Die Zukunft eines Vierjährigen zeigt sich schon im Umgang mit Süßigkeiten. Das jedenfalls legt der sogenannte Marshmallow-Test aus den Sechzigerjahren nahe, der inzwischen zu den Klassikern in der Sozialpsychologie zählt:
Die Wissenschaftler stellten eine Gruppe von Vorschülern vor eine Tüte Marshmallows und die Alternative: Entweder ihr bekommt eine Süßigkeit sofort – oder ihr wartet, bis der Versuchsleiter zurückkommt und bekommt dann zwei. Einige Kinder griffen sofort zu, die Mehrheit aber wartete ab und bekam den doppelten Lohn.
Damit war das Experiment aber nicht vorbei: Rund 14 Jahre später wurden dieselben Schüler erneut unter die Lupe genommen: Die Geduldigen waren zu selbstbewussten, sozial kompetenten Persönlichkeiten gereift, konnten mit Rückschlägen umgehen und waren in der Lage, eine Belohnung aufzuschieben, wenn es ihren Zielen diente. Die Sofortesser dagegen waren unsicherer, unentschlossener, neidischer, und schnitten auch – unabhängig von ihrer Intelligenz – in der Schule schlechter ab. Kurzum: Die Fähigkeit zum Gratifikationsverzicht oder besser gesagt -aufschub ist ein Kennzeichen starker Charaktere, es ist: emotionale Intelligenz. mehr
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