Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Immer online – Zwei von drei nach Büroschluss erreichbar

Gestern die Umfrage von CareerBuilder, heute legt Bitkom nach: Zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland sind auch in ihrer Freizeit noch für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet und Handy erreichbar, bei einem Drittel gilt das sogar noch am späten Abend oder am Wochenende. Lediglich 32 Prozent der Berufstätigen sind nur in Ausnahmefällen oder gar nicht nach Feierabend zu erreichen, das hat jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom ergeben. Bemerkenswert auch: Während fast drei Viertel (73 Prozent) der Männer außerhalb der normalen Arbeitszeiten per Handy oder E-Mail erreichbar bleiben, sind es bei den Frauen nur 59 Prozent.

Das zunehmende Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit sorgt allerdings dafür, dass 56 Prozent der Befragten feste Absprachen mit dem Arbeitgeber darüber treffen, wann wirklich Feierabend ist. Bei 34 Prozent handelt es sich dabei um individuelle Vereinbarungen, bei 22 Prozent existiert eine allgemeine Vorgabe des Arbeitgebers für alle Mitarbeiter. Das bedeutet allerdings auch: Bei 41 Prozent der Berufstätigen gibt es keine klaren Regeln darüber.

Arbeitsrechtlich besteht für Arbeitnehmer übrigens keinerlei Verpflichtung, während der Freizeit per E-Mail oder Handy erreichbar zu sein. Anders verhält es sich, wenn eine so genannte Rufbereitschaft vereinbart wurde. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer auf Abruf zur „unverzüglichen Arbeitsaufnahme“ in der Lage sein. Das kann im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder auch mündlich vereinbart werden. Bei vielen ist eine Rufbereitschaft Teil des Jobs – etwa im technischen Support. Bei normalen Bürotätigkeiten kommt es indes auf die Art der Tätigkeit und die Bezahlung an. In den Arbeitsverträgen von gut bezahlten Experten sowie Führungskräften kann eine Rufbereitschaft pauschal abgegolten werden.

Job, Studie 4
Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Schalt! Das! Ab! – Wo überall das Smartphone zum Einsatz kommt

Nie mehr abschalten! Dass die ständige Erreichbarkeit und Dauersendung via Smartphones nicht nur ein technischer Segen ist, sondern auch zum veritablen Fluch mutieren kann, spüren immer mehr Menschen. So haben schon jetzt 17 Prozent der Arbeitnehmer das Gefühl, ihr Arbeitstag würde nie mehr enden, weil sie via Handy stetig mit dem Büro verbunden bleiben. Weitere 23 Prozent der Beschäftigten (für die es erforderlich ist, für den Arbeitgeber erreichbar zu bleiben) sagen, dass dies im Privatleben inzwischen zu zahlreichen Streiteren führt.

Und das sind nur einige der Ergebnisse, die jetzt eine CareerBuilder-Umfrage unter mehr als 5200 Arbeitnehmern zutage förderte. Zwar dürfte es wenig überraschen, dass Vertriebsmitarbeiter ihre Handys mit 66 Prozent täglich häufiger als jede andere Berufsgruppe nutzen (Fachkräfte im Dienstleistungssektor: 59 Prozent; Angestellte des Gesundheitssektors: 50 Prozent), dafür ist umso erstaunlicher, wo überall die Menschen zum Telefon greifen, obwohl sie sich eigentlich auf eine ganz andere Sache konzentrieren sollten:
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Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Rein ins Web 2.0 – Raus aus dem Job

lupe84 Prozent der Personaler empfehlen Bewerbern dringend, Ihre Spuren im Internet unter die Lupe zu nehmen. Denn wer einen schlechten Eindruck macht, riskiert derzeit bei 95 Prozent der Personaler tendenziell eine Jobabsage, so das Ergebnis einer Befragung zur Bewerberauswahl unter der Leitung von Professor Wolfgang Jäger von der FH Wiesbaden. Das drastische Ergebnis hängt sicher auch mit der aktuellen Arbeitsmarktkrise zusammen: Es gibt weniger Jobangebote, also wird gründlicher gesiebt. Besonders gefährlich sind demnach folgende Punkte:

  • Profilbild. Bei fast der Hälfte aller Personaler mindern Bewerber bereits Ihre Jobchancen massiv, wenn Ihr äußeres Erscheinungsbild – sprich: das Profilbild in Social Networks – zu wünschen übrig lässt.
  • Lebenslauf. Ebenfalls riskant: Lücken im Lebenslauf auf Business-Netzwerken wie Xing, LinkedIn & Co. 73 Prozent aller Personalverantwortlichen sehen in fehlenden Informationen eine deutliche Minderung der Einstellungschancen.
  • Erreichbarkeit. Haben Sie eine Telefonnummer angegeben? Eine E-Mail-Adresse? Und rufen Sie die Mails auch permanent ab. Knapp die Hälfte der Befragten reagieren negativ auf eine unprofessionelle Erreichbarkeit von Bewerbern.
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Dauerstrom – Feierabend ist ein Unterschichtenphänomen

WorkLifeBalanceEs ist jetzt genau 22 Uhr. Wenn Sie immer noch wach sind und am Rechner hängen, Ihre Feeds und dieses Blog lesen, parallel SMS verschicken oder E-Mails über das Handy abrufen und versenden, ja, dann haben Sie vermutlich schon Karriere gemacht. Denn so siehts aus: Die ständige Erreichbarkeit dank des technischen Firlefanz’ hat nicht nur Berufs- und Privatleben entgrenzt und den Feierabend zu einem aussterbenden Ritual gemacht (wie die Mahlzeit übrigens auch), sie teilt die Menschen ebenso zunehmend in Ober- und Unterschicht. Denn, wie es mein Berufskollege Adam Soboczynski im aktuellen ZEIT Magazin schreibt, “die Bäckereifachangestellte werde gewiss nicht abends noch vom Bäcker angerufen wegen diesem oder jenem. Es sei denn, sie habe ein Verhältnis mit dem Bäcker.” Und die Putzfrau wird wohl auch nicht abends noch ihre Mails ckecken müssen. In anderen Worten:

Der Feierabend sei heute – wie Übergewicht, Rauchen und schlechte Haut – ein Unterschichtenphänomen.

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen