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Risiko Mehrarbeit – Andauernde Überstunden können depressiv machen

Länger bleiben, kürzer treten – fast jeder zweite Arbeitnehmer leistet inzwischen unvergütete Überstunden, jeder zehnte sogar mehr als 48 Stunden pro Woche. Das ist auf Dauer nicht nur kräftezehrend – es kann sogar depressiv machen.

Als britische und finnische Wissenschaftler um Marianna Virtanen von der College Universität London und des Instituts für Arbeitsmedizin in Helsinki nun das Problem der andauernden Mehrarbeit untersuchten, stellten sie bald fest, dass diese häufig psychische Störungen und depressive Erkrankungen zur Folge hatten. Folgefolge: mehr Krankheitsausfälle und damit auch erheblicher wirtschaftlicher Schaden für das Unternehmen (das zuvor durch seine mangelhafte Personalpolitik an der falschen Stelle gespart hat). mehr

Job 0
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Psychoterror – Mobbing ist ein Gruppenphänomen

Rund zwölf Millionen Menschen sind nach Schätzungen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz von Mobbing betroffen. Zu viele, keine Frage. Doch Mobbing ist vor allem ein Gruppenphänomen, weniger die Folge eines Einzeltäters. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt Organisationspsychologen um Jens Eisermann und Elisabetta De Costanzo von der Freien Universität Berlin. Laut ihren empirischen Untersuchungen (Dazu wurden die Aussagen von von mehr als 4300 Beschäftigten ausgewertet) spiele vor allem der Führungsstil der Chefs eine entscheidende Rolle: Je gesprächsbereiter sich die Führungskräfte zeigten und je mehr Mitspracherechte die Mitarbeiter hätten, desto seltener trete das Phänomen auf. Zudem sei die allgemeine Arbeitszufriedenheit in diesen Abteilungen höher. mehr

Job 6
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Geldsorgen – Mehr Einkommen, weniger seelische Beschwerden

Macht Geld doch glücklich? Nunja, sagen wir so: Glücklich vielleicht nicht, es hilft aber offenbar dagegen, unglücklich zu werden. Denn wie jetzt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse ermittelt hat, leiden Menschen mit einem Nettoeinkommen von mehr als 4000 Euro monatlich wesentlich seltener an seelischen Beschwerden wie Depressionen, Burnout, Angst- oder Schlafstörungen, als Geringverdienende. mehr

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Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Burnout oder doch Depression? – 5 Thesen gegen den Modebegriff

Zahlreiche Titelgeschichten, Leitartikel, Bücher und Fernsehsendungen haben den Begriff “Burnout” zu einem der Modeworte des Jahres werden lassen. Selbsternannte “Burnout-Kliniken” springen auf den Zug auf und hoffen auf eine lukratives Klientel von Managern mit Privatversicherung. Die Unternehmen wiederum führen betriebsinterne Gesundheitschecks zur Stressreduktion ein, um dem Burnout und damit verbundenen Produktivitätsverlusten vorzubeugen. mehr

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Drei typische Symptome, dass Sie auf einen Burnout zusteuern

  1. Sie sprechen immerzu vom Job. Egal, ob Sie in der Kaffeeküche stehen, einen Kongress besuchen oder abends mit Freunden in einer Bar zusammenstehen – es dauert nicht lange, bis Sie das Gespräch auf den Job gelenkt haben: Branchenklatsch, Projektfortschritte, Ihr Chef, die Karriere – das ist es, worum Ihre Gedanken kreisen. Umgekehrt: Sobald das Gespräch nicht darum geht, beginnen Sie sich zu langweilen. Achtung: Burnout-Gefahr!
  2. Sie können nicht delegieren. Die meisten Workoholics tun sich schwer damit, Verantwortung zu teilen und Aufgaben abzugeben. Entweder, weil sie fürchten, die Kontrolle darüber zu verlieren. Oder, weil sie glauben, das Ergebnis wäre dann nur halb so gut. Sie neigen entweder zum Perfektionismus oder zum Kontrollfreak, oder zu beidem. Und beides sind sichere Wege in Frustration, soziale Isolation und den Burnout!
  3. Sie vernachlässigen private Aufgaben. Schauen Sie sich einmal kritisch in Ihrer Wohnung um: Türmen sich Schmutzwäsche und Geschirr in der Spüle? Die Haushaltsmitglieder monieren längst überfällige Reparaturen? Sie vergessen regelmäßig einzukaufen oder die Besorgungen, die man Ihnen aufgetragen hat? Auch das sind typische Anzeichen, dass sich Ihre Prioritäten ungleich verschoben haben und Ihr Kopf kaum noch frei ist. Ein sicherer Weg, auszubrennen.
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Kranke EU – Jeder Dritte leidet an psychischer Störung

Irgendwie hat man das ja schon geahnt, aber nun ist es zumundest amtlich: Psychische Störungen sind die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Zu diesem Ergebnis kommt eine dreijährigen Langzeitstudie des Dresdner Psychologen Hans-Ulrich Wittchen und dem European College of Neuropsychopharmacology sowie dem European Brain Council. Im Detail: Jährlich leiden 38,2 Prozent aller EU-Einwohner (umgerechnet 164,8 Millionen Menschen) unter einer klinisch bedeutsamen psychischen Störung. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen demnach… mehr

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Depression in Deutschland – Die Fakten

resilienzDeutschland trauert kollektiv. Mit Robert Enke, mehr aber noch mit den Hinterbliebenen. Selten hat ein tragischer Freitod wie dieser so viele Menschen berührt, bewegt und emotional aufgewühlt wie dieser. Womöglich liegt das auch daran, dass sich viele Trauernden insgeheim ein kleines bisschen hineinversetzen können, wie es Robert Enke gegangen sein muss. Verstehen Sie mich nicht falsch: Keiner, der nicht selbst an Depressionen erkrankt ist oder war, kann wirklich begreifen, was dann in einem Menschen passiert (Ich habe selbst so einen Fall in der Familie). Aber in dem Zusammenhang wird immer wieder vom Druck gesprochen, der im Leistungssport herrscht. Von dem Funktionierenmüssen und dem Diktat, bloß keine Schwächen zu zeigen – schon gar keine psychischen. Andernfalls gilt man als Weichei oder als „Deislerin“.

Den steigenden Leistungsdruck, das ewige Funktionierenmüssen – das spüren längst auch jene, die keine Berufssportler sind. Sie spüren es seit Jahren – im Büro, auf dem Arbeitsmarkt, manche vielleicht sogar zuhause in ihrer Partnerschaft. Gewiss, nicht alle wählen einen so finalen Ausweg, aber sie kennen den Stress, die Ohnmacht und die Verzweiflung, die mit der zunehmend rauer werdenden Wirtschaftswelt, den seit Jahren anhaltenden Einsparungs- und Entlassungswellen einhergehen. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen