkehre, aber sehr amüsiert.
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Fundsachen – Anregungen und Anstöße aus dem Netz

Von Jochen Mai // 8 Kommentare

Flurfunk – Was das Büro über den Bewohner verrät

cubicalÜber den Schreibtisch wandern Papierdünen, den Bildschirm überwuchern Merkzettel, die Wände zeigen Abstürze auf zwielichtigen Partys: Das eigene Büro verrät viel über die Motivation, Arbeitsweise und den Charakter seines Bewohners. Oder frei nach dem Psychotherapeuten Paul Watzlawick: Sie können Ihr Büro nicht davon abhalten, nicht zu kommunizieren.

Die Indizien dafür nimmt jeder von uns unbewusst und binnen Bruchteilen von Sekunden wahr, wenn er einen fremden Raum betritt. So schickte der US-Psychologe Samuel Gosling von der Universität Austin-Texas Probanden in die Büros wildfremder Leute. Nach dem Besuch sollten sie den Charakter des abwesenden Bewohners einschätzen – und kamen der Wirklichkeit erstaunlich nahe. Dabei beurteilten sie die Besitzer lediglich anhand ihrer Kaffeetassen, Papierstapel und Drehstühle sogar treffender als deren beste Freunde, wie das Kontrollexperiment zeigte.
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Erfolg in 7 Worten

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A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen