Was macht den Menschen aus? Wie verändert sich seine Persönlichkeit im Laufe der Zeit, wenn überhaupt? Studien dazu gibt es zuhauf. Nun kommt eine der jüngsten und Gemeinschaftsarbeit der Universitäten Münster, Mainz und Leipzig zu dem Ergebnis: Unsere Persönlichkeit ist wandelbarer als angenommen. mehr
Schicksal – Der Charakter verändert sich mit großen Ereignissen
Über Ich – Avatare können reale Persönlichkeiten verändern
Ork oder Zwerg, Krieger oder Magier, Mann oder Frau? Was entscheidet darüber, ob sich Menschen in den virtuellen (Spiel-)Welten das Image eines grimmigen Muskelpakets geben oder das eines unscheinbaren Mauerblümchens? Oder anders gefragt: Erschaffen wir dabei virtuelle Ebenbilder, ein möglichst reales Abbild unseres Selbst – oder entspricht das Ergebnis eher einem Wunschbild, einem perfekteren Über-Ich? mehr
Tischmanieren – Der Charakter offenbart sich oft in Kleinigkeiten
Wir warteten auf unser Essen, als sich der bullige Endvierziger an unseren Tisch schob. Grauer Anzug, grauer Bart, graue Haare – obwohl sicher längst auf dem Scheitelpunkt seiner Biografie angekommen, hatte das ganze Wesen dieses Typs irgendwie mehr Grau als Farbe. Bei allem Ernst und der obligaten Arroganz brachte er immerhin noch ein “Tach!” heraus, bevor er sich mit dem Ellbogen auf unseren Tisch abstützte und in seiner Anzugtasche zu nesteln begann. Wir starrten ihn fragend an. mehr
Demut – Eine unterschätzte Charaktereigenschaft in der Personalauswahl
Ein Gastbeitrag von Alltagsforschung-Autor Daniel Rettig
Lässt sich vom Charakter eines Angestellten auf dessen Arbeitsleistung schließen?
Sie würden die Frage vermutlich sofort bejahen. Und irgendwie wirkt es ja auch plausibel: Wer strebsam ist, ehrgeizig und fleißig, der wird vermutlich auch einen guten Job machen. In der Psychologie jedoch werden Persönlichkeiten allerdings anders, an den sogenannten Big Five beurteilt. Also jenen fünf Charaktereigenschaften, die einen Menschen vor allem prägen: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit. Und das wirft wiederum die Frage auf: Welches dieser fünf Merkmale ist ein guter Indikator für einen guten Mitarbeiter?
Wade Rowatt von der amerikanischen Baylor Universität interessierte die Eingangsfrage ebenfalls. Bisherige Forschungsarbeiten hatten in diesem Zusammenhang festgestellt, dass vor allem Gewissenhaftigkeit ein guter Indikator für spätere gute Leistungen sei, was auch leicht nachvollziehbar ist. Rowatt jedoch konzentrierte sich in seiner Untersuchung (PDF) auf zwei andere Eigenschaften, die nicht zu den Big Five gehören: Ehrlichkeit und Demut. mehr
Vom Glück zu arbeiten – Alles eine Frage des Charakters
Ein Gastbeitrag von Johannes Czwalina und Clemens Brandstetter
Prolog
Persönlichkeit ist die Kompetenz der Zukunft. Sie ist schwieriger zu erlernen als Management- und Fachwissen. Ein Mensch mit personaler Kompetenz verfügt über Konsensfähigkeit. Er ist mit einem hohen Grad von Selbstachtung ausgestattet und zeigt Menschen gegenüber Wertschätzung, Einfühlungsvermögen, Fairness, Offenheit und Toleranz. mehr
Genforschung – Erbgut bestimmt Freundeskreis
Nicht nur Familienmitglieder sind genetisch verwandt – auch gute Freunde sind es. Das wollen zumindest US-Forscher um James Fowler von der Universität von Kalifornien in San Diego herausgefunden haben, die dazu das Erbgut von 9237 Menschen ausgewertet haben (pdf). Demnach weisen bei Freunden zwei von sechs untersuchten Erbinformationen bemerkenswerte Parallelen auf. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Gene unser Verhalten und unseren Charakter maßgeblich prägen – und wir uns so unbewusst bei der Wahl unserer Freunde daran orientieren, wer uns selbst ähnlich ist. Damit bestätigt sich aus Sicht der Wissenschaft zumindest eine Volksweisheit: Gleich und gleich gesellt sich gern.
Fortsetzungsliste – Was wissen wir über den Menschen?
Was wissen wir über uns Menschen? Eine ganze Menge, gewiss. Medizin, Psychologie, Soziologie, Ökonomie – sie alle erforschen regelmäßig das Wesen unserer vielseitigen (und nicht immer allzu intelligenten) Art. Aber was käme heraus, wenn man mal so tut, als sei der Mensch eine Person: Wie würde man ihn charakterisieren? Was ist typisch für seine Persönlichkeit?
Die folgende, offene Liste ist der Versuch einer Typologie, einer Art Charakterstudie, die sicher voller Widersprüche stecken wird, weil der Mensch nun mal ein widersprüchliches Wesen ist (was wiederum schon eine erste Eigenschaft wäre) und nie vollständig sein kann. Deshalb ist es auch eine offene, eine Fortsetzungsliste. Ein Auftakt, an dem Sie – liebe Leser – mitwirken können und sollen. Durch Ihre Kommentare oder eigene Beiträge. Ich würde mir lediglich erlauben, von Zeit zu Zeit Ihre Anregungen an diese Liste anzufügen, sie fortzusetzen.
Ich habe keine Ahnung, ob das funktioniert und ob das Ergebnis gut sein wird. Vielleicht geht das Experiment in die Hose und Sie alle finden den Vorschlag doof. Dann ist das eben so. Aber ich finde, der Versuch ist es Wert. Und mein Gefühl sagt mir, es könnte höchst interessant, anregend und lehrreich werden. Deshalb hier meine ersten Charakteristika: mehr



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