Was glauben Sie, welche Worte, oder besser gesagt Floskeln wählen Deutschlands Fach- und Führungskräfte, um sich in Sozialen Netzwerken wie Xing, Linkedin oder Google+ zu empfehlen? Genau: Jene typische Phrasen, die so abgedroschen sind, dass sie das Gegenteil von dem aussagen, was sie eigentlich bedeuten: „kreativ“, „innovativ“ und „erfolgsorientiert“ sind die am häufigsten verwendeten Buzzwords in Deutschland. Das hat jetzt eine Auswertung von LinkedIn ergeben, bei dem die Nutzer-Profile in 13 Ländern verglichen wurden. Demnach sieht die deutsche Top-Ten der am meisten verwendeten Floskeln so aus: mehr
Kreativ und innovativ – Rangliste der schlimmsten Floskeln in Profilen
Drei Bewerbungs-Mythen über Social Media, die immer noch verbreitet werden
- Falsch ist: Headhunter und Personaler googeln jeden Bewerber. Dafür haben die gar nicht die Zeit! Lust auch nicht – schon gar nicht bei mehr als 500 Bewerbungen. Richtig ist aber: Jeder zweite Personalverantwortliche schaut sich nach der Vorauswahl das Online-Image der drei interessantesten Kandidaten an. Dumm, wer so weit gekommen ist und dann durch schlechtes Personal Branding scheitert.
- Falsch ist: Sauf- und Partyfotos auf Facebook sind Karrierekiller. Ganz im Gegenteil: Ein allzu cleanes Profil weckt eher den Verdacht, der Bewerber habe weder Privatleben noch Freu(n)de. Richtig ist aber: Saufexzesse und ausschließliche Partybilder wirken nach wie vor unseriös und nicht nach einem engagierten Mitarbeiter in spe. Auf die Mischung kommt es an!
- Falsch ist: Personaler, die einen googeln und wegen negativer Einträge absagen, sind selber unseriös. Die Haltung ist naiv. Schließlich geht es auch um den Ruf der Firma, die Sie später als Mitarbeiter repräsentieren. Der Personaler macht also nur seinen Job. Richtig ist aber: Ihre Privatsphäre zu durchleuchten, geht zu weit. Dennoch bilden Ihr professioneller Auftritt im Internet, die Fachkompetenz und Ihr Berufsnetzwerk zunehmend wichtige Referenzen.
Drei simple Schritte, die Ihr Eigenmarketing sofort verbessern
- Profil. Schärfen Sie Ihr Social Media Profil. Dabei geht es nicht darum, einfach nur einen Xing- oder Linkedin-Account zu haben, sondern sich damit abzusetzen: durch starke Texte, aktuelle Einträge, Links, ein überzeugendes Foto.
- Signatur. Wie viel kommunizieren Sie heute schon per E-Mail? Eben. Lassen Sie die Gelegenheit zum Personal Branding nicht ungenutzt – vor allem nicht die Signatur. Schließen Sie Mails mit einem Motto ab, das hängen bleibt. Oder einem Link zu Ihrer Webseite.
- Elevator Pitch. Sie kennen die Macht des ersten Eindrucks. Dann seien Sie vorbereitet, wenn Sie jemanden Interessantem begegnen: Entwerfen Sie eine flammende Vorstellung von sich, machen Sie sich ebenso relevant wie interessant. Über alles dürfen Sie reden – nur nicht über 60 Sekunden. Achso: Eine originelle Visitenkarte wäre auch nicht schlecht.
Ich im Internet – Neues Tool zum Egogoogeln
Seit gestern hat Google ein neues Tool online gestellt, das ähnlich funktionioniert, wie der bisherige Google Alert – nur, dass man diesen dafür gar nicht mehr einrichten muss, wenn man schon ein Profil bei Google besitzt. Der neue Service heißt “Ich im Internet” und erlaubt jedem Nutzer, direkt in seinem Dashboard individuelle Suchanfragen einzurichten, die ihn dann sofort informieren, sobald etwa der eigene Name, die E-Mail-Adresse oder sonstwas im Internet erwähnt wird. Ziel ist, die persönliche Online-Reputation, die Eigenmarke im Web möglichst einfach zu überwachen und gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können. mehr
Personal Rebranding: In drei Schritten zum neuen Online-Image
- Definieren. Jobwechsel oder Brüche im Lebenslauf können für die Online-Marke zur Belastung werden. Das Internet vergisst eben nichts. Und Suchmaschinen orientieren sich bei Ihren Trefferlisten nicht nach dem aktuellen Job, sondern nach deren Relevanz der Fundstelle. Heißt: Wer sich neu erfindet und sein altes Leben hinter sich lassen möchte, braucht Personal Rebranding. Der erste Schritt dazu: Definieren Sie Ihre neue Marke. Nutzen Sie die erste Zeit in der Versenkung zur Standortbestimmung und Selbstanalyse.
- Konstruieren. Für den Imagewechsel ebenfalls wichtig: eine gute und glaubhafte Geschichte. Diese Art Selbsterklärung sollte aber nie Rechtfertigung klingen, sondern nach einem geplanten Aufbruch. Es muss ein roter Faden entstehen, der die Flicken zusammenhält. Gut, wenn zudem zwischen dem Beenden und Beginnen Zeit vergeht. Eine Phase der Besinnung verleiht dem Imagewechsel Bedeutungsschwere. Und damit Legendenbildung vollends wirkt, sollten Sie schon etwas Konkretes in petto haben. Also vorher im Verborgenen neue Online-Profile und –Präsenzen aufbauen.
- Präsentieren. Jetzt kommt der Überraschungseffekt. Sie sind wieder da – mit neuem Image, neuem Berufsprofil und neuen Online-Präsenzen. Kommunizieren Sie auf allen alten und neuen Online-Kanälen die neue Position. Passen Sie den Lebenslauf an, die Kontaktdaten und verändern Sie auch optisch etwas: tauschen Sie Ihr Porträtfoto auf Xing, geben Sie Ihrer Facebookseite ein neues Design, Ihrem Twitter-Profil einen neuen Hintergrund, Ihrem Blog einen neuen Look. Und erwarten Sie nicht zu viel: Bis so ein Rebranding durch ist, können sechs bis zwölf Monate vergehen.
So setzen Sie sich in Szene – ohne aufdringlich zu wirken
Wer nicht wirbt, stirbt. Was für Produkte gilt, trifft auch auf Karrieren zu. Schlechtes Selbstmarketing sorgt nicht nur für weniger Einkommen, es spielt auch eine Rolle beim Scheitern. In einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater hielten 28 Prozent falsche Bescheidenheit für einen der Top-10-Karrierekiller. So eitel und unangenehm einem Selbstdarstellung auch vorkommt: Wer nicht auffällt, fällt durchs Raster. Selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt. mehr
Personal Branding – Fasse dich kurz und komm zum Punkt!
Bei allem Verständnis für den sinnvollen Aufbau einer Eigenmarke: Beschäftigen Sie sich bloß nicht zu lange mit der Wahl des optimalen Markennamens. Das wird überschätzt. Namen wie Google, Yahoo, Xing oder Twitter hat früher auch niemand gekannt und doch sind sie heute in aller Munde.
Wenn das Produkt stimmt, ist der Name Nebensache. Und faule Kompromisse sind immer Käse – wie die folgende Parabel zeigt: mehr





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