Haben Sie sich schon einmal schriftlich bei einem Unternehmen beworben? Dann kommt Ihnen folgende Situation sicher bekannt vor: Sie haben ein passendes Stellenangebot gefunden, sich über das Unternehmen informiert und auch schon telefonisch Kontakt aufgenommen. Voller Motivation setzen Sie sich an das Bewerbungsanschreiben, investieren Zeit und viel Kreativität und halten schlussendlich das Ergebnis in den Händen. Doch beim Zusammenstellen der Bewerbungsmappe beschleicht Sie ein komisches Gefühl und die bange Frage “Habe ich wirklich an alles gedacht?” Damit Sie genau dieses Gefühl vertreiben können, haben wir heute eine Checkliste für Sie. mehr
Bewerbungs-Checkliste – Diese 50 Punkte führen zum Job
Attitüde, Baby! – Warum viele Bewerbungsgespräche mit falschen Fragen beginnen
Was ist Ihre größte Schwäche? … Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen? … Warum haben Sie sich bei uns beworben? Die meisten Bewerber dürften solche Fragen im Vorstellungsgespräch (PDF) schon gehört und beantwortet haben. Sie gehören zum Standard-Repertoire von Personalern. Aber sind sie auch zielführend? Oder anders gefragt: Filtern solche Methoden tatsächlich die geeignetsten Kandidaten heraus? mehr
Weichenstellung – 11 Fragen, die Sie sich vor dem Jobwechsel stellen sollten
Es reicht! Keine Sekunde länger bleiben Sie in diesem Unternehmen, egal was kommt, Sie wechseln den Job, am bestens gestern. – Halt! Stopp! Bevor Sie wutentbrannt Ihre Kündigung auf den Tisch knallen, atmen Sie erst mal tief durch. Wenn Ihr Arbeitsplatz, Ihre Kollegen oder Ihr Chef für Sie nicht mehr zu ertragen sind, oder Sie den Eindruck haben, dass es für Sie in diesem Unternehmen nicht weiter geht, spricht nichts gegen einen Jobwechsel. Doch im Vorfeld sollten Sie sich einige Fragen stellen, damit Ihr Jobwechsel auf erfolgreich ist. mehr
Manager-Krisen – Die Mär vom Alleskönner
Ein Gastbeitrag von Johannes Czwalina und Clemens Brandstetter
Unsere Konsum- und Markwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es auch nicht glücklich machen. Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kosten, dass Glück das „Billigste“ ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen.
Erich Fromm
Dossier Arbeitszeugnis: Kennen Sie alle Codes?
Der beruflichen Demission haftet wenig Finales an: Niemals geht man so ganz und im Leben begenet man sich ohnehin immer zwei Mal. Mindestens. Auch Mitarbeiter, die gehen und später wieder zurückkommen, sogenannte Boomerangs, sind heute gar nicht mehr selten.
Wer den Job quittiert, ob nun freiwillig oder unfreiwillig, hat jedoch immer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Weil das so ist, wächst allerdings auch die Zahl derer, die es sich selbst ausstellen und der Chef am Ende nur noch unterschreibt. Das lässt zwei Rückschlüsse zu: Führungskräfte schenken der Lektüre a) tendenziell weniger Beachtung als früher, also sinkt b) der Wert des Arbeitszeugnisses. Ob Sie den Trend gutheißen oder nicht: Auf ein gutes Abschlussurteil sollten Sie in jedem Fall bestehen. Denn auch ein selbst Verfasstes wirkt immer noch besser als gar keins.
Nun schreibt die Gewerbeordnung vor, dass ein Arbeitszeugnis stets „wahr und gleichzeitig wohlwollend“ sein muss. Deshalb darf der Chef seine Angestellten im Zeugnis nicht offen kritisieren. Das führt dazu, dass sich die knallharte Rüge oft hinter einem schönen Wortkleid versteckt. Ein gutes Einfühlungsvermögen in die Belange der Belegschaft zum Beispiel, bescheinigt dem Arbeitnehmer in Wahrheit nichts Gutes, es heißt im Klartext, dass er mehr flirtete als arbeitete. Hebt der Arbeitgeber wiederum seine Geselligkeit, die zur Verbesserung des Betriebsklimas beitrug, hervor, so ist damit gemeint, dass sich der Kollege während der Arbeit gerne mal einen Schnaps genehmigte. Und auch die Grußformel Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit bedeutet nichts Nettes. Die Botschaft von Personalchef zu Personalchef: Achtung, der kränkelt!
Hätten Sie es gewusst?
Apropos: Machen Sie selbst einen kleinen Test: Hätten Sie die folgenden Zeugnisformulierungen richtig übersetzen können?
| Das steht im Zeugnis… | Das heißt es wirklich… |
|---|---|
| Sie hat alle Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse erledigt. | Sie war zwar fleißig und interessiert, aber nicht erfolgreich. |
| Er war stets nach Kräften bemüht, die Arbeiten zu unserer vollen Zufriedenheit zu erledigen. | Er hat sich angestrengt, aber Erfolg hatte er nicht. |
| Die Aufgaben, die wir ihr übertrugen, hat sie zu unserer Zufriedenheit erledigt. | Sie machte ihren Job – und zwar nur das, was wir ihr sagten. Ansonsten blieb sie passiv, war also allenfalls Durchschnitt. |
| Er arbeitete mit größter Genauigkeit. | Er war ein erbsenzählender, langsamer und unflexibler Pedant. |
| Sie verstand es, alle Aufgaben stets mit Erfolg zu delegieren. | Sie drückte sich vor der Arbeit, wo sie nur konnte. |
| Er war seinen Mitarbeitern jederzeit ein verständnisvoller Vorgesetzter. | Er war nicht durchsetzungsfähig und besaß keinerlei Autorität. |
| Sein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war stets vorbildlich. | Er hatte Probleme mit seinem Chef (weil der erst nach den Kollegen erwähnt wird). |
| Sie war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen. | Sie war eine imperninente Wichtigtuerin. |
| Für die Belange der Mitarbeiter hatte sie ein umfassendes Verständnis. | Sie war homosexuell, beziehungsweise lesbisch. |
| Für die Belange der Belegschaft bewies er stets großes Einfühlungsvermögen. | Er flirtete heftig und war ständig auf der Suche nach Sexualkontakten. |
Wegen solcher Formulierungen gibt es oft Streit bei der Trennung. Immerhin: Gegen verschlüsselte Negativurteile kann man sich juristisch zur Wehr setzen. Allein mehr als 10.000 Zeugnisprozesse an deutschen Arbeitsgerichten pro Jahr zeigen, wie selten Arbeitnehmer mit dem Urteil einverstanden sind. Einzige Ausnahme: Wenn Fehlverhalten – beispielsweise Untreue oder Diebstahl – bewiesen ist, darf das erwähnt werden. Der Chef kann dafür sogar harte Formulierungen verwenden. Denn falls der nächste Arbeitgeber darüber hinweg getäuscht wird, einen Betrüger einstellt und Schaden erleidet, kann er auf Schadenersatz klagen. Unternehmen, die schwerwiegende Leistungsmängel eines Ex-Arbeitnehmers verschweigen, machen sich also regresspflichtig.
Juristische Auseinandersetzungen wegen des Zeugnistextes sind jedoch heikel. Grund ist die unterschiedliche Beweislast: Handelt es sich um ein Zeugnis über unterdurchschnittliche Leistungen, muss der Arbeitgeber belegen, dass der Manager wirklich so schlecht gearbeitet hat. Bei einem durchschnittlichen Zeugnis hingegen „liegt die Beweislast beim Arbeitnehmer“, sagt Arbeitsrechtsexperte Peter Groll (siehe auch AZ 8 Ca 499/05). Der muss dann nachweisen, dass seine Leistung kontinuierlich oder mindestens überwiegend eine „nicht mehr steigerungsfähige Bestleistung“ dargestellt hat – und das sei „praktisch unmöglich“, sagt Groll.
Auch auf „beste Wünsche für die Zukunft“ oder auf ein wortreiches Bedauern über das Ausscheiden am Schluss der Urkunde haben Arbeitnehmer keinen Anspruch. Gleichwohl deutet das Fehlen einer solchen Dankes- beziehungsweise Grußformel nicht gerade auf eine einvernehmliche Trennung hin.
Umgekehrt muss ein Arbeitszeugnis gewissen formalen Ansprüchen genügen: So darf es zum Beispiel nicht mit Bleistift oder mit der Hand geschrieben werden. Auch hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf einen sauberen Ausdruck auf Firmenpapier. Flecken oder verknittertes Papier muss keiner hinnehmen. Darüber hinaus gilt:
- Das Arbeitszeugnis muss korrekte Personenangaben (Vorname, Name, Geburtsdatum), den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten. Urlaub und krankheitsbedingte Fehlzeiten werden nicht erwähnt. Bei Führungskräften kommt hinzu: In der sogenannten Positions- und Aufgabenbeschreibung sollte unbedingt eine Leistungssteigerung des Managers erkennbar sein. Das muss keine Beförderung sein, im Gegenteil: Eine faktisch nachprüfbare Verbesserung des Unternehmenserfolgs ist viel wichtiger.
- Zudem hat jeder Arbeitnehmer Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Kann er nachweisen, dass das Schriftstück nur abgeschrieben wurde, kann er ein neues verlangen.
- Unterschrieben werden muss das Zeugnis vom Personalverantwortlichen, bei Vorständen vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates, bei Geschäftsführern vom Gesellschafter oder dessen Vertreter.
- Ein „qualifiziertes“ Zeugnis enthält neben der der reinen Positions- und Aufgabenbeschreibung zudem eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers.
Bei Letzerem steckt der Rüffel jedoch im Detail. Die in vielen Ratgeberbüchern als Geheimsprache „enttarnte“ Notenskala, wenn ein Mitarbeiter seine Aufgaben stets zur vollsten (1), stets zur vollen (2) oder stets zur Zufriedenheit (3) erledigte, ist heute gar nicht mal entscheidend. Misstrauischer sollten Arbeitnehmer reagieren, wenn im Zeugnis Selbstverständlichkeiten, wie Pünktlichkeit oder Vertrauenswürdigkeit betont werden. Das soll nämlich auf andere Mängel hinweisen, Motto: Mehr war eben nicht.
Ein Trick für ein gutes Zeugnis ist übrigens, rechtzeitig um ein Zwischenzeugnis zu bitten. Geht man später im Streit auseinander, fällt es dem Arbeitgeber schwerer, von der einst guten Beurteilung massiv abzuweichen. Aber Vorsicht: Die Bitte muss gut verpackt werden. Sonst wird der Chef misstrauisch, dass man bereits auf dem Sprung ist. Und mit der Bitte um ein Arbeitszeugnis sollte man auch nicht lange warten. Sechs Monate nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses verfällt der Anspruch.
Ein Beispiel für ein Spitzenzeugnis
Der folgende Text spiegelt ein Muster-Zeugnis im doppelten Wortsinn: durchweg Note 1, nur bei den Soft Skills gab es eine 2. Aber das macht es vielleicht auch etwas glaubwürdiger.
Herr Max Mustermann, geboren am 30.02.2000 in Köln, ist vom 01.04.1998 bis zum 30.05.2011 in unserem Unternehmen als Chief Officer of Permanent Income tätig gewesen.
(Hier eine Tätigkeitsbeschreibung und ggf. eine kurze Unternehmensbeschreibung einfügen.)
Herr Mustermann verfügt über ein äußerst profundes Fachwissen, welches er stets effektiv und erfolgreich in der Praxis einsetzte. Dieses Fachwissen konnte er ohne Einschränkungen an seine Mitarbeiter weitergeben. Gerne bestätigen wir ihm eine außerordentlich hohe wirtschaftliche Sachkompetenz. Durch sein herausragendes unternehmerisches und strategisches Denken und Handeln erwarb er sich den höchsten Respekt der Geschäftsführung und seiner Mitarbeiter. Zum Nutzen des Unternehmens erweiterte und aktualisierte er immer mit großem Gewinn seine umfassenden Fachkenntnisse durch regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen. Aufgrund seiner präzisen Analysefähigkeiten und seiner sehr schnellen Auffassungsgabe fand er hervorragende Lösungen, die er konsequent und erfolgreich in die Praxis umsetzte. Hervorzuheben ist seine hoch entwickelte Fähigkeit, stets konzeptionell und konstruktiv zu arbeiten, sowie seine immer präzise Urteilsfähigkeit. Herr Mustermann ist eine überdurchschnittlich engagierte Führungskraft, die ihre Aufgaben jederzeit mit voller Einsatzbereitschaft erfolgreich erfüllte. Auch in Stresssituationen erzielte er sehr gute Leistungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht und war auch stärkstem Arbeitsanfall immer gewachsen. Stets arbeitete Herr Mustermann äußerst umsichtig, sehr gewissenhaft und genau. Vertrauenswürdigkeit und absolute Zuverlässigkeit zeichneten seinen Arbeitsstil jederzeit aus. Selbst für schwierigste Problemstellungen fand und realisierte er sehr effektive Lösungen und kam immer zu ausgezeichneten Arbeitsergebnissen. Im Laufe seiner Unternehmenszugehörigkeit hat er unter anderem viele wichtige Projekte mit sehr großem Erfolg geleitet. Durch sein überaus systematisches Vorgehen und seinen sehr kooperativen Führungsstil konnte er seine Projekte stets mit äußerster Zuverlässigkeit sowie zeitplan- und budgetgerecht abschließen. Seine Mitarbeiter motivierte und überzeugte er durch einen kooperativen Führungsstil. Herr Mustermann war als Vorgesetzter jederzeit voll anerkannt, wobei sein Team unsere hohen Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern oftmals sogar übertraf. Als Führungskraft bewies uns Herr Mustermann stets seine gute Integrationsfähigkeit. Er verstand es jederzeit, alle Mitarbeiter seines Teams entsprechend ihrer Persönlichkeit und Kompetenz bei der Entscheidungsfindung einzubeziehen und konnte so ein sehr gutes Arbeitsklima in seinem Team schaffen. Herr Mustermann hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zur unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Mit allen Ansprechpartnern kam Herr Mustermann sehr gut zurecht und begegnete ihnen immer mit seiner freundlichen, offenen und zuvorkommenden Art. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externen war jederzeit vorbildlich.
(Hier den Beendigungsgrund einfügen.)
Wir bedanken uns für die stets sehr gute langjährige Mitarbeit und bedauern Herrn Mustermann’s Ausscheiden sehr. Wir wünschen diesem vorbildlichen Kollegen beruflich und persönlich alles Gute, viel Glück und Erfolg.
Was Manager auszeichnet
Wegen eines guten Zeugnisses bekommt zwar keiner einen Job, aber wegen eines schlechten wird manche Führungskraft womöglich gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Und wenn beispielsweise Aufsichtsräte oder Firmeninhaber ihr Urteil über scheidende Manager in viele Worte kleiden, dann bedeutet das, dass die Lobhudelei nicht viel mehr wert ist, als das Papier auf das sie gedruckt wurde. Tatsächlich gelten bei der Besetzung von Vorstands- oder Geschäftsführerposten eigene Regeln. Insbesondere für das Arbeitszeugnis, auf das auch angestellte Manager Anspruch haben. Nach Einschätzung von Top-Executive-Personalberatern gehören vor allem drei Komponenten in ein Testat von Geschäftsführern oder Vorständen:
- Die Einschätzung der strategischen und unternehmerischen Kompetenz. Fehlt sie, legt das den Verdacht nahe, der Manager war weder ein wichtiger Impulsgeber noch sonderlich innovativ.
- Die Beschreibung seines Führungsverhaltens, insbesondere substanzielle Aussagen zum Verhältnis zu den Kollegen im Vorstand und den Mitarbeitern sollten darin enthalten sein. Andernfalls kann das auf eingeschränkte Sozialkompetenz hindeuten.
- Eine nachvollziehbare Begründung für die berufliche Veränderung. Das kann ein Wechsel der Eigentümerstrukturen sein, ein freiwilliges Ausscheiden wegen neuer Herausforderungen, aber auch geteilte Ansichten über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Alles ohne Begründung klingt nach: „Wir mussten die Lusche feuern.“
Wie sich das am Ende liest? Zum Beispiel so:
Es ist mir ein besonderes Anliegen, Ihm für sein umsichtiges und zielorientiertes Handeln Dank und Anerkennung auszusprechen. XXXXXXXXXX verliert mit der Beendigung seiner Tätigkeit eine Persönlichkeit, die sich stets durch Kompetenz, Dynamik und einen sicheren Sinn für das Machbare auszeichnete. Seine fachliche und seine soziale Kompetenz waren bei der Entwicklung des neuen Geschäftsbereichs ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Als Führungskraft war er vorbildlich. Selbst nach den durchgeführten Personalreduzierungen…
…haben seine Leistungen jederzeit und in jeder Hinsicht unsere vollste Anerkennung gefunden. Er förderte aktiv die Zusammarbeit, sein Verhalten gegenüber Kollegen und Mitarbeitern war stets motivieren und vorbildlich. XXXXXXXXXX verstand die Mitarbeiter zu überzeugen, zu motivieren und zu Höchstleistungen zu führen. Er informierte die Mitarbeiter vollständig und zeitgerecht, förderte deren Weiterbildung und delegierte Aufgaben und Verantwortung effektiv und ergebnisorientiert. Er befähigte sein Team, optimale Lösungen selbstständig nach klarer, durchdachter Planung sehr erfolgreich zu erreichen.
XXXXXXXXXX ist eine dynamische Fach- und Führungspersönlichkeit mit Unternehmergeist, die ihre Aufgaben mit großem persönlichem Einsatz ziel- und ergebnisgerecht leitet und durch vielfältige Initiativen weiterentwickelt. XXXXXXXXXX hat die mit ihrer jeweiligen Position verbundenen Gestaltungsräume zu unserem Besten kreativ und verantwortungsbewusst genutzt. Sie versteht es, Impulse zu geben und neue Wege zu gehen. XXXXXXXXXX verfügt über die Fähigkeit, aufgeschlossen, kontaktfreudig und situationsgerecht schnell Zugang zu finden. Besonders zu erwähnen ist, dass XXXXXXXXXX eine vorbildliche Führungskraft mit Verantwortungsbewusstsein und steter Einsatzbereitschaft ist. Sie setzt sich durch, kann die Mitarbeiter für ihre Ziele begeistern und zu stets optimalen Ergebnissen führen.
Allerdings ist bei Vorständen und Geschäftsführern das, was im Zeugnis fehlt, oft bedeutsamer und im Zweifel schädlicher als das, was drinsteht. So richten Headhunter ihr Augenmerk gerne auf scheinbare Nebensächlichkeiten wie die Frage, ob das Zeugnis auf dem offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde oder etwa auf dem privaten Briefpapier des Aufsichtsratsvorsitzenden. Allein Letzteres ist ein gutes Indiz für ein halbwegs glaubwürdiges Zeugnis. Dasselbe gilt für die dargestellten Leistungen: Finden sich im Testat ausschließlich nüchterne neutrale Floskeln oder bemüht sich der Aussteller ebenso um ein paar persönliche Worte, in denen er die Zusammenarbeit ausdrücklich wertschätzt, sich für Referenzanfragen zur Verfügung stellt und womöglich betont, den scheidenden Manager jederzeit wieder einzustellen?
In allen Fällen gilt: Je weniger Persönliches im Zeugnis steht, desto schlechter wirkt es. Negativ kommt allerdings auch der Umfang der Urkunde an. Zwar lässt sich unter einer halben Seite kaum eine aussagekräftige Leistungsdiagnose abliefern. Über zwei Seiten sollte die wohlklingende Mitgift aber auch nicht hinausgehen. Sonst entsteht beim Leser das Gefühl, der Manager habe für die Lobhudelei selbst in die Tasten gegriffen und aus lauter Narzissmus kein Ende mehr gefunden. Und derlei ungebremster Schaum ist fast noch verheerender als Weißraum.
Was tun wenn der alte Chef über einen lästert?
“Wie fanden Sie Ihren alten Mitarbeiter?” “Rein zufällig.” Viel mehr muss man nicht sagen, wenn man seinem Ex-Mitarbeiter die Karriere ordentlich verhageln will. Es ist heute durchaus üblich, dass Personaler zusätzlich zum Blick auf das Arbeitszeugnis ehemalige Arbeitgeber oder Vorgesetzte ihrer Bewerber anrufen und sich nach deren wahren Leistungen erkundigen. Denn Papier ist geduldig, und Lebensläufe kann man aufhübschen.
Eine persönliche Referenz dagegen ist nicht so leicht zu fälschen. Dumm nur, wenn der Ex-Chef wenig Gutes über den ausgeschiedenen Kollegen zu berichten weiß – aus welchen Gründen auch immer. Das kann einen Kandidaten aus dem Bewerbungsprozess kicken, bevor dieser richtig begonnen hat. Nur: Was kann man dagegen tun?
Juristisch ist es heikel dem Ex-Kollegen übles nachzusagen. Die meisten Arbeitsgerichte verstehen dabei keinen Spaß und verdonnern den ehemaligen Arbeitgeber auch schon mal zu einer saftigen Strafe. So geschehen bei einem Unternehmen, das dem neuen Arbeitgeber auf Nachfrage lediglich „bestätigte“, dass der Zeugnistext im Verlauf eines arbeitsgerichtlichen Prozesses zustande gekommen sei. Die Führungskraft wurde daraufhin prompt nicht eingestellt – und verklagte seinen Ex-Chef. Zu Recht, wie das Landesarbeitsgericht Hamburg (AZ 2 Sa 144/83) urteilte. Für die Richter stand fest, dass das neue Arbeitsverhältnis aufgrund der „üblen Nachrede“ nicht zustande gekommen war. Der Ex-Arbeitgeber musste noch einmal ein halbes Jahresgehalt an den Kläger zahlen.
Allerdings ist es schwer, eine solch fiese Mitgift nachträglich zu beweisen. Zumal man selbst dann zwar vielleicht ein paar Euro herausholen kann, den Job bekommt man aber trotzdem nicht (weshalb es im Übrigen auch so wichtig ist, beim Ausscheiden alles richtig zu machen). Und der ist im Zweifel mehr Wert. Was also können Sie tun?
Hier ein paar Vorschläge:
- Zum Telefon greifen. Auch wenn der Ärger groß ist: Bewahren Sie zunächst einmal Ruhe. Falls es stichhaltige Anzeichen dafür gibt, dass Ihr alter Chef nicht vorhat, Sie zu loben, rufen Sie ihn an. Ja, tatsächlich. Ein Versuch ist es allemal wert, und mehr als auflegen kann er nicht. Schildern Sie ihm die Situation, wie Sie ist: “Ich fürchte, wenn Sie Derartiges über mich erzählen, werde ich so schnell keinen neuen Job finden. Ist das Ihr Ziel oder können wir einen fairen Modus finden, der meiner beruflichen Zukunft nicht weiter im Weg steht?” Wichtig ist nur, dass Sie ein solches Gespräch mündlich führen, E-Maills sind dafür gänzlich ungeeignet. Es sei denn, Sie haben vor, Ihren Ex-Boss in eine Falle zu locken und wollen Beweise für seinen Rufmord sammeln.
- Den Stolz zähmen. Mal ehrlich: Im Grunde ist es nur der eigene Stolz, der Sie davon abhält, dem Tyrannen von einst einen weiteren Triumpf zu gönnen. Jetzt anrufen und womöglich zugeben, dass Sie immer noch von ihm abhängig sind? Niemals!!! Eine ritterliche Haltung. Aber auch dumm, denn genau den Triumpf bekommt er jetzt. Überwinden Sie Ihren Stolz und zeigen Sie Einsicht, dass Sie sich damals womöglich falsch verhalten und aus dem Fehler gelernt haben. Und im Zweifel: Spielen Sie dem Widerling die Nummer eben nur glaubhaft vor.
- Einen Umweg gehen. Wenn es die Unternehmenskultur und -struktur zulässt, können Sie den ehemaligen Boss auch umgehen. Sprechen Sie gezielt die Personalabteilung an. Oder den Chef Ihres Ex-Chef. Schildern Sie, dass Sie keinen Job finden, weil ihr ehemaliger Vorgesetzter Ihnen schaden will. Unternehmen scheuen derlei potenziellen juristischen Sprengstoff. Deshalb wird dann oft eine pragmatische Lösung gefunden. Sicher, beliebter werden Sie dadurch nicht. Aber Sie bleiben so auch nicht unbedingt arbeitslos.
- Neue Fürspreche suchen. Eine Alternative ist, sich andere Referenzen innerhalb des Unternehmens zu suchen. Spätestens an diesem Punkt lohnt es sich, wenn Sie vorher gut genetzwerkt haben. Dann können Sie auf andere vorgesetzte Fürsprecher zählen und den Bremsklotz ebenfalls ausmanövrieren.
- In die Offensive gehen. Versuchen Sie nicht, eine schlechte Referenz im Lebenslauf zu verheimlichen. Personaler sind trainiert, Lücken in der Bewerbung und im Lebenslauf aufzuspüren. Dort haken sie dann besonders gründlich nach. Besser ist, Sie gehen in die Offensive: Nicht indem Sie sich entschuldigen, sondern indem Sie die Zweifel an Ihrer Reputation Ihrerseits ins Zwielicht setzen. Geben Sie ruhig an, dass Sie bislang ein gutes Verhältnis zu Ihrem Ex-Chef hatten, dieses aber zum Schluss nachhaltig gestört wurde, weshalb Sie annehmen, dass er nicht allzu positiv über Sie redet. Ein guter Personaler wird jetzt mindestens auch Ihre Version hören wollen und Sie nicht sofort aussortieren (vorausgesetzt, der Rest stimmt). In diesem Fall sollten Sie im Vorstellungsgespräch allerdings auch eine anständige Begründung für die atmosphärischen Störungen vorbringen können.
Praktikum-Check – Alles, was Praktikanten wissen müssen
Das Praktikum. Für viele Studenten und Absolventen ist es heute der Einstieg in den Job. Für andere aber auch der Job selbst – nur schlechter bezahlt und ohne Rechte. Überhaupt die Bezahlung! Nach Angaben des Hochschul-Informations-System (HIS) erhält lediglich jeder dritte Praktikant so etwas wie ein Honorar. Und das liegt dann im Durchschnitt auch eher bei 350 Euro pro Monat. Der Rest arbeitet für Ruhm und Ehre. Immerhin können sich manche damit trösten, dass tatsächlich ehemalige Praktikanten, bessere Chancen haben, zu einem Vorstellungsgespräch oder Assessment Center eingeladen zu werden, als jene, die das Unternehmen noch gar nicht kennt. Vorausgesetzt freilich, das Praktikum verlief gut und wurde nicht zu einem Desaster.
Wie Sie möglichst viel aus Ihrem Praktikum herausholen, zeigt Ihnen der folgende Praktikumsführer:
Aufgaben
Zu Beginn des Praktikums steht ganz oft nur bedingt fest, was man zu tun hat. Die Beschreibung in der Stellenanzeige spiegelt nicht zwingend das tatsächliche Spektrum oder die Realität wider. Auch das obligatorische Kaffeekochen und Kopierengehen gehören mitunter zu den Tätigkeiten, die man Ihnen auferlegt. Seien Sie dann zuvorkommend und nutzen Sie die Chance, derlei vage Arbeitsinhalte zu präzisieren:
- Klären Sie zu Beginn möglichst umfassend, welche Tätigkeiten auf Sie zukommen werden. Erkundigen Sie sich auch bei Mitpraktikanten über deren Erfahrungen oder den Usus im Büro, etwa in Bezug auf Dresscodes, Internetnutzung oder Arbeitszeiten. Ehemalige Praktikanten lassen sich zudem in Netzwerken wie Xing aufspüren – über den entsrechenden Firmennamen, bzw. die Station dort im Lebenslauf.
- Wenn nichts zu tun ist, überlegen Sie sich eigenständig etwas und bringen Sie selbständig Vorschläge ein (nur keine besserwisserischen). Zeigen Sie Engagement und Ehrgeiz. Wer faul rumsitzt, disqualifiziert sich.
- Erkundigen Sie sich dennoch, wie Sie mit Leerlaufzeiten umgehen sollen. Manche davon sind arbeitsbedingt nicht zu vermeiden. Dann können Sie zumindest fragen, ob Sie währenddessen Ihren Praktikumsbericht vorbereiten oder Fachzeitschriften lesen dürfen.
- Fragen Sie bei kleinen und vor allem großen Problemen sofort nach. Es gibt tatsächlich keine dummen Fragen, aber zu späte! Gerade am Anfang Ihres Aufenthalts im Unternehmen gesteht man Ihnen solche Rückfragen eher zu, als wenn Sie schon einige Erfahrungen gemacht haben. Das wirft dann ein schlechtes Licht auf die bisherige Arbeit.
- Seien Sie sich für nichts zu schade! Erledigen Sie auch die offensichtlichen Sisyphus-Arbeiten oder einfachste Tätigkeiten wie die Spülmaschine auszuleeren. Das betont Ihren Teamgeist und statusfreies Denken. Diven dagegen kann keiner leiden.
Gefahren
Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Das haben Sie oft genug gehört, und es stimmt auch. Als Praktikant stehen Sie zwar oft außerhalb der Hierarchie (im Gegensatz zu Auszubildenden), dennoch sollten Sie zunächst bescheiden auftreten und nicht eine Bugwelle erzeugen, als seien Sie der Christus der Wirtschaft. Folgende Fettnäpfe sollten Sie tunlichst überspringen:
- Wiederholt zu spät kommen sowie ohne Absprache früher gehen, ist ein absolutes No-go. Arztbesuche sollten Sie in den ersten Wochen ebenfalls vermeiden, ansonsten rechtzeitig ankündigen und Bereitschaft signalisieren, den Termin zu tauschen. Termine wie Familiengeburtstage klären Sie bitte ebenfalls vorher ab.
- Auch wenn man Ihnen einen Computer mit Internetzugang zuteilt – klären Sie unbedingt vorher, ob Sie damit privat surfen dürfen. Dass Sie keine schlüpfrigen Seiten besuchen, versteht sich von selbst. Aber seien Sie auch zurückhaltend mit Besuchen in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Und schon gar nicht dürfen Sie dort ungefragt Bilder aus dem Unternehmen hochladen!
- Schalten Sie tagsüber Ihr Handy vorerst auf lautlos und spielen nicht zu offensichtlich damit herum. Das wirkt immer ein wenig so, als seien Sie nicht ganz bei der Sache und das Praktikum sei Ihnen weniger wichtig. Legen Sie wichtige Gespräche lieber in die Mittagspause oder geben Sie dem Anrufer kurz Bescheid, dass Sie gerade arbeiten wollen (nicht müssen!).
- Wenn Sie sich einen Kaffee holen, fragen Sie bei den Zimmerkollegen nach, ob die auch einen möchten. Alles andere ist stillos. Seien Sie auch sonst freundlich und zuvorkommend, aber bitte nicht devot. Das wäre dann doch zu viel des Guten.
- Halten Sie sich anfangs beim Flurfunk zurück, lassen Sie sich nicht zu Lästereien hinreißen. Beobachten und analysieren Sie lieber die Situation, bis Sie ungefähr nachvollziehen können, welche Lager es gibt und wer mit wem verbandelt ist.
- Was dagegen erlaubt ist: Nutzen Sie den Flurfunk und den alltäglichen Umgang der Kollegen miteinander, um sich ein Bild von dem Unternehmen zu machen. Und fragen Sie sich, ob Sie sich in dieser Atmosphäre langfristig wohlfühlen können.
Kleidung
Je nach Branche, können Sie sich im Büro auch mal leger kleiden (nur nicht gleich am ersten Tag!). Sobald jedoch Kundenkontakt ins Spiel kommt, ist ein Business-Outift Pflicht. Natürlich drohen auch hierbei einige Stolperfallen, deshalb:
- Klären Sie im Vorfeld, welche Kleidung im Büro erwünscht ist.
- Falls ein strikter Business-Code herrscht, sollten Sie mindestens zwei Anzüge besitzen (Frauen: Hosenanzug und Kostüm), um diese täglich wechseln und kombinieren zu können. Als Praktikant müssen Sie nicht unbedingt einen Maß- oder Markenanzug tragen. Je nach Unternehmenskultur, kann sich das auch negativ für Sie auswirken.
- Ferner benötigen Sie mehr als fünf Hemden (Frauen: Blusen), die Sie ebenfalls täglich wechseln. Ideal sind einfarbige Hemden. Speziell unter weiße Hemden gehört kein T-Shirt, geschweigedenn eines mit Aufdruck.
- Natürlich benötigen Sie auch mehr als eine Krawatte. Auch hier sind unauffällige Desins die bessere Wahl. Und bitte keine Motivkrawatten! Mega-out! Das tragen heute nur noch Kretins.
- Auch das Schuhwerk sollte passen, gepflegt und nicht abgelaufen sein. Zwei paar Schuhe bieten sich an. Je nach beruflichen Ambitionen und finanziellen Mitteln, investieren Sie an dieser Stelle direkt in qualitative Echtlederschuhe. Ihre Füße werden es Ihnen danken. Achtung: Die Socken sollten immer dunkler als der Anzug sein. Der Gürtel muss zu den Schuhen passen.
Bachelorarbeit
Das Praktikum eignet sich freilich nicht nur dazu, frühzeitig Kontakt zu seinem späteren Arbeitgeber aufzubauen – Sie können die Station ebenfalls nutzen, um ein Thema sowie einen Partner für Ihre spätere Abschlussarbeit zu finden. Idealerweise gelingt dies so:
- Fragen Sie Ihren Vorgesetzten, ob das Unternehmen solche Arbeiten unterstützt und ob er Lust hätte, Sie dabei zu betreuen. Natürlich nicht gleich am ersten Tag, sondern eher in den letzten Wochen des Praktikums, wenn man sich schon kennt.
- Falls er verneint, können Sie noch intern nachfragen, mit anderen Abteilungen telefonieren und ganz wichtig: Notieren Sie sich Name und Kontaktadresse derjenigen, die solche Studienarbeiten betreuen.
- Knüpfen Sie auch Kontakte nach außen – etwa zu Kunden des Unternehmens. Die können ebenfalls für die Betreuung Ihrer Abschlussarbeit in Frage kommen. Möglicherweise gibt Ihnen Ihr Vorgesetzter sogar einen Tipp.
- Fragen Sie nach bisher betreuten Arbeiten, Vorteil: Sie können den oder die Verfasser gleich nach ihren Erfahrungen fragen.
Netzwerk
Ihren Aufenthalt im Unternehmen sollten Sie nicht nur zum Aneignen erster Berufspraxis nutzen, sondern auch für das Knüpfen von Kontakten. Nach wie vor werden mehr als die Hälfte aller Stellen intern und via Vitamin B vergeben. So bauen Sie einen direkten Draht zu den Kollegen auf:
- Nehmen Sie nach der Eingewöhnungsphase am täglichen Kaffeeklatsch teil. Geben Sie dabei ruhig auch ein paar private Dinge preis. Achten Sie aber darauf, dass es nicht zu privat ist, denn das wird dann in Kürze jeder wissen.
- Wenn Sie ein paar Kollegen näher kennengelernt haben, vernetzen Sie sich bei Xing oder anderen Sozialen Netzwerken mit Ihnen und achten gleichzeitig darauf, nicht alle Informationen Ihres Profils freizugeben. Denn nach der Kontaktaufnahme, wird Ihr Profil erst einmal jedem gezeigt.
- Denken Sie nicht nur an direkte Vorgesetzte und andere Entscheidungsträger. Vernetzen Sie sich auch mit anderen Praktikanten. Und falls noch kein regelmäßiger Praktikanten- oder Berufseinsteigertreff eingeführt wurde, machen Sie den Vorschlag.
- Wenn es Ihnen gefallen hat, bleiben Sie nach dem Praktikum in Kontakt mit dem Unternehmen. Denn Sie wollen bis zum Abschluss nicht in Vergessenheit geraten und Ihren Bonus ungenutzt lassen.
Berufseinstieg
Insbesondere abschlussnahe Studenten können über ein Praktikum schnell den Berufseinstieg finden. Womöglich bietet sich auch die Chance auf eine vorläufige Tätigkeit als Werkstudent:
- Klären Sie gegen Ende Ihres Praktikums, inwieweit Sie danach noch für das Unternehmen tätig sein können. Oder ob Sie dafür erneut ein Assessment Center oder ein Vorstellungsgespräch absolvieren müssen.
- Das setzt voraus, dass Sie während des Praktikums mit guter Leistung, Verlässlichkeit und Engagement geglänzt haben. Ein weiterer Grund regelmäßig auf Feedback-Gespräche zu bestehen.
- Erkundigen Sie sich, wie viele Stunden Sie später pro Woche arbeiten könnten und zu welchem Stundenlohn.
- Falls in Ihrer bisherigen Abteilung nichts vakant ist, nutzen Sie die verbleibende Zeit im Unternehmen und erkundigen Sie sich, ob eine andere Abteilung eine freie Stelle hat. Besprechen Sie dies ruhig auch mit Ihrem Vorgesetzten.
- Vereinbaren Sie einen Termin, an dem Sie sich nach dem Praktikum noch einmal in das Unternehmen kommen und Ihren Ausbildungsstatus sowie etwaige Möglichkeiten der Zusammenarbeit besprechen. Dadurch schaffen Sie Verbindlichkeit und schützen sich vor leeren Versprechungen.
Zeugnis
Nach jedem Praktikum können und sollten Sie um ein Zeugnis bitten. Das brauchen Sie später für Ihre Bewerbungsunterlagen und um einen lückenlosen Lebenslauf zu dokumentieren. Fehlt das Zeugnis zu einer Station, machen Sie sich verdächtig, dort keinen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Beim Zeugnistext selbst sollten Sie freilich auf die Sprache achten: Personaler verklausulieren nach wie vor ihre Zeugnisnoten. Wenn ein Mitarbeiter seine Aufgaben stets zur vollsten (1), stets zur vollen (2) oder stets zur Zufriedenheit (3) erledigte, ist das eine Sache. Schlimmer ist es, wenn im Zeugnis Selbstverständlichkeiten, wie Pünktlichkeit oder Vertrauenswürdigkeit übermässig betont werden. Damit soll auf andere Mängel hingewiesen werden, nach dem Motto: Mehr war eben nicht. Beachten Sie überdies:
- Das Zeugnis muss neben korrekten Personenangaben (Vorname, Name, Geburtsdatum), den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten.
- Ein „qualifiziertes“ Zeugnis enthält neben der der reinen Positions- und Aufgabenbeschreibung zudem eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers.
- Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Wenn Sie Ihr Zeugnis selber verfassen sollen, ist das zwar ein Armutszeugnis für das Unternehmen beziehungsweise den Vorgesetzten, gibt Ihnen aber die Chance, das Beste daraus zu machen.
- Unterschrieben werden muss das Zeugnis vom Personalverantwortlichen, in der Regel also von Ihrem direkten Vorgesetzten und eventuell noch von einem Kollegen aus der Personalabteilung.
Anrufbeantworter – Tipps für Telefon- und Video-Interviews
Sie haben sich bei einem erstklassigen Unternehmen beworben, die Bewerbungsunterlagen sind verschickt und haben einen guten Eindruck hinterlassen. Doch was folgt, ist nicht die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, sondern die Einladung zu einem Telefoninterview. Und Ihr Bauchgefühl sagt: Das ist ein ganz schlechtes Zeichen!
Ist es aber nicht. Wenn die Bewerberzahlen steigen, greifen Personalverantwortliche gerne auf diese Methode zurück, um mehr Bewerber in einer kürzeren Zeit zu scannen und nebenbei zu erstattende Fahrtkosten zu sparen sowie eine erste Vorauswahl zu treffen. Die gute Nachricht daran: Wenn Sie zum Telefoninterview eingeladen wurden, stehen Sie immerhin schon in der engeren Auswahl. Allerdings – und das ist die schlechte Nachricht – hat die Papierform noch nicht so überzeugt, dass Sie Ihr künftiger Chef oder der Personalmanager Sie sofort persönlich einbestellen wollte, um Ihnen den neuen Arbeitsvertrag gleich in die Hand zu drücken. Zu diesem Zeitpunkt möchte man sich erst noch aussagekräftigeres Bild von Ihnen verschaffen, ohne dazu allzu großen Aufwand für beide Seiten zu betreiben. Schätzungsweise sind für die Stelle also noch fünf bis zehn Kandidaten im Rennen. Legen Sie sich deshalb hierfür noch einmal richtig ins Zeug. mehr



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