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Bittere Pille – Anderen die Schuld zu geben, kann krank machen

Carsten Wrosch ist Psychologie-Professor an der Concordia Universität in Kanada und erforscht seit mehr als 15 Jahren negative Emotionen. Ihn interessiert etwa wie Trauer oder Reue Menschen beeinflussen. Oder welchen Effekt Bitterkeit auf unsere Gesundheit hat. Ja, tatsächlich Bitterkeit. Denn die, das fanden Wrosch und sein Kollege Jesse Renaud heraus, entsteht ganz leicht und schon aus kleinen Fehlern und Pannen, begleitet von Ärger und Wut. mehr

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Der Valins-Effekt – Attraktivität ist eine Frage der Erregung

Erinnern Sie sich noch an Anna Nicole Smith? Das texanische Playmate wurde hierzulande durch zwei Dinge bekannt: Durch ihre Hochzeit mit dem 89-jährigen Milliardär J. Howard Marshall (Sie selbst war damals erst 26) – und die H&M-Plakatwerbung mit ihr im Jahr 1993.

Damals ließ der schwedische Textilhersteller Hennes & Mauritz an so ziemlich jeder Bushaltestelle in Deutschland Dessous-Bilder von Anna Nicole Smith aufstellen. Mal räkelte sich die da noch 25-Jährige in einer schwarzen Korsage auf dem Rücken, die bestrapsten Beine keck in den Himmel gestreckt; mal saß sie im weißen Spitzen-BH samt Miederhöschen auf der Seite und strich sich lasziv über die Beine. Die Kampagne sprach sich unter einer Hälfte der Bevölkerung schnell herum und sorgte für allerlei öffentliche Erregung. In dem Jahr kam es laut Polizeistatistik zu einem ungewöhnlichen Anstieg von Plakatdiebstahldelikten, insbesondere an Bushaltestellen. Gleichzeitig nahm die Verkehrsunfalldichte im Sichtbereich der Wäschewerbung auf erklärliche Weise zu: typisch Mann am Steuer. mehr

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Wie Sie auf Kritik reagieren sollten

  1. Zuhören. Und ich meine wirklich zuhören. Das ist ärgerlich, zuweilen schmerzhaft, aber immer lehrreich. Insbesondere dann, wenn Sie versuchen, die Sichtweise und die Argumente des Kritikers zu verstehen.
  2. Abwarten. Vor allem mit Ihrer Reaktion. Die meisten verteidigen sich oder feuern sofort zurück. Riesenfehler! So eskaliert die Sache nur. Und effektiv ist die Retourkutsche sowieso fast nie.
  3. Erklären. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, geben Sie ihn zu. Ansonsten erklären Sie ehrlich Ihr Handeln und Ihre Emotionen von damals. Sagen Sie aber auch, was Sie daraus gelernt haben. Das versöhnt in der Regel.
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Fundsachen – Anregungen und Anstöße aus dem Web

Sachlichkeit versus Emotionen

Die Mediatorin Kirstin Nickelsen hat in ihrem Maschinistin-Blog das Dilemma von Sachlichkeit versus Emotionen während eines Konflikts analysiert: “Es gibt diese Momente, in denen man einfach zur Tat schreitet. Da steht man ein Stückchen neben sich und kann sich selbst nicht mehr schnell genug stoppen”, schreibt sie. Und trotz aller Ratschläge, im Streitfall sachlich und kontruktiv zu bleiben: “Je mehr wir versuchen, unsere Emotionen zu unterdrücken, desto präsenter und gegenwärtiger werden sie.” Akzeptieren sei der bessere Weg: Es gebe eben Menschen, die müssen kurz den Raum verlassen oder sie beantworten entsprechende E-Mails eben erst nach einer Mindestzeit von einer Stunde, wenn sie Dampf abgelassen haben. mehr

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Lizenz zum Nörgeln – 10 Tipps für besseres Kritisieren

Kritik ist, wenn der Chef trotzdem Recht hat. In vielen Unternehmen bewahrheitet sich der kernige Bürospruch leider allzu oft. Nicht selten ähnelt die Bürokommunikation dem Versuch, Öl mit Wasser zu mischen. Dabei schadet ein Mindestmaß an Konflikten keinem Unternehmen. Schließlich sorgen sie für geistige Mobilität und Vitalität. Was uns Deutschen aber fehlt, ist eine echte Streitkultur. Gestiegene Anforderungen und die wachsende Angst um den Arbeitsplatz erhöhen den Druck und die Furcht vor einer Aussprache mit den Vorgesetzten. So lange, bis die eigene Unzufriedenheit zur Wut hochkocht, und sich eine sachbezogene Lösung nicht mehr finden lässt. Das muss nicht sein! Kritikfähigkeit ist für Vorgesetzte ja nicht zur Herausforderung, sondern auch eine Chance – selbst wenn es dabei ans Eingemachte geht. Mitarbeiter zu führen bedeutet eben auch, sie in Entscheidungen mit einzubinden, Verantwortung zu teilen und die Kreativität aller zu nutzen. Allerdings – bei aller Liebe zur Kritik am Boss: Auf die richtige Taktik kommt es trotzdem an. Führung von unten braucht einen Plan und besonnenes Vorgehen. Hier zehn Tipps für besseres Kritisieren: mehr

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Empathie, nie? – Ist emotionale Intelligenz lernbar?

EQ versus IQ. Seit der US-Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman den Begriff der emotionalen Intelligenz populär gemacht hat, fungiert dieser oft als Gegenentwurf zur klassischen Intelligenzforschung. Letztere basis meist auf metrisch messbaren Daten, die zum sogenannten Intelligenzquotienten, dem IQ, aggregiert werden. Emotionale Intelligenz (EQ) dagegen lässt sich kaum messen. Wie auch? Emotional intelligente ebenso wie empathische Menschen sind in der Lage, die Gefühle und Bedürfnisse anderer aber auch die eigenen zu erfassen und zu bewerten. Vor allem aber können sie sich die eigenen Gefühle bewusst zu machen, deren Ursachen zu verstehen und erlangen so selbst in extremen Situationen die Kontrolle über ihr Handeln zurück. Goleman selbst nennt es “die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.” Wie aber wollte man diesen sozialen Klebstoff valide oder gar in Form eines Quotienten messen? Allenfalls Teilaspekte lassen sich – mehr oder weniger wissenschaftlich – untersuchen. mehr

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Coole Loser – Gefühlsunterdrücker bekommen keine Jobs

Wer beim Vorstellungsgespräch eine zu coole Fassade aufsetzt, bekommt keinen Job. Das ist das Ergebnis einer Studie von Jane Richards von der Universität von Texas. Das Vorurteil dahinter: So genannten Gefühlsunterdrückern mangelt es an Empathie. Entsprechend könnten sie in einer belastenden Situation schlechter auf ihre Gesprächspartner eingehen oder reagieren verzögert. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen