Von Jochen Mai // 13 Kommentare

Arbeitsillusion – Wege, wie Sie möglichst beschäftigt aussehen

Gut, sicher, klar, die Zeiten sind gerade nicht die besten für Arbeitnehmer. Kurzarbeit, Zwangsurlaub, vielleicht sogar Kündigung – das sieht nicht gut aus im karriereoptimierten Lebenslauf. Was also tun, wenn die Arbeit immer weniger wird und die Chefcontroller mit dem Rotstift durch die Flure wandern?

Nun, eine Alternative ist: Sehen Sie möglichst beschäftigt aus. Engagierte und fleißige Mitarbeiter landen schließlich nicht so schnell auf der Streichliste. Und wer die Attitüde eines Leistungsträgers pflegt, sichert nicht nur seinen Job – er tut auch was gegen die Langeweile, wird aktiv und kreativ. Kurzum: Das bisschen Show muss sein – und macht Spaß dazu.

In der New York Times war dazu eine hübsche Geschichte, was Angestellte derzeit so alles inszenieren, um möglichst gefragt, beliebt, beschäftigt auszusehen: Da gibt es zum Beispiel den 30-jährigen Portfolio-Manager aus New Jersey, der Akten auf seinem Schreibtisch stapelt und sich in der Mittagspause von seinen Freunden am Handy anrufen lässt, um möglichst vielgefragt zu wirken. Oder den New Yorker Anwalt, der das Licht abends lange im Büro brennen lässt, damit es so aussieht, als arbeite er bis spät in die Nacht. Weil das Bürolicht aber offenbar automatisch gesteuert und an eine Art Bewegungsmelder gekoppelt war, ließ er zudem einen Ventilator in seinem Büro laufen. Not macht erfinderisch. mehr

Essay, Job 13
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Rüstig statt rostig– Ältere Mitarbeiter engagierter als jüngere

DurchblickNicht die Jungen, sondern die älteren Mitarbeiter sind mit ihrem Job zufriedener und engagieren sich obendrein auch noch mehr. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie The State of Employee Engagement 2008 der US-Unternehmensberatung Blessing White. Für die weltweit angelegte Untersuchung wurden mehr als 7500 Menschen befragt. Ergebnis: Mindestens ein Viertel der sogenannten Generation Y fällt unter die Kategorie „unengagiert“ – und zwar in allen Regionen der Welt, inklusive Deutschland. Einzige Ausnahme: Indien. Hier sind die Jüngsten auffällig engagierter und zufriedener im Job als überall sonst auf der Welt. Den Grund dafür vermutet Christopher Rice, Vorstand von Blessing White, in der Macht. Die meisten Älteren hätten Führungspositionen inne, das mache sie engagierter. Hinzu komme, dass die Jüngeren oft (noch) nicht wissen würden, was sie wollen. Das beeinflusse das Engagement dieser Generation negativ.

Job, Studie 1
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Große Unlust – Nur 13 Prozent der Mitarbeiter engagiert

Nur 13 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass sie wirklich engagiert sind. Durch demotivierte Mitarbeiter entsteht nach einer Studie des Beratungsunternehmens Gallup in Deutschland jedes Jahr ein gesamtwirtschaftlicher Schaden von 220 Milliarden Euro.

Job, Studie 0

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen