„Mehr als die Schönheit selbst bezaubert die liebliche Stimme“, schrieb einst Johann Gottfried von Herder. So leicht einem solche Worte von der Zunge gehen – das Reden selbst bleibt für den Sprechapparat Schwerstarbeit. Bei jedem Laut, den wir artikulieren, öffnen und schließen sich unsere Stimmlippen (fälschlicherweise oft „Stimmbänder“ genannt) mehrmals in der Sekunde. Um zum Beispiel den Ton „A“ zu erzeugen – das Freizeichen beim Telefon – braucht es eine Frequenz von 440 Hertz, also eine Schallwelle mit 440 Schwingungen pro Sekunde. Um die auszulösen, müssen sich auch die Stimmlippen 440 Mal pro Sekunde öffnen und schließen. Wobei Männer üblicherweise mit einer Grundfrequenz von 130 Hertz brummen, während es bei Frauen eher 190 Schwingungen pro Sekunde sind. mehr
Stimmlippenbekenntnisse – Was beim Sprechen passiert
Mensch, ärgere dich… – Männer profitieren von Wut, Frauen nicht
Wut tut gut – aber nur den Männern. So haben US-Psychologen herausgefunden, dass Männer, die im Job Ihren Ärger ausdrücken als kompetent beurteilt werden, Frauen hingegen nur als emotional. Für das Experiment zeigten die Wissenschaftler ihren Probanden Videos von Vorstellungsgesprächen, anschließend sollten Sie die Bewerber bewerten. In dem Film schilderten Schauspieler, ob sie eher traurig oder wütend reagieren, wenn ihnen ein Geschäftsabschluss misslingt. Die Crux: Zeigten die männlichen Bewerber Wut, wurden sie von den Probanden als kompetent und führungsstark beurteilt. Bei den Frauen war es genau umgekehrt: Sie galten daraufhin als emotional, wankelmütig und für Führungsaufgaben ungeeignet.
Die Forscher Victoria L. Brescoll und Eric Luis Uhlmann fanden allerdings auch heraus: Nannten die Frauen zugleich den Grund ihres Ärgers, zum Beispiel dass sie durch einen Kollegen unfair ausgebotet wurden, litt ihr Ansehen deutlich weniger.
Fundbüro – Lesenswertes aus dem Netz
Profildatenimport nervt

Das ewige Importieren oder Anlegen seiner Profildaten von einem sozialen Netzwerk zum nächsten ist so als müsste man für jedes Bundesland einen neuen Führerschein machen.
Videospiele machen kreativ
Wissenschaftler der Penn State Universität haben herausgefunden: PC-Spiele (ebenso wie Konsolenspiele) können kreativ machen und zugleich die Laune heben. Allerdings mit kleineren Einschränkungen: Glückliche wie traurige Probanden erreichten nach dem Spielen einen kreativen Höhepunkt, wütende und entspannte Spieler nicht.
Frauen mögen mehr Humor
Frauen genießen einen guten Witz mehr als Männer, so das Ergebnis einer Studie der Stanford Universität:
Women seem more likely than men to enjoy a good joke, mainly because they don’t always expect it to be funny. In large part, men and women had similar responses to humor, using parts of the brain responsible for the structure and context of language and for understanding juxtaposition. In women, however, some areas were more active than in men. These included the left prefrontal cortex, which the researchers said suggests a greater emphasis on language and executive processing, and the nucleus accumbens, or NAcc, which is part of the reward center.
Aufbau eines Blog-Imperiums
Was bringt mehr: viele kleine Webseiten aufbauen oder lieber ein großes Blog? Peer Wandiger geht der Frage nach, welche Strategie im Netz zu mehr Erfolg führt und listet dazu die jeweiligen Vor- und Nachteile übersichtlich auf.
Friendfeed als Twitter Upgrade
PR Blogger Klaus Eck erklärt den neuen Twitter-Nachfolge-Hype Friendfeed. In dessen individuell anlegbaren Räumen können Nutzer ihre sonst eher flüchtigen Konversationen aggregieren, konservieren und durchsuchbar machen. Zudem kann jedes Friendfeed-Mitglied seine Flickr-Bilder, Blogeinträge und del.icio.us-Bookmarks hinzufügen.
Das F-Wort – Frauenkarrieren in Zahlen
- 5,7 Prozent der Top-Managementposten (1. Ebene) sind von Frauen besetzt, 2007 waren es noch 7,5 Prozent.
- 15 Prozent Frauen gibt es in den Führungsetagen (2. Ebene) von Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, bei Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sind es nur noch 12 Prozent.
- 90 Prozent der Aufsichtsräte sind mit Männern besetzt.
- 80 Prozent der Führungspositionen werden mit Absolventen der Wirtschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften besetzt, aber nur 25 Prozent der Absolventen dieser Fächer sind Frauen.
- 15 Prozent der Professorenstellen sind in Deutschland mit Frauen besetzt, bei den höher dotierten C4-Stellen sind es nur 10 Prozent.
Der Hierarchie-Code – Über heimliche Machtspiele im Büro
Ein Interview mit der Allensbacher Psychologin Maria Hof-Glatz
Maria Hof-Glatz hat Pädagogik und Psychologie studiert und war lange Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit tätig sowie freie Mitarbeiterin bei Rundfunk und Printmagazinen. Seit 1990 arbeitet sie als Beraterin mit Schwerpunkt Zeit- und Konfliktmanagement, Kommunikation und Erfolgsstrategien. Die Autorin hat bereits einige Bücher veröffentlicht, soeben ist ihr neustes Buch im Orell Füssli Verlag erschienen: „Wie kitzle ich den Tiger, wenn er knurrt? – So knackt Frau den Hierarchie-Code“ mehr
Erhöhte Wachsamkeit – Die Mär vom Hochschlafen im Job
Wenn Frauen sich ihren Weg an die Spitze erschlafen können, warum sind sie dann nicht längst oben? Sie scheinen in epidemischem Ausmaß von Schlaflosigket befallen zu sein.
Ellen Goodman, US-Journalistin
Drei gewinnt – Frauen im Vorstand
“Die US-Frauenorganisation Catalyst untersuchte die 500 größten Aktiengesellschaften Amerikas und kam zum gleichen Schluss wie die vergleichsweise unverdächtige Unternehmensberatung McKinsey: Gemischte Führungsgremien sind sowohl ökonomisch als auch von der Unternehmenskultur her signifikant erfolgreicher. Die Firmen mit den meisten Frauen im Vorstand erzielten im Vergleich zu solchen ohne Frauen eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite. Wo sich mindestens drei Frauen im Vorstand finden, steigen die Erträge nachweislich. Drei allerdings müssen es sein, um die dominierende Kultur in einer Gruppe zu beeinflussen. Die klassische Einzelkämpferin kann nichts verändern.”
[Quelle: Der Spiegel 5/08]






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