Neulich saß ich in meinem Fernsehsessel und genoss eine Folge meiner momentanen Lieblingsserie „Seinfeld“, in der die Figur des George eine Sekretärin einstellen soll. Er möchte sichergehen, dass diese ihn nicht von der Arbeit ablenkt – und entscheidet sich daher gegen zwei äußerst attraktive Bewerberinnen und für die unscheinbare, aber effektive Ada. (So viel sei verraten: Der Plan scheitert wie so oft an seiner eigenen Willenskraft.)
Diskriminierung von attraktiven Menschen? Schon über die Vorstellung könnte man sich köstlich amüsieren – schließlich genießen die Schönen doch jede Menge Vorteile, gerade im Job! Normalerweise. Dass es Ausnahmen gibt, darüber berichtete vor kurzem LiveScience. Es scheint, als könne Attraktivität für Frauen in manchen Berufsfeldern zum Nachteil werden.
Wie das Journal of Social Psychology (Artikel hier erhältlich) berichtet, führte Stefanie Johnson von der UC Denver Business School mit ihren Kollegen folgendes Experiment durch: Sie ließ Probanden anhand von Fotos die Attraktivität von Personen bewerten. mehr →
Frauen mit hohem Arbeitseinkommen haben im Schnitt eine deutlich höhere Lebenserwartung als Frauen mit niedrigem Einkommen, so eine Studie (pdf) des DIW Berlin. „Frauen, die zu den oberen zehn Prozent der Verdiener gehören, leben etwa drei Jahre länger als Frauen aus den niedrigsten zehn Prozent“, erklärt Friedrich Breyer, Autor der Studie und Forschungsprofessor am DIW. Als Grund hierfür vermutet er allerdings nicht das Einkommen, sondern vielmehr das meist dahinter steckende höhere Bildungsniveau, das wiederum ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein nach sich zieht.
Untersucht wurde dafür eine Gruppe von Frauen, die alle mindestens 25 Jahre in die Rentenkassen eingezahlt hatten und zwischen 1994 und 2005 gestorben waren. Allerdings sei der Effekt bei Frauen nur etwa halb so stark wie bei Männern. Ohnehin sei dieser Effekt für Frauen viel schwieriger festzustellen, sagt Breyer. „Bei einer klassischen Rollenverteilung ist es ziemlich schwer, zwischen dem Arbeitseinkommen der Frau und dem Haushaltseinkommen zu trennen.“ Bei Männern sei dagegen das Haushaltseinkommen oft mit dem eigenen Einkommen identisch.
Schon erstaunlich bei was nicht alles gelogen und betrogen wird. Im Lebenslauf zum Beispiel. Wie eine Careerbuilder-Umfrage einmal ermittelte, schummeln 33 Prozent der Bewerber bei den Angaben zu ihren Verantwortlichkeiten, 24 Prozent beschönigen ihre Fähigkeiten, 22 Prozent korrigieren ihre Beschäftigungszeiten, 9 Prozent hübschen die Liste ihrer bisherigen Arbeitgeber auf und 8 Prozent lügen sogar bei ihrem Ausbildungsgrad. Kein Kavaliersdelikt! Solche Täuschungsversuche rechtfertigen eine fristlose Kündigung.
Doch wenn es der Karriere hilft, drücken 25 Prozent der Männer und 12 Prozent der Frauen ganz gerne mal ein Auge zu. Dann, so eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid, sei lügen ganz okay. Überhaupt zeigt sich bei dieser Umfrage: Gezielte Falschaussagen rechtfertigen Männer viel öfter als Frauen – allerdings vorrangig um im menschlichen Miteinander zu punkten. Immerhin.
Noch immer verdienen Frauen trotz vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit rund 23 Prozent weniger als Männer. Diskriminierung am Arbeitsplatz nennen das viele. Zu Recht. Doch scheinen das einige Frauen ganz anders zu sehen. Laut aktuellen Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz finden die Frauen die ungleiche Bezahlung durchaus „gerecht“.
Die Wissenschaftler um Stefan Liebig, Jürgen Schupp und Thomas Hinz befragten dazu rund 10.000 Arbeitnehmer und wählten eine recht innovative Fragetechnik: Sie erkundigten sich nämlich nicht nach der Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, sondern zunächst nach der individuell empfundenen. Wer also meinte, sein Gehalt sei ungerecht (weil zu niedrig), sollte dann den angemessenen Betrag nennen. Und dabei stellten die Wissenschaftler Erstaunliches fest: Zwar empfanden die meisten Arbeitnehmer– wenig überraschend – ihr Einkommen als zu niedrig, jedoch stuften die Frauen ihr Idealgehalt noch deutlich unter dem derzeit tatsächlichen Gehalt der Männer ein – und das sowohl bei ungelernten Kräften wie bei Akademikerinnen. Stark verkürzt ließe sich auch sagen: Frauen geben sich schlicht mit weniger zufrieden als Männer.
Die gute Tat – sie hilft nicht nur anderen, sie macht auch den Helfer stärker. Wie jetzt eine Harvard-Studie zeigen konnte, können moralische Handlungen und selbst der Gedanke daran, anderen zu helfen, die mentale Stärke eines Menschen deutlich erhöhen. Der Psychologie-Doktorant Kurt Gray erklärt sich das mit einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung:
People perceive those who do good and evil to have more efficacy, more willpower, and less sensitivity to discomfort. By perceiving themselves as good or evil, people embody these perceptions, actually becoming more capable of physical endurance.
Damit verkehrt Gray manche Vorstellung von angeborenem Selbstbewusstsein ins Gegenteil. Oder wie er sagt: “Gandhi oder Mutter Teresa sind womöglich gar nicht mit einer außergewöhnlichen Portion Selbstbewusstsein auf die Welt gekommen, sondern haben dies erst gewonnen, weil sie so vehement versucht haben, anderen zu helfen.”
Hand aufs Herz: Wie viele Ihrer Sonnenbrillen sind Markenoriginale und wie viele sind typische Raubkopien, wie man sie heute an jedem Strand kaufen kann? Eine Studie von Francesca Gino von der Universität von North Carolina in Chapel Hill hat jetzt herausgefunden: Wer Fake-Produkte trägt, fühlt sich bald selbst wie eine Mogelpackung und neigt deshalb auch vermehrt zu Unehrlichkeit.
Die Forscherin verteilte dazu an 300 Probandinnen zunächst original Chloé-Sonnenbrillen im Wert von 300 Dollar das Stück. Der einen Hälfte sagte sie jedoch, die Brillen seien Fälschungen. Dann sollten alle ein paar Matheaufgaben lösen, bei denen es sogar Geld zu gewinnen gab. Nun passierte das Erstaunliche: Von jenen Teilnehmerinnen, die dachten, sie würden eine Fakebrille tragen, schummelten ganze 70 Prozent. Bei den anderen waren es nur 30 Prozent.
Das Ganze wiederholte sich auch bei einem zweiten Lügentest und schließlich auch bei einem dritten Versuch, als es um ethische Fragen ging. Die Trägrinnen der Imitate logen häufiger und fanden auch öfter, dass Menschen generell unehrlich und unethisch seien.
Der Erfolg einer berufstätigen Frau beginnt zwischen 6 und 7:30 Uhr – vor dem Kleiderschrank. Was soll ich zum Meeting anziehen? Zum Kundentermin? Zur Präsentation? Am Ende läuft es bei vielen dann aber doch nur wieder auf den schwarzen Hosenanzug in Kooperation mit seiner eintönigen Partnerin, der weißen Bluse hinaus, und das verbreitet so schon am frühen Morgen Langeweile.
Möchten Sie auch mal etwas Individuelleres, etwas Weiblicheres tragen? Gute Idee! Wenn Sie sich von der Masse der tristen Hosenanzüge abheben, stärkt das Ihre Position auch im Job. Dann können Chefs, Kollegen und Geschäftspartner auch sehen, dass Sie etwas Besonderes sind. Der Business-Dresscode bietet Ihnen dazu genügend Spielraum, optische Alleinstellungsmerkmale zu entfalten. Lesen Sie im Folgenden, wie Sie in fünf Schritten Ihren kleidungstechnischen USP entwickeln können:
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