Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

Tipps für die Probezeit – So gewinnen Sie im neuen Job

Herzlichen Glückwunsch! Ein womöglich anstrengender Bewerbungsprozess liegt hinter Ihnen. Wochen sind vergangen. In der Zeit haben Sie zahlreiche Bewerbungen verschickt, keine Jobmesse ausgelassen und am Ende sogar einige Einladungen zum Vorstellungsgespräch erhalten. Und jetzt? Jetzt liegt der Arbeitsvertrag vor Ihnen. Unterschriftsreif. Sie müssen nur noch unterzeichnen…

Damit beginnt für Sie die Probezeit, aber auch eine wichtige Orientierungsphase, in der Sie für sich wichtige Fragen beantworten sollten. So fragen sich nicht wenige schon nach einigen Wochen im Beruf, ob das wirklich ihr Traumjob ist. Im schlimmsten Fall stellen Sie gar Ihre Berufswahl in Zweifel. Damit es erst gar nicht so weit kommt, nutzen Sie die erste Zeit im Unternehmen richtig – und den Karrierebibel-Quickcheck. Er verrät Ihnen, ob Sie mit Ihrem aktuellen Arbeitgeber wirklich die richtige Wahl getroffen haben.

Checkliste – Traumberuf

    [ ] Ich werde geistig gefordert.
    [ ] Mir wird Autonomie bei der Arbeit zugestanden.
    [ ] Ich mache wirklich das, was ich gut kann.
    [ ] Meine Arbeit hat für mich und meine Werte Sinn.
    [ ] Ich werde auch angemessen bezahlt.
    [ ] Meine Work-Life-Balance ist ausgewogen.
    [ ] Ich würde mit meinen Kollegen auch ein Feierabendbierchen trinken.

Machen Sie sich keine Illusionen: Den einen Traumjob gibt es nicht. Jeder Beruf hat seine Ecken und Kanten, Sonnen- wie Schattenseiten. Wenn Sie aber rund die Hälfte der Fragen abhaken konnten, haben Sie einen Beruf gefunden, in dem Sie langfristig glücklich werden können.

PS: Den Karrierebibel-Quickcheck (pdf) können Sie auch downloaden und ausdrucken. So bleibt Ihr Bildschirm von Häckchen und Filzstiftresten verschont.
    Und was wenn nicht?

Dann sollten Sie genau prüfen, was Ihnen den Spaß am Job raubt – mit der zweiten Jobwechsel-Checkliste:

Checkliste – Jobwechsel

    [ ] Der Job macht mich krank. Physisch wie psychisch.
    [ ] Die Herausforderungen sind Geschichte. Alles Routine.
    [ ] Das Team und ich passen einfach nicht zusammen.
    [ ] Die Kollegen können mich nicht leiden.
    [ ] Der Chef kann mich nicht ausstehen – aber das beruht auf Gegenseitigkeit.
    [ ] Das Unternehmen ist auf dem absteigenden Ast.
    [ ] Die spannende Projekte werden mittlerweile anderen Kollegen übertragen.
    [ ] Die Änderung meiner Lebensumstände ruft mich zu neuen Ufern.

Wenn Sie bei drei oder mehr Punkten genickt haben, sollten Sie tatsächlich darüber nachdenken, parallel sich nach einer Alternative umzusehen. Bevor Sie aber jetzt übereilt und wütend Ihre Kündigung in den Rechner tippen, nehmen Sie sich bitte die Zeit und lesen noch eben das Interview mit Volker Kitz, Autor des Frustjobkillerbuch. Denn vielleicht liegt der Frustauslöser weniger in dem Unternehmen für das Sie arbeiten, sondern sogar bei Ihnen selbst. Kitz hat dazu zum Beispiekl verschiedene Probleme identifiziert, die Ihnen in jedem Job begegnen werden. Diese lassen sich zu fünf Aussagen verdichten:

  • „Ich verdiene zu wenig Geld“
  • „Der Chef weiß meine Arbeit nicht zu schätzen“
  • „Alle quatschen mir rein“
  • „Jeder Tag ist gleich“
  • „Alle Kollegen und Kunden sind geisteskrank“

Wer so denkt, muss nicht zwangsläufig einen miesen Job erwischt haben. Falls Sie aber dennoch davon überzeugt sind, dass ein Jobwechsel genau das Richtige wäre, sollten Sie sich die dritte Checkliste genauer ansehen. So gilt es, vor jedem Ausscheiden folgende Punkte zu beachten:

Checkliste – Kündigung

    [ ] Ich bin über die Kündigungsfrist und die Bedingungen informiert.
    [ ] Selbstmarketing ist kein Fremdwort für mich.
    [ ] Ich stehe in Kontakt zu ausgewählten Personalberatungen.
    [ ] Kleinere Beratungen habe ich auch in Betracht gezogen.
    [ ] Ich verschicke insgesamt nicht mehr als fünf Bewerbungen.
    [ ] Vor der Kündigung warte ich auf die feste Zusage für den neuen Job.
    [ ] Ich habe das neue Stellenangebot sowie das Zielunternehmen überprüft.
    [ ] Die Aussagen des Unternehmens sind glaubwürdig.
    [ ] Ich passe zu der Unternehmenskultur des Unternehmens.
    [ ] Der Job bietet mir wirklich neue Perspektiven.
    [ ] Ich habe für meinen Abgang und eine strukturierte Übergabe gesorgt.
    [ ] An der Ausgestaltung des neuen Arbeitsvertrages bin ich beteiligt.

Ganz wichtig: Versuchen Sie sich stets im Guten von Ihrem Arbeitgeber und den Kollegen zu trennen, bleiben Sie fair, auch wenn Sie gefrustet und wütend sind. Auch hier gilt der Satz, man sieht sich immer zwei Mal im Leben!

Die wichtigsten Regeln für die Probezeit

Aber auch wenn Sie sich entschließen, im Unternehmen zu bleiben, gilt es die Probezeit optimal für sich zu nutzen. Denn ein verpatzter Einstieg verbaut nicht selten den späteren Aufstieg. Wer den Job wechselt oder seinen ersten antritt, sollte daher die wichtigsten Grundregeln für ersten 100 Tage kennen. Die elf größten Hürden im neuen Job und wie Sie diese meistern können, finden Sie im folgenden Dossier. So überleben Sie jede Probezeit unbeschadet…

Erfolg … Auf Probe

Auf Takt

Der Vertrag ist unterschrieben, die Erfolgsparty mit den Freunden überstanden und das Powermüsli von heute morgen treibt Sie zur Hochform. Jetzt heißt es: Ran an den neuen Job! Bevor Sie allerdings Ihren Triumphzug durchs Firmament beginnen, sollten Sie unbedingt folgenden Drei-Stufen-Plan beherzigen: mehr

Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

Drei sichere Indizien, dass Sie ein Workoholic sind

  1. Sie können nicht delegieren. Mal ehrlich: Wie viel Verantwortung können Sie wirklich abgeben? Die meisten Workoholics können es nicht. Entweder, weil sie fürchten die Kontrolle zu verlieren. Oder, weil sie glauben, das Ergebnis wäre nur halb so gut. Ob Perfektionist oder Kontrollfreak – beides sind sichere Wege in die Frustration und soziale Isolation.
  2. Sie sprechen nur vom Job. Was haben Sie gestern getan, erlebt? Worüber haben Sie sich gefreut? Wer jetzt nur mit Anekdoten aus dem Beruf auftrumpfen kann, hat ein Problem. Der Job ist nicht mehr Teil des Lebens, er ist das Leben! Wenn alle Gedanken aber nur noch um Projektfortschritte, Personalien, den Chef oder die Karriere kreisen, kann das nicht gesund sein.
  3. Sie vernachlässigen Privates. Schauen Sie sich bitte kritisch in Ihrer Wohnung um: Türmen sich Schmutzwäsche und Geschirr in der Spüle? Die Haushaltsmitglieder monieren überfällige Reparaturen? Alles typische Anzeichen, dass sich Ihre Prioritäten verschoben haben und Ihr Kopf kaum noch frei dafür ist, was sich außerhalb des Büros abspielt. Womöglich verpassen Sie dabei das Beste im Leben!
Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

Bewerbungsmappen-Check – Das muss in die Bewerbung

Ihre Bewerbung ist nicht nur eine Art übergroße Visitenkarte – sie ist zugleich Ihre erste Arbeitsprobe. Ob das nun fair ist oder nicht: Schon an der Bewerbungsmappe lesen Personalchefs ab, ob Sie zum Unternehmen passen, ob Sie sorgfältig und gewissenhaft arbeiten, auf Details achten und auch sonst einen guten Eindruck machen. Und für den ersten gibt es bekanntlich keine zweite Chance.

Es ist eine Tatsache, dass sich heute auf einen attraktiven Job bei den beliebtesten Arbeitgebern bis zu 2000 Kandidaten bewerben. Entsprechend wichtig ist, sich schon mit seiner Bewerbung und der Mappe positiv von der Masse abzuheben (Das gilt natürlich auch bei Bewerbungen mit weniger Konkurrenz). Bewerbungsunterlagen, die unordentlich oder unvollständig sind, werden daher gleich aussortiert. Sparen Sie hier also nicht am falschen Ende. mehr

Von Holger Lischke // 7 Kommentare

Zukunft der Arbeit – Bin ich fit für die neue Arbeitswelt?

Die Zahl der Selbständigen in den Freien Berufen wächst von Jahr zu Jahr. Zwischen 2001 und 2009 nahm sie um 314.000 Personen auf weit über eine Million zu. Dies entspricht – nach Informationen des Instituts für Freie Berufe (pdf) – einem Anstieg von 42,5 Prozent.

Der Arbeitsmarkt ist im Umbruch, keine Frage. Einsteiger bekommen nur noch befristete Verträge, wenn sie nicht gleich mit einem Praktikum abgespeist werden. Nicht wenige ergreifen deshalb die Flucht nach vorn, gründen ein eigenes Unternehmen, das oft aus nicht viel mehr besteht als ihnen selbst, ihrem Laptop und viel Optimismus. Selbständigkeit – das klingt ja auch im ersten Moment nach Freiheit, Selbstverwirklichung, nach eigenem Chef, eigenem Büro und möglicherweise sogar irgendwann eigenen Mitarbeitern. Für Berufsgruppen wie Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte oder Steuerberater ist dies nichts Ungewöhnliches, ebenso wie für Angehörige der Kreativbranche: Fotografen, Grafiker, Texter. Zunehmend trifft aber auch andere Berufe. Ingenieure etwa, Researcher, Controller. Welche Chancen damit verbunden sind, aber auch welche Herausforderungen, wollen wir in einer neuen Serie zur Zukunft der Arbeit analysieren – natürlich nicht, ohne Ihnen zugleich ein paar handfeste Tipps für die moderne Arbeitswelt mit auf den Weg zu geben: mehr

Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Checkliste – 10 Tipps für den erfolgreichen Messebesuch

Ein Gastbeitrag von der Autorin Elke Fleing

Messen können ein ausgezeichnetes Marketing-Instrument sein, mit dem Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie steigern die Bekanntheit Ihres Unternehmens, gewinnen Neukunden, können Ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren sowie Stammkundenpflege betreiben. Den größtmöglichen Nutzen erzielen Sie natürlich, wenn Sie eine Messe professionell und engagiert vorbereiten, durchführen und nachbereiten.

Dabei können Sie Messen in zwei verschiedenen Rollen aufsuchen: Als Besucher oder als Aussteller. Beide Positionen bieten Vor- und Nachteile, für welche Sie sich entscheiden, hängt von den Zielen ab, die Sie erreichen wollen und natürlich auch von Ihrem Budget.

Es gibt inzwischen viele Bücher und Online-Artikel zum Thema Auf einer Messe ausstellen. Deshalb widme ich mich hier der Alternative: Messen als Gast besuchen. mehr

Von Holger Lischke // 4 Kommentare

Checkliste: Das sollten MBA-Interessierte wissen

Bernhard Kuderer, seines Zeichens Ingenieur, Siemens-Manager und MBA-Absolvent, sprach kürzlich mit dem Manager Magazin über seine Erfahrungen während des MBA-Studiums, zuvor schon hatte er diese zu seinem Buch Insiderwissen MBA verdichtet. Und diese Erfahrungen sind nicht durchweg positiv. So besuchte er einmal auf der Suche nach einem für ihn passenden MBA-Programm eine Messe, um die Vertreter der Business Schools gezielt anzusprechen und um Rat zu fragen. Die Reaktion – ernüchternd:

Mit Blick auf meinen Lebenslauf wurde mir an deren Messestand mitgeteilt, dass meine “Intellectual Ability” für ihr exklusives Programm nicht ausreichen würde.

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Von Holger Lischke // 5 Kommentare

Fernstudium: Haben Sie das Zeug dazu?

Wissenshungrige wechseln nach dem Abitur an eine Hochschule und beginnen dort ihr Studium. Andere nehmen den zweiten Bildungsweg und studieren nach der Berufsausbildung. Es gibt aber auch eine stetig wachsende Zahl von Menschen, die neben dem Beruf oder “Vollzeit” ein Fernstudium absolvieren. Leider wird dieses immer noch als Studium dritter Klasse bezeichnet, viele Fernstudenten verschweigen die nächtlichen Bemühungen sogar vor Bekannten und Kollegen. mehr

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Lust auf Jobwechsel?

Finden Sie jetzt Ihren Traumjob in unserer Jobbörse mit vielen Tipps und Tricks für bessere Bewerbungen!
Einen Überblick über alle wichtigen Jobmessen des Jahres gibt Ihnen unser Karrierekalender.

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen