Vor einiger Zeit erhielt ich einen Anruf. Der Geschäftsführer einer Firma, für die ich schon mehrfach als Coach tätig war, richtete sich mit folgendem Auftrag an mich:
Wir haben da eine sehr gute Führungskraft. Der Mann hat viel Potenzial und wir mögen ihn. Wir überlegen, ob wir ihm eine teure Weiterbildung finanzieren, damit er sein Potenzial noch mehr entfalten kann. Gleichzeitig haben wir den Eindruck, dass er im Moment nicht mit voller Kraft dabei ist. Wir möchten ihm gerne ein Coaching zu seiner Unterstützung spendieren, auch um zu sehen, ob die Entscheidung für die Weiterbildung richtig ist.
Damit der Klient sich sicher fühlen kann, vereinbare ich mit dem Auftraggeber und dem Klienten, dass die Inhalte der Sitzung komplett zwischen mir und dem Mitarbeiter bleiben und der Mitarbeiter dem Auftraggeber über seine Fortschritte nach seinem Ermessen berichtet. mehr →
Outplacement (oder Newplacement) ist eine Art persönliche Beratung (manchmal auch Coaching) für gekündigte Mitarbeiter, die in der Regel vom Arbeitgeber bezahlt wird, damit die Entlassenen schneller und leichter wieder zurück in den Job finden. Der Umfang der Beratung variiert alledings. Das teuerste, für die Betroffenen aber angenehmste Rundumsorglospaket ist die sogenannte Garantieberatung, das heißt: Der Mitarbeiter wird solange betreut, bis er eine neue Festanstellung hat.
Nur selten entstammt das Outplacement-Angebot von Seiten des Arbeitgebers allerdings reinem Gutmenschentum. Eher steckt dahinter das Ziel, die Betroffenen schneller aus dem Unternehmen zu befördern und so einen langwierigen Arbeitsrechtsstreit zu vermeiden sowie in der Öffentlichkeit als fairer Arbeitgeber dazustehen. Und das scheint zu funktionieren, so verzeichnet die Bonner Wirtschaftsakademie (BWA) seit Beginn der Wirtschaftskrise eine mehr als doppelt so hohe Nachfrage nach Outplacement-Beratung wie bisher. Zugleich hat sie 100 Personalexperten zu dem Thema befragt, Ergebnis: mehr →
Sehr böse, sehr lustig: Der Kern von so ziemlich fast jedem Coaching… (Mit Dank an Birgit für den Hinweis)
mehr →
Seminare, Workshops, Trainings – die traditionelle Weiterbildung könnte womöglich schon bald ausgedient haben. So sind 62 Prozent der Personalverantwortlichen davon überzeugt, dass der im Schulungsraum vermittelte Lernstoff in den kommenden zwei bis drei Jahren an Bedeutung verlieren wird. Das gelte laut 45 Prozent der Befragten auch für Outdoor-Trainings und erlebnisbasierte Aktivitäten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Institute of Executive Development unter 111 Unternehmen in Europa und den USA. Vielmehr gehe der Trend in Richtung individuelles Coaching und Mentoring, sagen 75 Prozent der Personaler. Auch die Nachfrage nach Schulungskonzepten nach dem Leader-to-Leader-Prinzip (Manager coachen Manager) werde zunehmen (69 Prozent).
Wie so oft bleibt es auch in Sachen Coaching beim Einzelnen hängen, vorab genau zu prüfen, wem er sich anvertraut, wie der Coach seine Leistung definiert, wie er Erfolg und Vertraulichkeit sicherstellt, welche Kompetenzen und Referenzen er nachweisen kann und wie er am Ende abrechnet. Misstrauisch sollte etwa jeder werden, dem vollmundige und nebulöse Versprechen gemacht werden. Das vielleicht wichtigste Kriterium aber ist die Chemie zwischen Coach und Coachee: Nur wer seinem Coach voll und ganz vertraut, kann von der Beratung profitieren. Auf was Sie darüber hinaus achten und wie Sie Ihren Coach auswählen sollten, lesen Sie hier…
mehr →