Da hat sich die Telekom ja mal was ausgedacht: Zusammen mit der TU Berlin, dem Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft hat das Creative Center der Telekom Laboratories 101 Leitlinien für die digitale Welt zusammengetragen – kurz: die eEtikette.
Das Layout erinnert ein bisschen an Omas Zeiten, wie auch einige der darin enthaltenen Benimmregeln zu E-Mail, Handy und Social Media. Dennoch enthalten die 101 Manieren auch einige ganz amüsante Perlen. Meine zehn persönlichen Highlights waren diese: mehr →
Gibt es so etwas wie eine Internet-Mobilfunk-Etikette? 80 Prozent der Menschen sagen ja, so das Ergebnis einer Intel-Umfrage. Und über zwei Drittel von ihnen (69 Prozent) finden sogar, dass Verstöße gegen diese ungeschriebenen Regeln einen Fauxpas darstellen. Allerdings sagen 62 Prozent der Befragten auch, dass Netbooks, iPhone & Co. heute zum Alltag gehören und wir uns mit ihnen daher irgendwie arrangieren müssen. 55 Prozent glauben gar, dass es das Berufsleben nötig macht, heute überall erreichbar zu bleiben.
Aber was genau ist es, dass in Benimmfragen die Mitmenschen stört? Die Ergebnisse der Umfrage im Einzelnen: mehr →
„Benehmen ist Glückssache“, sagte meine Oma immer – um danach fortzufahren: „Und manche Menschen haben kein Glück!“ Dabei ist gutes Benehmen durchaus keine Frage von Glück oder Zufall. Es lässt sich genauso erlernen wie Autofahren oder Englisch.
Manieren, Höflichkeit, Etikette, Umgangsformen – diese Sekundärtugenden, über die sich manche Zeitgenossen oftmals erhaben fühlten – erleben heute unter dem Zeichen der Dienstleistungskultur und der Kundenorientierung eine Renaissance. Dabei ist gutes Benehmen heute nicht mehr vergleichbar mit den Ritualen zu Großmutters Zeiten, denn Benimmregeln orientieren sich immer am Zeitgeist. Schon vor Jahrhunderten machte man sich bei Hofe (deshalb auch „Höflichkeit“) Gedanken um kultivierte Anstands- und Umgangsformen. Als Ludwig XIV. das ungenierliche Treiben seines Hofstaats in geordnete Bahnen zu lenken versuchte, ließ er angeblich in Schloss und Garten von Versailles kleine Schilder (französisch etikettes) mit Ge- und Verboten aufstellen. Seitdem spricht man auch bei uns von „Etikette“. mehr →
Gute Umgangsformen erleichtern überall das Miteinander. Wer sich benehmen kann, beweist nicht nur Stil, sondern findet meist auch schneller Freunde – oder im Fall von Twitter „Follower“.
Twitter ist schließlich nichts anderes als ein soziales Netzwerk. Auch wenn dort alle munter durcheinander zwitschern und alles ständig zwischen Banalität und Information oszilliert, kann man selbst mit diesem Mikrobloggen eine eigene Marke entwickeln. Oder umgekehrt dieselbe beschädigen. Profis sind die folgenden Ratschläge sicher längst bekannt, aber für sie sind sie auch gar nicht gedacht. Vielmehr sollen sie Twitter-Entdeckern, die auf der Plattform gerade flügge geworden sind, ein paar Wegmarken für den Twitstream geben:
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Ein Cyber-Rüpel beledigte wiederholt die Teilnehmer eines Party-Chats. Obwohl er daraufhin ausgeschlossen wurde, logte er sich per Namenswechsel immer wieder ein und machte weiter. Der Betreiber zog daraufhin vor Gericht und bekam Recht: Der Dauerstörer muss draußen bleiben und eine Unterlassungserklärung unterschreiben (Oberlandesgericht Köln, 19 U 2/00). Ähnliches gilt übrigens auch für Foren (Landesgericht München I, 30 O 11973/05).
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Ob Geschäftsanbahnung, Tischgewohnheiten, Dresscodes oder Beziehungspflege – gute Manieren werden im beruflichen Umfeld immer wichtiger. Das zeigt auch das Ergebnis meiner Umfrage hier im Blog (siehe Grafik – zum Vergrößern bitte Anklicken). Dennoch tun sich Deutsche Manager mit gutem Benehmen auf internationalem Parkett erstaunlich schwer. Die einen gebärden sich viel zu direkt und drängen auf einen schnellen Abschluss, statt ihr Gegenüber erst einmal kennenzulernen. Andere setzen sich mit dem Reiseland zu wenig auseinander und verschenken so wertvolle Sympathiepunkte.
Für die aktuelle Titelgeschichte der WirtschaftsWoche zum Thema Auslandsknigge (.pdf) hat die Düsseldorfer Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company eine exklusive Umfrage unter 246 Top-Managern durchgeführt und dabei untersucht, wo sich deutsche Manager mit der Etikette im Ausland besonders schwer tun.
Dabei fällt auf, dass auch hier 95,9 Prozent der Befragten die exakte Kenntnis internationaler Benimmregeln in Ihrem Geschäftsalltag für sehr wichtig und erfolgsrelevant halten. Mitarbeitern ihres Unternehmens aber nur zu 11,8 Prozent externe und zu 16,3 Prozent interne Schulungen dafür anbieten. Das Gros von 62,2 Prozent erwartet von den Kollegen vor allem Eigeninitiative. 9,7 Prozent sehen sogar keinen Unterstützungsbedarf. „Dabei kann von niemanden erwartet werden, sich ohne systematische Vorbereitung auf allen Märkten der Welt gleichermaßen formvollendet zu bewegen“, sagt Studienautor Klaus Aden.
Interessant in dem Zusammenhang, dass peinliche Situationen, in denen sich die Deutschen oder ihre Gesprächspartner unangemessen verhalten haben, relativ selten auftauchen:
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