Gestern die Umfrage von CareerBuilder, heute legt Bitkom nach: Zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland sind auch in ihrer Freizeit noch für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet und Handy erreichbar, bei einem Drittel gilt das sogar noch am späten Abend oder am Wochenende. Lediglich 32 Prozent der Berufstätigen sind nur in Ausnahmefällen oder gar nicht nach Feierabend zu erreichen, das hat jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom ergeben. Bemerkenswert auch: Während fast drei Viertel (73 Prozent) der Männer außerhalb der normalen Arbeitszeiten per Handy oder E-Mail erreichbar bleiben, sind es bei den Frauen nur 59 Prozent.
Das zunehmende Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit sorgt allerdings dafür, dass 56 Prozent der Befragten feste Absprachen mit dem Arbeitgeber darüber treffen, wann wirklich Feierabend ist. Bei 34 Prozent handelt es sich dabei um individuelle Vereinbarungen, bei 22 Prozent existiert eine allgemeine Vorgabe des Arbeitgebers für alle Mitarbeiter. Das bedeutet allerdings auch: Bei 41 Prozent der Berufstätigen gibt es keine klaren Regeln darüber.
Arbeitsrechtlich besteht für Arbeitnehmer übrigens keinerlei Verpflichtung, während der Freizeit per E-Mail oder Handy erreichbar zu sein. Anders verhält es sich, wenn eine so genannte Rufbereitschaft vereinbart wurde. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer auf Abruf zur „unverzüglichen Arbeitsaufnahme“ in der Lage sein. Das kann im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder auch mündlich vereinbart werden. Bei vielen ist eine Rufbereitschaft Teil des Jobs – etwa im technischen Support. Bei normalen Bürotätigkeiten kommt es indes auf die Art der Tätigkeit und die Bezahlung an. In den Arbeitsverträgen von gut bezahlten Experten sowie Führungskräften kann eine Rufbereitschaft pauschal abgegolten werden.






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